SDRAM: buffered/gepuffert, registered, ECC und was es sonst noch gibt

18/01/2009 - 02:28 von Hartmut Scholz | Report spam
Da die Frage in der vorangegangenen Diskussion auftauchte, dort aber vom
eigentlichen Anliegen abwich, hier die Frage bzw. ein Klàrungsversuch mit
der Bitte um Ergànzung.

Welche unterschiedlichen SDRAM-DIMMs gibt es und wo sind sie verwendbar.
Es geht dabei nicht so sehr um die Frage nach der Speicherkapazitàt der
Module, sondern um die Bauartvarianten: registered, (un)buffered, ECC

Die allermeisten in durchschnittlichen PCs verwendeten DIMMs sind
ungepufferte 3,3V Module
Sie haben 2, 4, 8 oder 16 Chips (je nach Kapazitàt der Speicherchips und der
damit zu erzielenden Größe des Moduls)
Sie sind durch entsprechende Kerben markiert:
XXX--/\XXXXXXXX-/\-XXXXXXXXXXXX
(X steht für mehrere Kontakte, - für mögliche Einkerbungen, /\ für die
jeweils vorhandene Kerbung)
(Die Informationen zu den Kerben entnehme ich den Handbüchern zu den
ASUS-Mainboards und sind dort nachvollziehbar.)

Wenn ich recht sehe, gibt es darüber hinaus gepufferte Module:
Sie sehen folgendermaßen aus: Die àußere Kerbe steht in der mittleren
Position
XXX-/\-XXXXXXXX-/\-XXXXXXXXXXXX

Registered DIMMs wiederum sind von den Kontakten und den Einkerbungen her
mit den ungepufferten 3,3V DIMMs gleich und können oft gleichermaßen
verwendet werden. Wobei einige Boards bzw. Chipsàtze zwingend registered
DIMMs verlangen, andere sowohl das eine als auch das andere vertragen.

Richtig ist, daß buffered und registered oft synonym gebraucht werden.
Richtig ist, daß mit buffered und registered Techniken bezeichnet werden,
die die Signalqualitàt erhöhen, das Mainboard entlasten usw. und vor allem
dazu dienen, den maximalen Speicherausbau eines Systems zu erhöhen. (So
jedenfalls die d.c.h.c FAQ und auch Wikipedia zu SDRAM) In beiden Fàllen
sind zusàtzliche Steuerchips neben den eigentlichen RAM-Chips auf den
Modulen angebracht.
Falsch ist, daß sich beide Begriffe auf die gleiche Technik beziehen.
Gepufferte DIMMs passen nicht in Slots für ungepufferte bzw umgekehrt.
Registered DIMMs passen wohl in Slots für 'normale' DIMMs.

Daneben gibt es die ECC-Technik. Sie dient der Sicherstellung der Integritàt
der gespeicherten Daten und wird durch einen zusàtzlichen Speicherchip
erreicht. Mir bekannte Module haben 8+1 bzw 16+2 RAM-Chips. ECC-Module
passen in normale DIMM-Slots. Die ECC-Technik kann, muß aber nicht vom
Mainboard genutzt werden und kann im BIOS-Setup an- bzw. abgeschaltet
werden.

Nur am Rande sei hier vermerkt, daß es anfangs auch 5V-DIMMs gab. Sie sind
an der Position der mittleren Kerbe zu erkennen: sie ist zu der àußeren
Markierung hin verschoben
XXX--/\XXXXXXXX/\--XXXXXXXXXXXX


Soweit zunàchst mein Versuch. Leider sind auch die FAQ zu d.c.h.c in diesem
Punkt undeutlich bzw. unvollstàndig. (siehe Kap. 8.4.4)
Nebenbei: Ist mir etwas entgangen oder sehe ich recht, daß schon lange kein
Verweis auf die aktualisierten FAQ gepostet wurde. Ich vermisse in letzter
Zeit auch einige Namen, die ich mit der FAQ in Verbindung bringe. Es wàre
schade, wenn die FAQ nicht mehr fortgeschrieben werden.

Bitte ergànzt und/oder korrigiert mich - oder ignoriert das Ganze

Einen schönen Sonntag
Hartmut
 

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#1 Martin Draheim
20/01/2009 - 03:41 | Warnen spam
Hartmut Scholz wrote:

Die allermeisten in durchschnittlichen PCs verwendeten DIMMs sind
ungepufferte 3,3V Module
Sie haben 2, 4, 8 oder 16 Chips (je nach Kapazitàt der Speicherchips
und der damit zu erzielenden Größe des Moduls)
Sie sind durch entsprechende Kerben markiert:
XXX--/\XXXXXXXX-/\-XXXXXXXXXXXX
(X steht für mehrere Kontakte, - für mögliche Einkerbungen, /\ für die
jeweils vorhandene Kerbung)
(Die Informationen zu den Kerben entnehme ich den Handbüchern zu den
ASUS-Mainboards und sind dort nachvollziehbar.)

Wenn ich recht sehe, gibt es darüber hinaus gepufferte Module:
Sie sehen folgendermaßen aus: Die àußere Kerbe steht in der mittleren
Position
XXX-/\-XXXXXXXX-/\-XXXXXXXXXXXX



Dazu passt:
http://akademi.penta.com.tr/library...ml/044.jpg


MfG, Martin

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