Server/Netzwerk Performanceproblem?

06/03/2009 - 21:38 von Carsten Mueller | Report spam
Moin Moin,

Ich habe hier ein SBS 2003 Server, 4GB Ram, Intel Serverboard mit GBit
IntelNic, QuadXeon, 4xSATA 500GB im Raid10 Verbund, Switch Procurve 1800
24G.

Vor 2 Woch ist der Servre abgeritten wegen ein Problem des
RaidControllers. Nach dem Tausch sieht alles ok aus. AD kein Fehler,
DNS, NetiO bring zwischen Server und Client bei kleinen Paketen 66MB/sec
und bei grossen knapp 90MB/sec. Scheinbar kein Problem aber es gibt
Performanceprobleme: Auf einer Netzwerkfreigabe liegt eine Archive.pst
mit 1,5GB, die lokal auf dem Client ohne Probleme geoeffnet werden kann.
Liegt sie auf dem Netzwerklaufwerk, geht sie zwar auf, man kann aber
kein Knoten im Ordnerbaum mehr aufklappen, da es ewig dauert und dann
von Outlook mit einem Fehler (Ordner kann nicht angezeigt werden)
quittiert wird. Auch andere Anwendungen haben merkwuerdige
Performanceprobleme (ELO Office). Clientunabhaengig wird ab und an
gemeldet, das auf die Netzwerkfreigabe nicht geschrieben werden kann,
ein DBASEProgramm, dessen Daten auf einer Freigabe liegt bricht einfach
ab oder fragt nach Retrys.
Das Kopieren von 1,5 GB dauert von und zum Server ca. 1,5 Minuten.
Im Ereignisprotokoll stehen keine Fehler ausser ein Problem, das
Kaspersky und seiner SQL Datenbank betrifft. Den habe ich aber schon
deaktiviert.
Ich scheue mich noch vor einer Reparaturinstallation.

Irgendeine Idee??

Beispiel
Alles glaenzt, so schoen neu!
 

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#1 Andi Nymous
09/03/2009 - 17:33 | Warnen spam
Hi Carsten,

Ich habe hier ein SBS 2003 Server, 4GB Ram, Intel Serverboard mit GBit
IntelNic, QuadXeon, 4xSATA 500GB im Raid10 Verbund, Switch Procurve 1800
24G.



Wieviel RAID-Cache hat der Hardware(?)-RAID-Controller? Wurde dieser Cache
mit einer Batterie Backup Unit (BBU) abgesichert? Wurde dadurch das
Write-Back Caching aktiviert und zu welchem Prozentsatz für Schreib bzw.
Lesezugriffe konfiguriert?

Alle Treiber und Firmware sowie das BIOS auf dem aktuellsten Stand seitens
der Empfehlung des/der Hersteller(s)?


Vor 2 Woch ist der Servre abgeritten wegen ein Problem des
RaidControllers. Nach dem Tausch sieht alles ok aus. AD kein Fehler,
DNS, NetiO bring zwischen Server und Client bei kleinen Paketen 66MB/sec
und bei grossen knapp 90MB/sec. Scheinbar kein Problem aber es gibt
Performanceprobleme: Auf einer Netzwerkfreigabe liegt eine Archive.pst
mit 1,5GB, die lokal auf dem Client ohne Probleme geoeffnet werden kann.
Liegt sie auf dem Netzwerklaufwerk, geht sie zwar auf, man kann aber
kein Knoten im Ordnerbaum mehr aufklappen, da es ewig dauert und dann
von Outlook mit einem Fehler (Ordner kann nicht angezeigt werden)
quittiert wird.



Das ist ein allg. unsupportetes Szenario, das zu 99% nichts mit dem
Systemausfall und auch schon vorher bestanden hat:

Personal folder files are unsupported over a LAN or over a WAN link
http://support.microsoft.com/kb/297019/en-us


Auch andere Anwendungen haben merkwuerdige
Performanceprobleme (ELO Office). Clientunabhaengig wird ab und an
gemeldet, das auf die Netzwerkfreigabe nicht geschrieben werden kann,
ein DBASEProgramm, dessen Daten auf einer Freigabe liegt bricht einfach
ab oder fragt nach Retrys.



Was sagt der Support der jeweiligen Software dazu? Soweit ich mich erinnern
kann gründen beide beschriebene Anwendungen auf (veraltete) FILE-Basierende
Zugangstechnologien, welche nicht wirklich als performant anzusehen und sehr
anfàllig sind.

Im Zusammenhang mit obigen PST-Problematik kann es dadurch durchaus dazu
kommen, dass das Fehlverhalten bzgl. des PST-Zugriffes ("Overloading Server
service work queque with high I/O requests results in running out of
Non-Paged Pool Memory") auf ein Netzwerkfreigabe des gleichen Servers dazu
führt, dass die Ressourcen für die jeweils auch aufwendigen Zugriffe auf die
(veraltete) FILE-Basierende Zugangstechnologien von ELO Office bzw. dBASE
Programme nicht mehr ausreichen zeitnah die Abfragen abzuarbeiten und die
Clients so in ein Time-out laufen.


Abhilfe: PST-Dateien NIE auf ein Fileshare öffnen (mögliche Alternativen s.
obigen KB-Artikel http://support.microsoft.com/kb/297019/en-us) und/oder auf
alternative Zugangstechnologien für echte Datenbankzugriffe aufrüsten.


Das Kopieren von 1,5 GB dauert von und zum Server ca. 1,5 Minuten.
Im Ereignisprotokoll stehen keine Fehler ausser ein Problem, das
Kaspersky und seiner SQL Datenbank betrifft. Den habe ich aber schon
deaktiviert.



Wurde die AV-Lösung nach folgenden Hinweisen konfiguriert?

Welche Verzeichnisse dürfen nicht von Antivirenscannern überprüft werden?
http://www.sbsfaq.de/SBS2003/Exchan...fault.aspx


Ich scheue mich noch vor einer Reparaturinstallation.



Das sollte in Deinem Fall NICHT notwendig sein.

Tobias Redelberger
StarNET Services (HomeOffice)
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D-97440 Werneck
Tel: +49 (9722) 4835
Mobil: +49 (163) 84 74 421
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