Sigma BC1200 im Starkregen abgesoffen

21/09/2014 - 18:43 von Stephan Gerlach | Report spam
Mein Fahrradtacho Sigma BC1200
<http://static1.sfd.pl/1/images2003/...39.jpg> ist mir wohl im
Regen abgesoffen.

Genauer: Am Freitag (19.9.) abends war ich für 3(!) Minuten mit dem
Fahrrad und mit montiertem besagtem Tacho bei extremem Starkregen
unterwegs. Es war ungefàhr so, als würde man permament mit Dreckwasser
aus Eimern übergossen.
Danach - wieder im Trockenen - zeigte das Display des Tachos noch Daten an.

Am Sonnabend (20.9.) vormittags zeigte er immer noch Daten an, jedoch
leicht verblaßt, und er reagierte etwas tràge auf Tastendruck.
Am Sonnabend nachmittags fuhr ich ca. 2 Stunden; dabei war der Tacho
keinem Regen ausgesetzt, jedoch witterungsbedingt vermutlich erhöhter
Luftfeuchtigkeit. Wàhrend der Fahrt war die Anzeige immer noch leicht
verblaßt. Ich meine, leichtes Kondenswasser an der Display-Innenseite
gesehen zu haben. Am Sonnabend spàt abends war die Anzeige ganz schwach.

Heute, am Sonntag (21.9.) morgens war überhaupt keine Anzeige mehr zu
sehen. Ich habe die Batterie rausgenommen und durch eine neue ersetzt.
Resultat: Ganz schwache Anzeige. Daraufhin habe ich die neue Batterie,
welche ungefàhr für 1 Minute drin war, rausgenommen. Ich habe versucht,
den Tacho für ca. 1 Minute mit einem (Haar-)Fön zu trocknen.
Dann habe ich den Tacho mit einem trockenen Lappen innen an den
(wenigen) zugànglichen Stellen versucht, etwas auszuwischen, wobei er
optisch bereits trocken erschien.
Danach habe ich den mit Tacho dem Display nach unten und geöffnetem
Batteriefach-Deckel ca. 3 Stunden "zum Trocknen" hingelegt (nicht auf
die Heizung, einfach auf den Tisch).
Eine erneute Prüfung mit der neuen Batterie ergab nun gar keine Anzeige
mehr.

1.) Was könnte die Ursache sein, daß der Tacho - trotz neuer Batterie -
nicht funktioniert? Habe ich die neue Batterie innerhalb der 1-minütigen
Testphase komplett aufgebraucht? Habe ich beim Auswischen Leiterbahnen
oder Lötstellen beschàdigt (sieht eher nicht danach aus)? Ist der EEPROM
(falls der Tacho sowas hat) gelöscht? Sind irgendwelche Salze mitsamt
dem Wasser eingedrungen, die auch im getrockneten Zustand einen
permanenten Kurzschluß verursachen? Habe ich durch das Fönen
Leiterbahnen geschmolzen oder Halbleiter-Bauelemente zerstört?

Rein physikalisch gesehen brauche ich für den Stromfluß lediglich eine
Spannungsquelle und einen geschlossenen Stromkreis. Beides ist meiner
Ansicht nach vorhanden:

Spannungsquelle = neue Batterie
Stromkreis = ein "baulich vorgesehener" Stromkreis innerhalb des Tachos

Der Stromkreis sollte, wenn(?!) kein Wasser mehr drin ist, auch nicht
aus einem Kurzschluß bestehen.
Physikalisch erschließt sich mir das Nicht-Funktionieren nicht ganz; es
sei denn, es hat unmittelbar mit dem Display zu tun - ich bin kein
Experte auf diesem Gebiet.

2.) Gibt es irgendeine Chance, das Ding wieder zum Laufen zu bringen?
Wie gesagt - gefönt habe ich schon, und auf den ersten Blick sieht er
trocken aus.
Auseinanderbauen geht schlecht; dazu müßte ich vermutlich das Gehàuse
zerstören.



Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.


gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...
(...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)
 

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#1 Joerg
21/09/2014 - 18:54 | Warnen spam
Stephan Gerlach wrote:
Mein Fahrradtacho Sigma BC1200
<http://static1.sfd.pl/1/images2003/...39.jpg> ist mir wohl im
Regen abgesoffen.

