Sinnvolle Nutzung von Activities in KDE4?

15/10/2010 - 09:34 von Rainer Krienke | Report spam
Hallo,

ich verwende KDE4 nun schon einen ganze Weile (seit 4.3.x) und habe auch
mal mit Aktivitàten herumgespielt. Bisher habe ich mir aber noch keine
wirklich Sinnvolle Nutzung dafür ausdenken können.

Gedacht sind Aktivitàten soweit ich das verstehe doch so, das man eine
Aktivitàt mit Plasmoids so ausstattet, das damit eine bestimmte Arbeit
(Aufgabe) leicht zu lösen ist.

Wenn ich diesen Gedanken verfolge, kommen mir aber immer wider ein paar
Dinge in die Quere:

- Beim Umschalten von z.B. der Default-Aktivitàt also meinem Default Desktop
zu einer anderen Aktivitàt bleiben die Fenster unveràndert, d.h. sie können
nicht automatisch selektiv minimiert werden, damit ich an die Plasmoids
herankommen, die ich in der Aktivitàt zur Lösung meiner Aufgabe angeordnet
habe.

- Der Funktionsumfang der Plasmoids ist sehr beschrànkt, sprich ich kann
nicht alles damit machen und damit brauche ich also doch wieder zusàtzlich
auch normale Anwendungen um die meisten denkbaren Aufgaben zu lösen. Diese
überlagen aber die Plasmoids.

- Warum also sollte ich nicht einfach eine normale Arbeitsflàche für die
Lösung einer Aufgabe mit Anwendungen dazu füllen anstelle Plasmoids zu
verwenden? Die Frage ist also warum Aktivitàten nehmen und nicht
Arbeitsflàchen? Man hàtte es ja auch so designen können, das ich je
Arbeitsflàche einen bestimmten Satz an Pasmoids anordnen kann, die nur auf
dieser Arbeitsflàche sichtbar sind und zusammen mit den Anwendungsgfenstern,
die auf dieser Arbeitsflàche liegen zur Lösung einer bestimmten Aufgabe
dienen. Das hàtte ich noch als sinnvoll empfunden. Dieser Ansatz hàtte auch
das zusàtzliche Konzept von Aktivitàten ganz vermieden, das ich gerade für
Einsteier als recht verwirrend empfinde.

- Wechselt man zwischen Aktivitàten, so merkt sich die Aktivitàt nicht
welche Anwendungsfenster in dieser Aktivitàt minimiert sind und welche
nicht. Ein Fenster ist also immer entweder in allen Aktivitàten minimiert
oder sichtbar. Dadurch kann ich garnicht eine Aktivitàt sinnvoll mit
Plasmoids einrichten weil die Fenster der Anwendungen immer über den
Plasmoids liegen oder aber auf meinem normalen Desktop minimiert sind und
ich die Fenster immer hin und herschalten muß.


Hat jemand eine Idee bei der Aktivitàten wirklich mehr Sinn machen als
Arbeitsflàchen in Nutzung? Würde mich wirklich interessieren, weil mir noch
jede Idee fehlt, die eine Sinvolle Anwendung für Aktivitàten darstellen
könnte.

Viele Grüße
Rainer
 

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#1 Christine Bona
15/10/2010 - 11:08 | Warnen spam
Rainer Krienke schrieb am Freitag, 15. Oktober 2010 09:34:


ich verwende KDE4 nun schon einen ganze Weile (seit 4.3.x) und habe auch
mal mit Aktivitàten herumgespielt. Bisher habe ich mir aber noch keine
wirklich Sinnvolle Nutzung dafür ausdenken können.



Wer es nicht braucht und will, sollte es einfach nicht nutzen.

Gedacht sind Aktivitàten soweit ich das verstehe doch so, das man eine
Aktivitàt mit Plasmoids so ausstattet, das damit eine bestimmte Arbeit
(Aufgabe) leicht zu lösen ist.



Ja, das sehe ich auch so.

