Seitkraft Draht bei Magnetquader berechnen?

21/02/2010 - 02:04 von D.Menz | Report spam
Kann man aus der Haltekraft eines Permanentmagnetes dessen
magnetische Flussdichte B bestimmen, um F=B*I*s zu errechnen?

Beispiel Magnetqadergröße 40x20mm = Polflàche N bzw S,
Dicke 10mm, Haltekraft 25Kg.

Ich möchte auf die Flàche einen 20mm Draht legen, der durch
einen Strom von 1A 40mm zur Seite bewegt wird. Welche Kraft
ist hier zu erwarten? (Oder mehrere Dràhte mit kleinerem Strom).

bekannt ist für 2 Dràhte F=µ0*I1*I2/2pi r
Aus der Festlegung, dass zwei Dràhte in 1 m Abstand und
1 m Lànge bei 1 A die Kraft 2E-7N aufeinander ausüben
wàre der Magnet schàtzungsweise einem Draht mit125000 A
gleichzusetzen.

Wàre ja nicht schlecht im Vergleich zu den sonst mikrigen
Kràften.

Ziel ist eine einfache Liniarbewegung ohne Getriebe und
mit mehr Kraft als ein Drehspulinstrument.

2) Eisen erhöht ja B um 10E3. Wirkt sich das auch bei einem
quer zum Pol schleifenden Draht aus, und wohin dann mit dem
Eisen?

Gruß
dm
 

Lesen sie die antworten

#1 Marcel Müller
21/02/2010 - 10:51 | Warnen spam
Hallo,

D.Menz wrote:
Kann man aus der Haltekraft eines Permanentmagnetes dessen
magnetische Flussdichte B bestimmen, um F=B*I*s zu errechnen?



nein, ohne die Kenntnis der Feldgeometrie geht das nicht. Magnete, die
etwas halten sollen sind normalerweise nicht homogen magnetisiert.
Beispiel: die Magnethalter für Metalltafeln. Die Magnete können in
Sachen Feldstàrke gar nichts und halten trotzdem einigermaßen, weil sich
die Pole dicht an dicht abwechseln.

Beispiel Magnetqadergröße 40x20mm = Polflàche N bzw S,
Dicke 10mm, Haltekraft 25Kg.



Bei einem linear magnetisierten Magnet ist die Sache etwas einfacher, da
man die Feldgeometrie berechnen kann. Allerdings hàngt die Kraft auch
massiv von seinem Gegenüber ab. Also, wie dick ist die Eisenplatte? Ist
sie nàherungsweise unendlich groß gegenüber dem Magnet?

Ich möchte auf die Flàche einen 20mm Draht legen, der durch
einen Strom von 1A 40mm zur Seite bewegt wird. Welche Kraft
ist hier zu erwarten? (Oder mehrere Dràhte mit kleinerem Strom).



Versuch macht kluch! Hallsonde auch.

bekannt ist für 2 Dràhte F=µ0*I1*I2/2pi r
Aus der Festlegung, dass zwei Dràhte in 1 m Abstand und
1 m Lànge bei 1 A die Kraft 2E-7N aufeinander ausüben
wàre der Magnet schàtzungsweise einem Draht mit125000 A
gleichzusetzen.



Den Vergleich halte ich (ohne ihn nachgerechnet zu haben) für gewagt.
Schließlich hat das Feld eines Drahtes eine komplett andere Geometrie,
als das eines Stabmagneten.

Wàre ja nicht schlecht im Vergleich zu den sonst mikrigen
Kràften.



Naja, permanentmagnete sind ja auch nicht schlecht. Gute bringen je nach
Material so ein, zwei Tesla an der Oberflàche. Dafür braucht man schon
deutlich mehr als /einen/ Draht.


Ziel ist eine einfache Liniarbewegung ohne Getriebe und
mit mehr Kraft als ein Drehspulinstrument.



Muss es denn um's zerplatzen /ein/ Draht sein? Ist keine parallele
Leiterführung (Spule) möglich?

2) Eisen erhöht ja B um 10E3. Wirkt sich das auch bei einem
quer zum Pol schleifenden Draht aus, und wohin dann mit dem
Eisen?



Es wirkt sich außerhalb des Magnet in der Form aus, als dass es die
Feldlinien gebündelt hat, und der Fluss nicht plötzlich verschwinden
kann. H springt aber an der Oberflàche um den Faktor µr.
Das ist letztlich die Wirkung eines Polschuhs.


Marcel

Ähnliche fragen