sda und sdb tauschen

06/02/2011 - 04:21 von Clemens Schueller | Report spam
Hallo!

Ich hab hier einen Dual Opteron Server stehen:

Wenn ich nun die Server Edition von ubuntu 10.04 installieren will,
erkennt der Installer

den onboard SATA Controller als sdb und den Intel Hardware RAID
Controller als sda.

Was muss ich machen, dass es genau umgekehrt ist, sprich onboard --> sda
und Intel --> sdb?



GreetinX & Danke

Clemens Schueller
 

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#1 Diedrich Ehlerding
06/02/2011 - 09:02 | Warnen spam
Clemens Schueller meinte:


Wenn ich nun die Server Edition von ubuntu 10.04 installieren will,
erkennt der Installer

den onboard SATA Controller als sdb und den Intel Hardware RAID
Controller als sda.

Was muss ich machen, dass es genau umgekehrt ist, sprich onboard --> sda
und Intel --> sdb?



Du müsstest die Reihenfolge àndern, in der in der initrd bzw. im initramfs
die Treiber für die Controller geladen werden. Leider habe ich kein Ubuntu
und auch kein Debian, kann dir also nicht genau sagen, wie das dort geht.
Und auch darauf würde ich mich nicht verlassen; möglicherweise werden die
beiden Treiber vom Bootmechanismus mehr oder weniger parallel geladen, und
dann sieht es schlecht aus. Und auf den Installer-Kernel kannst du
vermutlich gar nicht Einfluss nehmen. Außerdem ist nicht sicher, dass das
installierte System die Treiber in der Reiihenfolge làdt wie der
Installer-kernel.

Ganz eigentlich musst du dich also von der Idee verabschieden, dass die
sdX-Namen rebootfest sind. Selbst wenn du den Installer oder die initrd
bzw. das installierte initramfs verbiegst: Falls dein Server zB eine
eSATA-Schnitsstelle hat, kann es dir passieren, dass du nach einem Reboot
mit eingestöpselter externer Platte wieder die sd-Namen
durcheinandergewürfelt bekommst. Dito, wenn du mit eingestöpselter
USB-Platte oder Speicherkarte bootest.

Sorg also dafür, dass du nicht die sdX-Namen benutzt. Sowohl in der fstab
als auch an ein paar anderen Stellen (grub zB). Möglichkeiten dafür gibt
es viele:
- udev-Namen (/dev/disk/by-id/<Seriennummer>); ja, ich weiß, über udev
gibt es hier Glaubenskriege; hier ist aber udev eine sehr geeignete
Methode. (Suse und Redhat verwenden die standardmàßig)
- System auf LVM installieren (hat Ubuntus „Server Edition“ LVM?).
- Filesysteme über Labels mounten (Achtung: nicht für grub).
- u.a.m (etwa md, aber nur in Spezialfàllen).

Diedrich
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