Genauer: Am Freitag (19.9.) abends war ich für 3(!) Minuten mit dem
Fahrrad und mit montiertem besagtem Tacho bei extremem Starkregen
unterwegs. Es war ungefàhr so, als würde man permament mit Dreckwasser
aus Eimern übergossen.
Danach - wieder im Trockenen - zeigte das Display des Tachos noch Daten an.

Am Sonnabend (20.9.) vormittags zeigte er immer noch Daten an, jedoch
leicht verblaßt, und er reagierte etwas tràge auf Tastendruck.
Am Sonnabend nachmittags fuhr ich ca. 2 Stunden; dabei war der Tacho
keinem Regen ausgesetzt, jedoch witterungsbedingt vermutlich erhöhter
Luftfeuchtigkeit. Wàhrend der Fahrt war die Anzeige immer noch leicht
verblaßt. Ich meine, leichtes Kondenswasser an der Display-Innenseite
gesehen zu haben. Am Sonnabend spàt abends war die Anzeige ganz schwach.

Heute, am Sonntag (21.9.) morgens war überhaupt keine Anzeige mehr zu
sehen. Ich habe die Batterie rausgenommen und durch eine neue ersetzt.
Resultat: Ganz schwache Anzeige.




Wichtiges Detail: Zeigte sie korrekte Daten an, z.B. Uhrzeit und
Kilometerstand und reagierte auf Durchdrehen des Vorderrades?


... Daraufhin habe ich die neue Batterie,
welche ungefàhr für 1 Minute drin war, rausgenommen. Ich habe versucht,
den Tacho für ca. 1 Minute mit einem (Haar-)Fön zu trocknen.
Dann habe ich den Tacho mit einem trockenen Lappen innen an den
(wenigen) zugànglichen Stellen versucht, etwas auszuwischen, wobei er
optisch bereits trocken erschien.
Danach habe ich den mit Tacho dem Display nach unten und geöffnetem
Batteriefach-Deckel ca. 3 Stunden "zum Trocknen" hingelegt (nicht auf
die Heizung, einfach auf den Tisch).
Eine erneute Prüfung mit der neuen Batterie ergab nun gar keine Anzeige
mehr.

1.) Was könnte die Ursache sein, daß der Tacho - trotz neuer Batterie -
nicht funktioniert? Habe ich die neue Batterie innerhalb der 1-minütigen
Testphase komplett aufgebraucht? Habe ich beim Auswischen Leiterbahnen
oder Lötstellen beschàdigt (sieht eher nicht danach aus)? Ist der EEPROM
(falls der Tacho sowas hat) gelöscht? Sind irgendwelche Salze mitsamt
dem Wasser eingedrungen, die auch im getrockneten Zustand einen
permanenten Kurzschluß verursachen? Habe ich durch das Fönen
Leiterbahnen geschmolzen oder Halbleiter-Bauelemente zerstört?

Rein physikalisch gesehen brauche ich für den Stromfluß lediglich eine
Spannungsquelle und einen geschlossenen Stromkreis. Beides ist meiner
Ansicht nach vorhanden:

Spannungsquelle = neue Batterie
Stromkreis = ein "baulich vorgesehener" Stromkreis innerhalb des Tachos

Der Stromkreis sollte, wenn(?!) kein Wasser mehr drin ist, auch nicht
aus einem Kurzschluß bestehen.
Physikalisch erschließt sich mir das Nicht-Funktionieren nicht ganz; es
sei denn, es hat unmittelbar mit dem Display zu tun - ich bin kein
Experte auf diesem Gebiet.

2.) Gibt es irgendeine Chance, das Ding wieder zum Laufen zu bringen?
Wie gesagt - gefönt habe ich schon, und auf den ersten Blick sieht er
trocken aus.




Regen ist fast nirgends wirklich pures destilliertes Wasser. Wenn obige
Punkte alle bejaht werden koennen, das Herz der Schaltung also noch
laeuft, dann muss das LCD raus. Sind meist Leitgummis drunter, um die
Segmente mit der Platine zu verbunden. Das muss alles saubergemaht
werden, aber sanft, damit man keine Kohlefaser wegrubbelt.


Auseinanderbauen geht schlecht; dazu müßte ich vermutlich das Gehàuse
zerstören.




Das muss man dann leider. Sonst wuerde ich einen neuen kaufen. Allzu
teuer sind sie ja nicht. Fuer den bedrahteten Bell 100 habe ich $12 plus
Tax geloehnt, fuer den drahtlosen Cateye Padrone am MTB $55.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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