SMD: Welche Lötpaste zum Applizieren von Hand

13/12/2007 - 23:26 von Paul Rosen | Report spam
Hallo Gruppe,

im Rahmen meiner Bemühungen, SMD Versuchsschaltungen ohne Abwarten
einer Bearbeitungszeit selbst herstellen zu können, hat sich meine
Ausrüstung zur Platinenherstellung als geeeignet erwiesen, auch noch
0,4er Pitch für Quadflats auflösen zu können. Unter dem Mikroskop
betrachtet sind die Pad-Rànder verglichen mit professionell
hergestellten Platinen zwar wellig, aber für Versuchszwecke und
einfache Prototypen wàre das ausreichend.

Jetzt geht es darum, diese Platinen auch löten zu können. Ein
Stereomikroskop steht für Bestückungsarbeiten zur Verfügung. Jetzt
habe ich die Möglichkeit, einen gebrauchten Infrarot Durchlaufofen
günstig erstehen zu können. Ich habe eine Lötpaste in Hànden, die
allerdings für Siebdruck gedacht und wohl deswegen sehr faserig ist.
Mit einer Spritze wàre diese keineswegs zu handeln. Außerdem ist sie
nur wenige Monate haltbar. Ob sich das allerdings nur auf die
Siebdruckfàhigkeit, sondern auch auf die Lötfàhigkeit bezieht, weiß
ich nicht. Weiß vielleicht jemand mehr dazu? Welche Paste wàre denn
zum Applizieren von Hand geeignet und wo kann man diese erstehen? Wie
sieht es mit der Haltbarkeit aus? Gàbe es so etwas auch noch in
bleihaltig, was ja im Blick auf noch expirimentelles Herumlöten
sinnvoll wàre?

Wie komme ich an besonders leicht laufende kleinvolumige Spritzen und
passende Applikationskanülen, mit denen man entsprechend kleine Mengen
applizieren kann? Einmalspritzen arbeiten bei den benötigten Mengen
und zàhflüssigen Massen doch etwas ruckartig. Weder eine Apotheke noch
ein Zahnarzt konnten mir bei der Beschaffung behilflich sein.
 

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#1 MaWin
14/12/2007 - 00:15 | Warnen spam
"Paul Rosen" schrieb im Newsbeitrag
news:

Mit einer Spritze wàre diese keineswegs zu handeln. Außerdem ist sie
nur wenige Monate haltbar.



Das ist normal, Loetpaste nur mit Schablode (kein Siebdruck), und nur
wenn man sie in wenigen Monaten aufbrauchen kann.
Bleifrei macht die Sache noch lustiger, kann man aber fuer Privatgebrauch
auch drauf verzichten, allerdings, gerade privat ist einem die Gesundheit
vielleicht wichtig (denn bei der Verarbeitung gehts ums Blei, weniger wenn
das Geraet erst mal beim Kunden steht).

Wie komme ich an besonders leicht laufende kleinvolumige Spritzen und
passende Applikationskanülen



Gar nicht. Dispenser sind zu teuer. So ist meine bisherige Erfahrung.

Ich gehe den umgekehrten Weg: Pins/Pads in Loetpaste stippen und nach
Augenschein begutachten, dann das Bauteil auf die (HAL-verzinnte) Platine
setzen. Aber SMD wird auch nur verbaut, wenn noetig.
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
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