Single Server/HA: Gibt's da wirklich nix dazwischen?! (cold standby)

20/05/2013 - 21:16 von Peter Mairhofer | Report spam
Hi,

Ich habe derzeit virtuelle Maschinen mit OpenVZ am laufen und dabei
folgendes Szenario: Zwei (idente) Hardware Server; der erste ist
Hauptserver und laeuft 24x7, der zweite Backupserver. Einmal
woechentlich werden alle VMs und Daten per rsync auf den Backupserver
kopiert. Er laeuft nur waehrend des Backups und ggf. manuellen Wartungen
etc. (Stromkosten).

Faellt der Hauptserver komplett aus, starte ich *manuell* den
Backupserver mit allen VMs. (Anm: Die Daten selbst werden zusaetzlich
taegl. separat gesichert. Es geht bei dem Konzept darum, moeglichst
rasch einen Ersatz bei Hardwareausfall wie MB, RAM, CPU, Netzteil etc.
zu haben).

Bei Wartungen am Hauptserver benutze ich vzmigrate und verschiebe die
wichtigsten VMs temporaer auf den Backupserver. vzmigrate machst zuerst
ein rsync, friert dann den Container ein, macht ein weiteres rsync (das
sehr schnell geht), kopiert den State der VM auf den Backupserver und
startet die VM dort wieder.

Das ist fuer mich ein perfekter Kompromiss zwischen single-Server und HA.

Das gleiche suche ich nun fuer Xen oder KVM. Kann es wirklich sein dass
sich hier kein vergleichbares Szenario einrichten lasst?!

Konkret suche ich dabei eine Moeglichkeit, die LVM Blockdevices
woechentlich auf den Backupserver zu sichern, ohne dabei immer die
gesamten VMs kopieren zu muessen.

Weiters wuerde ich /srv, /data, /home, /var jeweils per NFS (o.ae.)
einbinden. Nun sollte es die Moeglichkeit geben, den NFS Server mittels
eines "handovers" transparent (aber manuell) auf den Backupserver zu
verschieben (z.B. aehnlich wie oben beschrieben, mit zwei rsnync
Durchlaeufen; allerdings separat pro export).

Wichtig: Kein HA Requirement: Kurze Downtimes sind verkraftbar, das
ganze soll nur manuell angestossen werden. Wenn moeglich sollten die VMs
aber nicht heruntergefahren werden muessen.

Was ich gefunden habe:

- drbd: Ist offenbar nur fuer HA ausgelegt. Fuer ein "Cold Standby"
Szenario wie beschrieben muessten immer alle Daten neu kopiert werden?
(wie bei einem RAID Rebuild)

- lvmsync: Netter Anfang, loest aber nur das Problem mit der schnellen
Migration, nicht das woechentliche, inkrementelle Backup?

- zfsonlinux: zfs send | ssh backupserver ... Woow, cool! Aber erstens
bin ich mir nicht sicher ob ich mich bei einem Linuxsystem komplett auf
ZFS verlassen will. Zweitens frisst mir ZFS bloss meinen wertvollen RAM
weg. Und btrfs (boete aehnliche Funktionen?) ist noch nicht stable.

- iSCSI & Co laesst wiederum keine Migrationen zu


LG,
Peter
 

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#1 Ole Jansen
21/05/2013 - 09:17 | Warnen spam
Am 20.05.2013 21:16, schrieb Peter Mairhofer:
Hi,

Ich habe derzeit virtuelle Maschinen mit OpenVZ am laufen und dabei
folgendes Szenario: Zwei (idente) Hardware Server; der erste ist
Hauptserver und laeuft 24x7, der zweite Backupserver. Einmal
woechentlich werden alle VMs und Daten per rsync auf den Backupserver
kopiert. Er laeuft nur waehrend des Backups und ggf. manuellen Wartungen
etc. (Stromkosten).



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O.J.

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