Wenn ich diesen Gedanken verfolge, kommen mir aber immer wider ein paar
Dinge in die Quere:

- Beim Umschalten von z.B. der Default-Aktivitàt also meinem Default Desktop
zu einer anderen Aktivitàt bleiben die Fenster unveràndert,



Nein, nicht unbedingt. Man kann Fenster einer bestimmten (oder auch mehreren,
oder allen) Aktivitàt(en) zuordnen, also z. B. bestimmen, dass Kontact mit der
Aktivitàt "Büro" verknüpft ist. Dann siehst du das Kontact-Fenster auf anderen
Aktivitàten nicht.
Einstellen kannst du das über die Fenster-Titelleiste, dort, wo du auch
festlegen kannst, auf welcher Arbeitsflàche/welchem Desktop ein Fenster
erscheinen soll.

d.h. sie können
nicht automatisch selektiv minimiert werden,



minimiert wohl nicht, aber wie gesagt, du kannst festlegen, wo sie überhaupt
erscheinen. Das geht zumindest mit meiner KDE4-Version.

damit ich an die Plasmoids
herankommen, die ich in der Aktivitàt zur Lösung meiner Aufgabe angeordnet
habe.



Zum *schnellen* Anzeigen der Plasmoids - egal ob Fenster geöffnet oder auch
maximiert sind - gibt es Strg+F12. Damit "legt" sich das sog. Dashboard über
den Desktop, auf dem du nun ganz freien Zugang zu deinen Plasmoids hast. Die
Fenster bleiben geöffnet im Hintergrund und stören überhaupt nicht. Auf dem
Dashboard kannst du z.B. die Plasmoids sehen oder auch Eingaben in sie machen
etc.
Das ist also so, als hàttest du alle Fenster minimiert.


- Der Funktionsumfang der Plasmoids ist sehr beschrànkt,



Das sind doch auch nur kleine Helfer, die nicht dazu gedacht sind,
umfangreiche Programme zu ersetzen.

sprich ich kann nicht alles damit machen



Nein, natürlich nicht.

und damit brauche ich also doch wieder zusàtzlich
auch normale Anwendungen um die meisten denkbaren Aufgaben zu lösen.



Ja, sicher.

Diese überlagen aber die Plasmoids.



Siehe oben Strg+F12 plus Zuordnung zu Aktivitàten.


- Warum also sollte ich nicht einfach eine normale Arbeitsflàche für die
Lösung einer Aufgabe mit Anwendungen dazu füllen anstelle Plasmoids zu
verwenden?



Wie gesagt: Plasmoids ersetzen doch keine großen Anwendungen.

Die Frage ist also warum Aktivitàten nehmen und nicht
Arbeitsflàchen?



Du kannst beides haben, wenn du willst.

Man hàtte es ja auch so designen können, das ich je
Arbeitsflàche einen bestimmten Satz an Pasmoids anordnen kann, die nur auf
dieser Arbeitsflàche sichtbar sind und zusammen mit den Anwendungsgfenstern,
die auf dieser Arbeitsflàche liegen zur Lösung einer bestimmten Aufgabe
dienen.



Auch das ist möglich. Man kann Desktops (nach alten Sprachgebrauch) mit
Aktivitàten verknüpfen. Dann hast du beim Wechsel der Arbeitsflàche/des
Desktops gleichzeitig einen Aktivitàtenwechsel und siehst also andere
Plasmoids auf deinem Hintergrund. Die Einstellung dafür kannst du irgendwo in
den Systemsettings vornehmen (weiß gerade die Stelle nicht).
Deine Idee ist also bereits realisiert.

Das hàtte ich noch als sinnvoll empfunden. Dieser Ansatz hàtte auch
das zusàtzliche Konzept von Aktivitàten ganz vermieden, das ich gerade für
Einsteier als recht verwirrend empfinde.



Nö. Das hàtte das nicht ganz vermieden, s.o.
Ein Einsteiger oder auch jeder andere muss doch aber das alles gar nicht
nutzen.
Man kann doch einen "Desktop nach alter Sitte" ebenso einrichten.


- Wechselt man zwischen Aktivitàten, so merkt sich die Aktivitàt nicht
welche Anwendungsfenster in dieser Aktivitàt minimiert sind und welche
nicht.



Es merkt sich die Zuordnung des Fensters zur Aktivitàt, s.o.
Und dabei auch die Position, die du ihm verpasst hast, also z.B.
Maximierung/Minimierung.

Ein Fenster ist also immer entweder in allen Aktivitàten minimiert
oder sichtbar.



Nein.



Gruß, Christine
BS: "openSUSE 11.2 (i586)"
Kernel: 2.6.31.14-0.1-desktop
KDE: 4.5.2 (KDE 4.5.2) "release 9"

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