Sieg über den Satan?

21/10/2015 - 19:34 von WM | Report spam
Der Sieg Mariens über den Satan wàre kein vollstàndiger gewesen, wenn
sie jemals unter seiner Herrschaft gestanden hàtte. Folglich musste
sie ohne Erbsünde in die Welt eintreten. So wurde auch Maria durch die
Gnade Christi {{durch retrograde Immakulatur}} erlöst, jedoch auf
vollkommenere Weise als die übrigen Menschen. Wàhrend diese von der
vorhandenen Erbsünde befreit werden (redemptio reparativa), wurde
Maria, die Mutter des Erlösers, vor der Behaftung mit der Erbsünde
bewahrt (redemptio praeservativa oder praeredemptio). Das 1851 von
Papst Pius IX. verkündete Dogma der unbefleckten Empfàngnis Mariens
widerspricht darum in keiner Weise dem Dogma von der Allgemeinheit der
Erbsünde und der Erlösungsbedürftigkeit.

{{Das 1950 von Pius XII. verkündete Dogma der leiblichen Aufnahme
Mariens in den Himmel könnte als logische Folgerung aus dem Dogma
ihrer unbefleckten Empfàngnis angesehen (und nach Formalisierung in
ZFC + FOPL maschinell bewiesen) werden, denn}} da Maria frei von der
Sünde war und der Zerfall des Leibes eine Folge der Sünde ist, làsst
sich schließen, dass ihr Leib vom allgemeinen Los der Auflösung
ausgenommen war.

Wenn die Sünde den Zerfall impliziert, so impliziert die Nichtsünde
den Nichtzerfall. Nicole d'Oresme, John Wallis und George Berkeley,
allesamt scharf denkende Kleriker, dürften bei dieser Logik mit
höchster Winkelgeschwindigkeit in ihren Gràbern rotieren. So gesehen,
müssen selbst primitive Pflanzen und Tiere wie Weißkohl und
Kohlweißlinge Erbsünde enthalten, denn sie alle lösen sich auf. Maria
hingegen könnte sich ohne Himmelfahrt nur auf der inzwischen überall
durchforschten und mit Überwachungskameras gespickten Erdoberflàche
aufhalten, was offenbar nicht der Fall ist. Da bleibt freilich nur die
Entrückung.

stupido subito!

Interessant ist eine Begebenheit, die Papst Benedikt XVI, Kardinal Ratzinger
in seinen Memoiren erzàhlt: Gottlieb Söhngen (der ihm das Habilitationsthema gestellt hatte) konnte nachweisen, dass Marias Himmelfahrt in der Literatur bis
500 n. Chr. nirgendwo erwàhnt wird. Und aus einer Distanz von mehr als
500 Jahren kann wohl niemand mehr Neues über einen Menschen, von dem
überhaupt wenig bekannt ist, beitragen. Söhngen, wie übrigens auch
viele seiner Kollegen, sprach sich deswegen vehement gegen das
geplante Dogma aus. Als man ihn aber fragte, ob er aus der Kirche
austreten würde, falls das Dogma verkündet würde, antwortete er nach
kurzem Besinnen: Nein. Dann würde er lediglich anzuerkennen haben,
dass die Heilige Kirche ein höheres Wissen habe als er (und seine
Mitstreiter). Bekanntlich geschah dies.

I will refer to such considerations as professional discipline (or
even coercion). If this is the situation, then the profession will
protect itself from heresies and criticism not by superior reasoning,
but by additional professional discipline in conjunction with
additional casuistry. (Henry Flynt)

Von Ablauf und Disziplin her àhnelt diese Begebenheit ganz der
Entwicklung in ZFC mit Löwenheim-Skolem und Banach-Tarski. Wer
die Geschichte tatsàchlich intensiv studiert, wird weitere
frappierende Ähnlichkeiten im Argumentationsstil von Theologen und
ihren mathematischen Imitatoren feststellen.

Manche verstehen manches nicht. Ich zum Beispiel verstehe nicht, dass
jemand in öffentlichen Vorlesungen daran zweifeln kann, dass das
Unendliche unendlich und damit unzàhlbar ist oder dass Valentina
Tereschkowa die erste Frau war, die leiblich in den Himmel aufgefahren
ist.

Gruß, WM
 

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#1 Ron.H.
21/10/2015 - 21:05 | Warnen spam
Am 21.10.2015 um 19:34 schrieb WM:

Der Sieg Mariens über den Satan wàre kein vollstàndiger gewesen, wenn
sie jemals unter seiner Herrschaft gestanden hàtte. Folglich musste
sie ohne Erbsünde in die Welt eintreten. So wurde auch Maria durch die
Gnade Christi {{durch retrograde Immakulatur}} erlöst, jedoch auf
vollkommenere Weise als die übrigen Menschen. Wàhrend diese von der
vorhandenen Erbsünde befreit werden (redemptio reparativa), wurde
Maria, die Mutter des Erlösers, vor der Behaftung mit der Erbsünde
bewahrt (redemptio praeservativa oder praeredemptio). Das 1851 von
Papst Pius IX. verkündete Dogma der unbefleckten Empfàngnis Mariens
widerspricht darum in keiner Weise dem Dogma von der Allgemeinheit der
Erbsünde und der Erlösungsbedürftigkeit.

