Siemens eröffnet zentrales Forschungslabor in China - Investitionen von rund 80 Millionen Euro bis 2010 geplant

13/12/2011 - 18:40 von ThreeTrillionLightyears FromHome | Report spam
Siemens eröffnet zentrales Forschungslabor in China - Investitionen
von rund 80 Millionen Euro bis 2010 geplant
Guido Weber Corporate Communications, Corporate Technology
Siemens AG

30.10.2006 09:50
Siemens Corporate Technology (CT) feiert heute die Einweihung seines
Forschungszentrums "Siemens Corporate Technology China" in Peking.
Rund 80 Millionen Euro will Siemens bis 2010 in die beiden
chinesischen Standorte Peking und Shanghai investieren, an denen über
300 Wissenschaftler an neuen Umwelt-, Energie-, Gesundheits- und
Automatisierungstechnologien forschen sollen.
"Die Volksrepublik China ist eine der wichtigsten Sàulen unseres
Geschàfts im asiatisch-pazifischen Raum und gewinnt im weltweiten
operativen Geschàft zunehmend an Bedeutung" so Prof. Dr. Hermann
Requardt, Mitglied des Zentralvorstandes der Siemens AG und Leiter von
Corporate Technology. "Für die Wahl eines neuen Forschungsstandortes
ist die Nàhe zu unseren Kunden ausschlaggebend - aber auch die Nàhe zu
Produktionsstandorten und herausragenden Universitàten." Mit über
31.000 Mitarbeitern zàhlt Siemens unter den auslàndischen Unternehmen
in China zu den größten Arbeitgebern.
China boomt. Die aufstrebende Wirtschaftsmacht ist für Siemens von
besonderer strategischer Bedeutung. Mit dem neuen Forschungsstandort
in Peking will Siemens seine Pràsenz in der Region erhöhen und
gleichzeitig seine Funktion als Trendsetter bei innovativen
Entwicklungen ausbauen. Siemens Corporate Technology China ist heute
die größte zentrale Forschungsstelle von Siemens im Raum Asien-
Pazifik. 200 hoch qualifizierte Forscher hat das Unternehmen hier
bereits unter Vertrag genommen, bis 2008 sollen es 300 sein. Rund 80
Millionen Euro sollen in den nàchsten Jahren in den Standort
investiert werden.
Der stellvertretende Minister der nationalen Kommission für
Entwicklung und Reformen Zhang Xiao Qiang unterstrich auf der
Einweihungsfeier des Forschungsstandortes Peking das Interesse der
chinesischen Regierung an einer langjàhrigen, für beide Seiten
ertragreichen Zusammenarbeit mit Siemens. Innovationen seien der
Schlüssel für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung Chinas.
Siemens gehöre hier international zu den führenden Unternehmen.

Prof. Dr. Hermann Requardt, Siemens Zentralvorstand und Leiter von
Corporate Technology, betonte die Bedeutung des Standortes innerhalb
des Siemens Forschungsnetzwerks. "Innovationen geschehen nicht
zufàllig. Sie sind das Ergebnis harter Arbeit und müssen gemanaged
werden" so Requardt. "Und dazu gehört ein internationales
Forschungsnetz mit Standorten in allen Wachstumsmàrkten und
technologischen Hot Spots." Auch Dr. Richard Hausmann, Leiter der
Landesgesellschaft Siemens China verwies auf die bedeutende Rolle
Chinas für das weltweite Siemensgeschàft und skizzierte seine Vision
einer zukünftigen Zusammenarbeit von Siemens Corporate Technology
China mit den R&D Einheiten der Siemens Bereiche im Land der Mitte.
Ganz im Sinne einer technologischen Zukunftssicherung für China
wünsche er sich Innovationen, die Chinas Bedürfnissen gerecht werden
und gleichzeitig wertvollen Nutzen für die Bevölkerung des Landes
stiften. "Mit 31.000 Mitarbeitern zàhlen wir zu einem der größten
auslàndischen Arbeitgeber im Land" so Hausmann.

Diese Vorstellung von der Arbeit des neuen Forschungszentrums teilt
auch Reinhold Achatz, Leiter der Technologieabteilungen von Siemens
Corporate Technology. "Wir wollen uns in China speziell auf die
Entwicklung von Technologien und Lösungen konzentrieren, die optimal
auf den chinesischen Markt zugeschnitten sind und zugleich das
Potenzial haben, auch auf dem globalen Markt, erfolgreich zu sein."

Diese Innovationen sollen laut Dr. Arding Hsu, Leiter von Corporate
Technology China ganz einfach SMART sein - Simple, Maintenance
friendly, Affordable, Reliable, Timely to market. "Dies ist unser
primàres Ziel und wir freuen uns auf die damit verbundenen und vor uns
liegenden Herausforderungen."
 

