Schutzschaltung für höherwertiges Gerät am Kfz-Boardnetz

19/09/2008 - 15:36 von Martin Wiesner | Report spam
Hallo zusammen,

noch eine kleine Frage: eignet sich die Schutzschaltung nach FAQ F.23
auch, um höherwertige Geràte am Boardnetz zu betreiben? Es soll ein
Router-Board (Stromaufnahme max 0,8A@12V) zeitweilig betrieben werden.

Auf dem Board werden die 16V-Elkos gegen Typen mit 25 (35V?)
Spannungsfestigkeit ersetzt. Danach folgt auf dem Board ein
Schaltregler. Von der Schaltung aus der FAQ würden also "nur" Sicherung,
Drossel, Varistor und Diode gebraucht. Varistortyp ist soweit klar, an
Dioden liegen hier UF5404 herum.

Welche Drossel bietet die beste Schutzwirkung - Reichelt "FED ..."? Das
Board ist ein paar Euro wert, daher darf die Schutzschaltung ruhig
aufwendig/teuer werden - Überdimensionierung erwünscht.


Danke und bis dann,

Martin
 

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#1 MaWin
19/09/2008 - 15:55 | Warnen spam
"Martin Wiesner" schrieb im
Newsbeitrag news:

noch eine kleine Frage: eignet sich die Schutzschaltung nach FAQ F.23
auch, um höherwertige Geràte am Boardnetz zu betreiben?



Ja.

Dioden liegen hier UF5404 herum.



Die sind zwar schnell, verlieren aber 0.7 bis 1 V im Durchlass.
Falls das in Ordnung ist, kann man die verwenden.
Sie halten immerhin verpolte 400V ab, das sollte fuer jede
negative Spannungsspitze reichen, aber 3A wuerde ich ihnen nur
gekuehlt zumuten, wenn es zuverlaessig sein soll.

Welche Drossel bietet die beste Schutzwirkung - Reichelt "FED ..."?



Tja, nicht die, mit dem groessten Induktivitaetswert, denn die
hat auch eine grosse Koppelkapazitaet.
Die Induktivitaet soll Stromschwankungen blockieren,
die vom Siebelko nicht mehr gesiebt werden koennen.
Die staerksten Stromschwankungen passieren, wenn die Diode vom
Leit- und den Sperrzustand uebergeht, also eine Umpolung des
Eingangs innerhalb von Mikrosekunden stattfindet.

Es haengt von den Elkos ab, und letztlich vom Aufbau.
Man musste es aufbauen, und mit steigender Frequenz am
Eingang , wie gut L und C die Stoerungen filtern,
oder eben die Diode in recovery snap bringen, um einen
besonders ueblen Impuls auszuloesen.
Was L und C nicht mehr filtern (da gibt es einiges, z.B.
die Spannungsschwankungen der Batterie bei Belastungaenderung
vom Lade- in den Entladebetrieb, also bei jedem Leerlauf
des Motors) muss der Spannungsregler ausregeln koennen.
Das kann er auch, bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit
also Frequenz. Nur bei hoeheren Frequenzen der Eingangsspannung
schlaegt dieses auf die Regelung durch.
Da dein Regler eingebaut ist, sind dessen Kennwerte unbekannt.
Man muesste messen.
Ansonsten ist die Kapazitaet der Eingangselkos zustaendig fuer
die Zeit, die ein Spannungsausfall ueberbrueckt werden kann.
Spannungsausfaelle, im Sinne von kurzen Zusammenbruechen,
gibt es im Auto immer wieder einmal, wenn grosse Lasten
eingeschaltet werden und die Batterie schwach ist. Aber nur
Bruchteile von Sekunden. Eine zusammenbrechende Batteri wenn
der Anlasser klemmt, wird kein Elko ueberbruecken koennen,
zumindest nicht bei den Leistungen eines Routers.
Manfred Winterhoff

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