{{Das 1950 von Pius XII. verkündete Dogma der leiblichen Aufnahme
Mariens in den Himmel könnte als logische Folgerung aus dem Dogma
ihrer unbefleckten Empfàngnis angesehen (und nach Formalisierung in
ZFC + FOPL maschinell bewiesen) werden, denn}} da Maria frei von der
Sünde war und der Zerfall des Leibes eine Folge der Sünde ist, làsst
sich schließen, dass ihr Leib vom allgemeinen Los der Auflösung
ausgenommen war.

Wenn die Sünde den Zerfall impliziert, so impliziert die Nichtsünde
den Nichtzerfall. Nicole d'Oresme, John Wallis und George Berkeley,
allesamt scharf denkende Kleriker, dürften bei dieser Logik mit
höchster Winkelgeschwindigkeit in ihren Gràbern rotieren. So gesehen,
müssen selbst primitive Pflanzen und Tiere wie Weißkohl und
Kohlweißlinge Erbsünde enthalten, denn sie alle lösen sich auf. Maria
hingegen könnte sich ohne Himmelfahrt nur auf der inzwischen überall
durchforschten und mit Überwachungskameras gespickten Erdoberflàche
aufhalten, was offenbar nicht der Fall ist. Da bleibt freilich nur die
Entrückung.

stupido subito!

Interessant ist eine Begebenheit, die Papst Benedikt XVI, Kardinal Ratzinger
in seinen Memoiren erzàhlt: Gottlieb Söhngen (der ihm das Habilitationsthema gestellt hatte) konnte nachweisen, dass Marias Himmelfahrt in der Literatur bis
500 n. Chr. nirgendwo erwàhnt wird. Und aus einer Distanz von mehr als
500 Jahren kann wohl niemand mehr Neues über einen Menschen, von dem
überhaupt wenig bekannt ist, beitragen. Söhngen, wie übrigens auch
viele seiner Kollegen, sprach sich deswegen vehement gegen das
geplante Dogma aus. Als man ihn aber fragte, ob er aus der Kirche
austreten würde, falls das Dogma verkündet würde, antwortete er nach
kurzem Besinnen: Nein. Dann würde er lediglich anzuerkennen haben,
dass die Heilige Kirche ein höheres Wissen habe als er (und seine
Mitstreiter). Bekanntlich geschah dies.

I will refer to such considerations as professional discipline (or
even coercion). If this is the situation, then the profession will
protect itself from heresies and criticism not by superior reasoning,
but by additional professional discipline in conjunction with
additional casuistry. (Henry Flynt)

Von Ablauf und Disziplin her àhnelt diese Begebenheit ganz der
Entwicklung in ZFC mit Löwenheim-Skolem und Banach-Tarski. Wer
die Geschichte tatsàchlich intensiv studiert, wird weitere
frappierende Ähnlichkeiten im Argumentationsstil von Theologen und
ihren mathematischen Imitatoren feststellen.

Manche verstehen manches nicht. Ich zum Beispiel verstehe nicht, dass
jemand in öffentlichen Vorlesungen daran zweifeln kann, dass das
Unendliche unendlich und damit unzàhlbar ist oder dass Valentina
Tereschkowa die erste Frau war, die leiblich in den Himmel aufgefahren
ist.



Völlig richtig.

Nur ist es auch wichtig, die Unterschiede zwischen dem Unendlichen und
dem Endlichen ausreichend zu kennen, besonders auch, wodurch denn diese
Unterschiede nun real, also in der Natur, definiert sind.

Denn dass das Denken eines Unendlichen nun nix mit Geistigem Vermögen zu
tun hat, sollte mittlerweile klar sein.

Eben hatte ich einen Text hier in d.s.mathematik geschrieben, denn ich
nun auch hier dazu nochmal unten anhànge.


Gruß, WM




Gruß Ron.H.

-
"
Was ist richtig?
A) Der Binàre Baum ist konstruierbar, denn er besteht aus abzàhlbar
vielen Knoten und Kanten.
B) Der Binàre Baum ist nicht konstruierbar, denn er besteht aus
überabzàhlbar vielen Pfaden.
"


Es gibt immer zwei Arten von Konstruktionen, die WM (aber du genauso
wenig) nicht ausreichend unterscheidet, wenn er über den Binàren Baum
(B.B.) schreibt.

Um diese beiden Arten von Konstruktionen zu unterscheiden, muss man
bestimmte Sachverhalte kennen, und zwar als Voraussetzung, um diese
überhaupt voneinander unterscheiden zu KÖNNEN.