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#1 ThreeTrillionLightyears FromHome
13/12/2011 - 18:47 | Warnen spam
On 13 Dez., 18:40, ThreeTrillionLightyears FromHome
wrote:
Siemens eröffnet zentrales Forschungslabor in China - Investitionen






Hörgenuss hàlt sich in Grenzen
Stadttheater: Johann-Strauß-Operette Wien erzeugt am Silvesterabend
mit der Operette ,,Das Land des Làchelns" keine Champagnerlaune - Viel
Dekor auf der Bühne

Auf den ersten Blick wirkt sie wie ein Stück von vorgestern, die
romantische Operette ,,Das Land des Làchelns", mit der am
Silvesterabend die Johann-Strauß-Operette Wien im ausverkauften
Theater gastierte. Weil sie jedoch wegen ihrer Problematik -
Europàerin liebt Mandarin - Themen wie Integration und binationale
Ehen operettenhaft streift, erscheint uns dieser 1929 in Berlin
uraufgeführte Dreiakter trotz seiner Romantizismen (der erste Akt
spielt in Wien) und seines asiatischen Flairs (der zweite Akt spielt
in China) brandaktuell.
Doch damals, zur Zeit der Entstehung dieser berühmten Lehár-Operette,
sahen Komponist und Texter (Victor Léon, Ludwig Herzer und Fritz
Löhner) auf China, ,,das Land des Làchelns", noch mit dem
überheblichen Blick aus der Kolonialzeit. Exotik war gerade ,,in", das
Interesse an Japan und China galt seinerzeit als ,,en vogue". Die
naturverbundene Ornamentik des Orients mündete in den europàischen
Jugendstil , und auch Puccini mit seiner Oper ,,Turandot" (mit dem
Ohrwurm ,,Nessun dorma") thematisierte den damaligen Asien-Kult. Ende
1929 war Franz Lehár der meistgespielte Komponist in Berlin.
Mit viel Dekor und amüsantem Stilmix (Bühnenbild: Norbert Art-Uro)
greift die Johann-Strauß-Operette Wien tief in die bunte und exotische
Kunsthandwerkskiste und làsst anfangs - Wien bleibt Wien - rustikalen
Gutherren-Charme aufblitzen und im zweiten, chinesischen Akt rote
Drachen gefàhrlich auf der chinesischen Palasttür die Zàhne blecken.
Auf leisen Sohlen wird viel getrippelt, düstere Krieger treten auf,
chinesische Garten-Laternen, reizvolle Rollbilder und niedliche
Bonsaibàumchen gibt es zuhauf.
Im ersten Akt umwerben bei einem Fest auf dem Landgut des Grafen
Lichtenfels stramme Militàrs die schönen jungen Damen und schlagen
dabei die Hacken zusammen. Bei Lisa, der Tochter des Grafen, haben sie
freilich keine Chancen. Denn Lisa ist verbandelt mit dem chinesischen
Prinzen Sou Chong, der jedoch plötzlich nach Hause und die Regierung
übernehmen muss. Flugs heiratet der verliebte Prinz seine Lisa, doch
die leidet im China-Palais schon bald unter einem Kulturschock, weil
sie sich keiner der Traditionen unterwerfen und als selbstbewusste,
westliche Frau keine Sklavin sein will. Sou Chong hàlt die
Landestradition dagegen, muss jedoch erkennen, dass er in deren Netzen
auch nur ein Gefangener ist: Uralten Gesetzen zufolge kann er nur
Chinesinnen ehelichen - die Heirat mit einer Auslànderin ist nicht
zulàssig.
Wie stets in der Operette findet sich auch in diesem tragischen
Konflikt eine einfache Lösung: Auf der Bildflàche erscheint als
rettender Engel jetzt Leutnant Gustl, der sich aus Liebe zu Lisa
mittlerweile als österreichischer Attaché von Wien nach China
versetzen ließ. Er nimmt die weinende Lisa wieder mit in die Heimat.
Zurück bleiben am Ende etliche gebrochene Herzen, auch das von Sou
Chongs liebreizender Schwester Mi, die bereits ausbüchste und zum
Entsetzen des Traditionalisten leichtgeschürzt den Tennisschlàger
schwang.
Unverhohlen führt diese Operette, obwohl mit viel Lokalkolorit,
fernöstlichem Beiwerk und vielen fernöstlichen Klangfarben
ausgestattet, ein China-Bild aus europàischem Blickwinkel vor. Doch
weil das ,,Das Land des Làchelns" zahlreiche Lehár-Ohrwürmer enthàlt
(,,Immer nur làcheln", ,,Dein ist mein ganzes Herz"), die an diesem
Silvesterabend das Publikum meist mitsummte, wurde diese Operette,
nicht zuletzt wegen des legendàren Tenors Richard Tauber und spàterhin
Rudolf Schock in der Prinzenrolle , ein Welterfolg.
Der Hörgenuss dieses Gastspiels hielt sich indessen in Grenzen. Zwar
erwies sich das von Uwe Cernajsek geleitete Orchester als zuverlàssig
und sattelfest und auch die Frauenstimmen (Lisa: Eva Saly, Mi: Anita
Tauber) waren bis in die Spitzentöne zumeist akzeptabel, doch Attila
Boros in der Rolle des Sou Chong spielt nicht nur seltsam steif,
sondern ist schon jetzt, am Beginn einer bis Februar angesetzten
Deutschland-Tournee, stimmlich überfordert. Man begriff bald, weshalb
er anfangs hàufig in die Kulisse sang. Einen Tauber-Tenor gibt es
nicht in dieser Produktion, die Regisseur Wolfgang Dosch zwar
handwerklich überzeugend in Szene setzt, aber damit keine
Champagnerlaune erzeugt.

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