Selektivität

23/03/2008 - 07:46 von Salviati | Report spam
Was soll ich von einer Installation für ein neues EFH halten, die statt
eigentlich erwarteter 3 mal 100A zunàchst im Anschlussraum mit je 40 A
abgesichert ist, wenn im gleichen Raum unmittelbar dahinter im
Schaltschrank und vor dem Drehstromzàhler nochmals drei NH-Sicherungen je 35
A liegen die ebenfalls verplombt sind? Gibt es irgendeinen plausiblen Grund
dafür oder wenigstens Klarheit über möglicherweise regional unterschiedliche
irrsinnige Vorschriften?

Normalerweise sprechen die 35 A Sicherungen ja nicht an, denn auf der
Kundenseite des Zàhlers sind ausser einem Dehnventil für den
Überspannungsschutz zwar 24 auf die drei Phasen verteilte
Leitungsschutzschalter für je 16 A von Legrand sowie zwei 40A-FI-Schalter
für je 4 Leiter vorhanden, aber es ist wenig wahrscheinlich dass Herd,
Backofen, sonstige Küchengeràte, Heizung, Umwàlz- und Zirkulationspumpe,
Waschgeràte, Innen- und Aussenbeleuchtung, 28 Außen-Jalousien, über
Steckdosen betriebene Zusatzheizungen, Ladegeràte etc. gleichzeitig benötigt
werden.

Wenn aber eine der 35-A-NH-Sicherungen anspricht, dann fàllt eine Phase aus,
an die wichtige Einheiten wie Telefon/Internet, Installationsbus,
Heizungsanlage oder Kühlschrank angeschlossen sein können. Hat man kein
Handy muss man eventuell hoffen einen Nachbarn zu erreichen, damit dieser
einen Notdienst bzw. den zum Sicherungswechsel befugten Elektriker rufen
kann.

Tatsàchlich kam es dazu, dass an einem stürmischen Tag zunàchst eine der
35A-NH-Sicherungen ausfiel und wenige Stunden danach eine weitere ohne dass
zuvor einer der 16A-Leitungsschutzschalter angesprochen hatte. Die Ursachen
sind ungeklàrt. Etwa eine Stunde zuvor hatte ein Elektriker einen
Kurzschluss im Schaltschrank verursacht und möglicherweise eine der
35A-Sicherungen geschàdigt. Die Überlastung der zweiten 35A-NH-Sicherung hat
sich möglicherweise ergeben, als der Bauherr im Dunkeln unkontrolliert
versuchte zu überprüfen ob sich beispielsweise Herdplatten einschalten
ließen und versuchte alle Jalousien zugleich hochzufahren, um sie vor Sturm
zu schützen. Der stationàre Strom jedes Motors wàre unkritisch. Der
Anlaufstrom unter Windlast ist jedoch sicherlich höher.

Warum können die 35-A-Sicherungen nicht auf der Kundenseite des Zàhlers
installiert sein, so wie ich es von früher kenne? Wàre die vorhandene
Absicherung der Einspeisung mit je 40A auf der Seite der Energieversorgung
nicht völlig ausreichend?

Könnte es sein dass die Installations-GmbH nicht ausreichend qualifiziert
ist? Die Unvollstàndigkeit, Oberflàchlichkeit und Fehlerhaftigkeit der mit
mehr als einem Jahr Verspàtung doch noch übergebenen Dokumentation und
andere Peinlichkeiten scheinen dafür zu sprechen. Wo kann ich mich darüber
informieren?

Oder könnte es sich vielleicht gar um einen üblen Trick handeln, sich eine
akzeptable Anlage als Sonderleistung bezahlen zu lassen? Die Firma will eine
vollstàndige Dokumentation nur als Sonderleistung liefern. Widerspricht dies
nicht der VOB?
 

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#1 Bernd Löffler
23/03/2008 - 10:58 | Warnen spam
Tach
Salviati schrieb:

Oder könnte es sich vielleicht gar um einen üblen Trick handeln, sich eine
akzeptable Anlage als Sonderleistung bezahlen zu lassen? Die Firma will eine
vollstàndige Dokumentation nur als Sonderleistung liefern. Widerspricht dies
nicht der VOB?





Es geht um ein Bautrüger-EFH ?

Da sind solche Gewollt-aber-nicht-gekonnt-Installationen üblich

Fiat bezahlen aber Mercedes erwarten klappt da nicht

MfG

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