1. Ein pur LOGISCHES Konstrukt besitzt keine Realitàt.


2. Dennoch muss es in einer realen Form auftreten, alleine damit es
kommunizierbar ist.


3. Erdenkt man sich ein pur Logisches Konstrukt, dann existiert es
dennoch zugleich immer in einer SYMBOLISCHEN Form, und zwar als neuronal
chemisch-elektrischem Datenstrom.


4. Es muss also zwingend unterschieden werden zwischen dem


a. Logischen Konstrukt, und seiner


b. weltlich energetischen Form,


denn alle neuronalen Konstrukte sind immer energetische Konstrukte,
liegen also vor in einer energetisch-materiellen Form, die aber nicht
mit dem Logischen Konstrukt identisch ist.

Folglich ist es absolut notwendig in der Mathematik, den wirklichen
Unterschied zu kennen zwischen einem Logischen Konstrukt, und seiner

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
weltlichen Symbolisierung durch neuronale Zustànde.
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


5. A) B.B. unterscheidet sich von B) B.B.

nun genau durch die in 4. beschrieben Unterschiede.


Wenn

A) nun das Weltliche Konstrukt sein soll, und

B) das Logische Produkt,

dann gelten für beide elementare unterschiedliche Regeln:


5A. Der binàre Baum (B.B.) soll mit Weltobjekten, also mit Stift,
Bildschirm/Tastatur o.à. konstruiert werden.

Wegen der prinzipiellen Endlichkeit aller REALEN Ressourcen, ist damit
eine solche reale Konstruktion ausgeschlossen, da der B.B. niemals eine
Unendlichkeitseigenschaft erlangen kann, wegen der immer begrenzten
Energie- und Materialressourcen.


5B. Der binàre Baum soll mit nichtweltlichen Funktionen, also mit
Logischen Funktionen, konstruiert werden, weshalb er am Ende nur
theoretisch vorliegen kann.

Um einem nur THEORETISCHEN Produkt eine WAHRE Funktionalitàt zu
verschaffen, muss man die dazu nötigen Logischen Prinzipien kennen, und
genau das ist hier in diesem Forum nicht ausreichend vorhanden, weil
eben nicht unterschieden wird nach diesen ZWEI unterschiedlichen
Konstruktionsprinzipien.

Ein pur theoretischer, also pur LOGISCHER, B.B. kann konstruiert werden
in beliebiger, also auch unendlicher, Größe, Umfang, Verzweigung oder
was auch immer.

Allerdings ist er dann keineswegs real, weil es in der weltlichen
Realitàt solche B.B. nicht geben kann, siehe die Ressourcenbegrenzung in
5A..
Dennoch sind beliebige unendliche B.B. konstruierbar, wobei allerdings
alle Unendlichkeitsformen nur symbolisch dargestellt werden können, da,
wie in 4. beschrieben (siehe den Unterschied zwischen Logischem
Konstrukt und seiner neuronalen Symbolisierung), zwar unendliche B.B.
existieren können, diese aber in ihrer neuronalen Form nur symbolisch
dargestellt werden können wegen der immer begrenzten Energieressourcen.



Wenn das vielleicht etwas klar geworden ist, wird zugleich deutlich,
dass sehr viele Diskussionen hier letztlich sinnlose Diskussion sind, da
sich Anschauungen über Unendlichkeiten gegenüberstehen, die in ihren
Grundlagen überhaupt nicht vernünftig unterschieden sind mangels
ausreichender Grundkenntnisse.



Nun ergibt sich eine weitere Frage, und zwar:

Wie kommen denn nun die Unterschiede zwischen Logischen Konstrukten und
weltlichen Konstrukten zustande, wo also liegt die trennende Funktion
zwischen beiden ?


Durch was wird eine Logische Konstruktion zu einer weltlichen, also
energetisch-materiell realen Konstruktion ?


Was unterscheidet diese beiden Existenzarten von Konstruktionen, denn
beide Arten sind tatsàchlich wahr/real ?


Allerdings liegt die Realitàt der Logischen Konstrukte nicht direkt in
weltlicher Form vor, wàhrend allerdings ALLEN weltlichen Konstrukten die
Logische Konstruktion zugrunde liegt, was auch hier nie ausreichend
bedacht wird.
Nochmal:


!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Alle weltlichen, also energetisch-materiellen, Konstrukte, beruhen auf
einem Logischen Konstrukt.
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Aber:

Wie wird aus einem Logischen Konstrukt ein Weltliches Konstrukt, was
macht den Unterschied aus ?

Welche Funktion trennt beide Konstruktarten voneinander, oder:
Welche Funktion überführt die eine Art in die Andere ?


Wer bis hierhin gefolgt ist, denn allzu schwer ist das nicht, der muss
letztlich eine Antwort zu der letzten Frage finden, um die
angesprochenen Unterschiede zukünftig handhaben zu können.

Wer an der Beantwortung dieser Grundfrage interessiert ist, der frage bitte.

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