Seltsamer MAX3232

22/05/2013 - 18:04 von Wolfgang Schreiber | Report spam
Ich versuche einem Raspberry Pi RS-232 beizubringen und habe dazu ein
Hochqualitàtsadapter chinesischster Prozenienz erworben, bestehend aus
einem MAX3232 unbekannten Herstellers, 4 Keramikkondensatoren und
einem Sub-D-9-Stecker. Testweise PC und Raspberry damit verbunden
konnte ich auch nach viel Gewürge mal ein paar Datenpakete hin- oder
herschicken, jedoch unreproduzierbar.

Kurz gesagt glaube ich, daß der MAX3232 einen Schuß weghat bzw.
lackierte Lakritze ist. Bei einseitiger Verkabelung nur am PC mit Rx,
Tx zum Adapter und Echo-Verbindung von Tx und Rx auf der 3,3V-UART-
Seite des MAX3232 gelingt es, ein Echo zu erhalten. Aber erst ab 4,2V
Versorgungsspannung für den Chip. Ich habe die Platine nachgelötet und
den vom Chinesen eingesparten 5. Kondensator mit 0,1 yF an die
Versorgungsspannung angelötet. Dann tuts auch bei 3,3V. Aber bei
manchen Buchstaben kommen Fehler an (9600 Baud). Daraufhin habe ich
einen 10 yF/16V-SMD-Elko zusàtzlich an die Versorgungsspannung getan.
Dann tat es etwas besser. Aber nur kurz, bis das Labornetzteil (ein
schönes Kenwood PWR18-1.8Q übrigens;) plötzlich 60 statt 10 mA
Verbrauch anzeigte und der Elko heiß wurde. Elko durch einen 10 yF-
Keramikkondensator ersetzt, dann bleibt der Stromverbrauch niedrig und
es wird nichts heiß. Aber nach einer Minute wird die Verbindung immer
schlechter, bis nur noch falsche und schließlich gar keine Zeichen
mehr ankommen. Dabei ist es egal, ob die 3,3V vom Labornetzteil oder
vom Raspberry kommen. 10 Sekunden von der Versorgungsspannung
abgeklemmt làuft es dann wieder 10 Sekunden. Ein unfühlbares
thermisches Problem?

Vom Anekdotischen ins Konkrete: RS-232 ist doch bei 9600 Baud nicht so
heikel? Also dürfte schon der Chip, die Platine oder die
(Billig?)Kondensatoren die Ursache sein? Sollte ich mir mal einen
MAX3232 von Maxim holen?

Und ganz grundsàtzlich: Die 5,5V Pegel nach Datenblatt des MAX3232
finde ich gegenüber den definierten 3-15V von RS232 schon ziemlich
schwàchlich. Da hàtte man den Max232 für 5 V ja gar nicht erst
erfinden müssen.
Hat jemand Erfahrung mit *funktionierenden* Umsetzungen von 3,3V auf
RS232?

Ich habe noch einen ICL3217 rumliegen (in Form eines alten
"unbekanntes Konsumgeràt nach seriell"-Adapters), der angeblich das
Gleiche kann. Hat den schonmal jemand funktionierend gesehen? Hilft
es, vielleicht, jeweils 2 Treiber parallel zu schalten (beim Maxim
darf man das glaub laut Datenblatt.)

(Ähm ja, danke fürs Zuhören, ich hoffe es las sich wenigstens
interessant, wenn ich schon mein Anliegen nur so nebelig rüberbringen
konnte, irgendwie fàllt mir Einstein ein mit dem Formulieren der
Frage, das schon fast die Lösung sei.)
 

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#1 Joerg
22/05/2013 - 18:19 | Warnen spam
Wolfgang Schreiber wrote:
Ich versuche einem Raspberry Pi RS-232 beizubringen und habe dazu ein
Hochqualitàtsadapter chinesischster Prozenienz erworben, bestehend aus
einem MAX3232 unbekannten Herstellers, 4 Keramikkondensatoren und
einem Sub-D-9-Stecker. Testweise PC und Raspberry damit verbunden
konnte ich auch nach viel Gewürge mal ein paar Datenpakete hin- oder
herschicken, jedoch unreproduzierbar.

Kurz gesagt glaube ich, daß der MAX3232 einen Schuß weghat bzw.
lackierte Lakritze ist. Bei einseitiger Verkabelung nur am PC mit Rx,
Tx zum Adapter und Echo-Verbindung von Tx und Rx auf der 3,3V-UART-
Seite des MAX3232 gelingt es, ein Echo zu erhalten. Aber erst ab 4,2V
Versorgungsspannung für den Chip. Ich habe die Platine nachgelötet und
den vom Chinesen eingesparten 5. Kondensator mit 0,1 yF an die
Versorgungsspannung angelötet. Dann tuts auch bei 3,3V. Aber bei
manchen Buchstaben kommen Fehler an (9600 Baud). Daraufhin habe ich
einen 10 yF/16V-SMD-Elko zusàtzlich an die Versorgungsspannung getan.
Dann tat es etwas besser. Aber nur kurz, bis das Labornetzteil (ein
schönes Kenwood PWR18-1.8Q übrigens;) plötzlich 60 statt 10 mA
Verbrauch anzeigte und der Elko heiß wurde. Elko durch einen 10 yF-
Keramikkondensator ersetzt, dann bleibt der Stromverbrauch niedrig und
es wird nichts heiß. Aber nach einer Minute wird die Verbindung immer
schlechter, bis nur noch falsche und schließlich gar keine Zeichen
mehr ankommen. Dabei ist es egal, ob die 3,3V vom Labornetzteil oder
vom Raspberry kommen. 10 Sekunden von der Versorgungsspannung
abgeklemmt làuft es dann wieder 10 Sekunden. Ein unfühlbares
thermisches Problem?

Vom Anekdotischen ins Konkrete: RS-232 ist doch bei 9600 Baud nicht so
heikel? Also dürfte schon der Chip, die Platine oder die
(Billig?)Kondensatoren die Ursache sein? Sollte ich mir mal einen
MAX3232 von Maxim holen?

Und ganz grundsàtzlich: Die 5,5V Pegel nach Datenblatt des MAX3232
finde ich gegenüber den definierten 3-15V von RS232 schon ziemlich
schwàchlich. Da hàtte man den Max232 für 5 V ja gar nicht erst
erfinden müssen.
Hat jemand Erfahrung mit *funktionierenden* Umsetzungen von 3,3V auf
RS232?

Ich habe noch einen ICL3217 rumliegen (in Form eines alten
"unbekanntes Konsumgeràt nach seriell"-Adapters), der angeblich das
Gleiche kann. Hat den schonmal jemand funktionierend gesehen? Hilft
es, vielleicht, jeweils 2 Treiber parallel zu schalten (beim Maxim
darf man das glaub laut Datenblatt.)

(Ähm ja, danke fürs Zuhören, ich hoffe es las sich wenigstens
interessant, wenn ich schon mein Anliegen nur so nebelig rüberbringen
konnte, irgendwie fàllt mir Einstein ein mit dem Formulieren der
Frage, das schon fast die Lösung sei.)




Frage: Hast Du mal nachgemessen ob die Ladungspumpe einigermassen
funktioniert? Vielleicht sind ja auch dort zu kleine Kondensatoren drin
die aus irgendeiner Hinterhofbude stammen.

Scope dranhalten und den Datenstrom aufnehmen. Aber mit dem Eingang auf
DC geschaltet, damit man sieht ob es langsam wegdriftet.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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