Software-Raid 1: Spieglung bleibt stecken, Rechner reagiert nur mit Verzögerung

01/05/2008 - 13:52 von Jens Meißner | Report spam
This is an OpenPGP/MIME signed message (RFC 2440 and 3156)

Hallo,

ich habe unter Debian mit Hilfe von mdadm ein Software-Raid 1
(Mirroring) mit einer Fehlplatte angelegt, dann /dev/md0 formatiert und
die Daten rüber kopiert. Anschließend den Kernel neugebaut und dabei
Raid fest einkompiliert und zum Schluss den Boot-Manager so
eingerichtet, dass er von dem Raid bootet. Anschließend habe ich den
Rechner neugestartet, er bootet auch von dem Raid.

Jetzt, brauche ich die Ursprungspartition /dev/hda3 nicht mehr, und kann
die Fehlplatte mit dieser ersetzen.

mdadm --manage /dev/md0 --add /dev/hda


Ab jetzt ist der Rechner kaum noch bedienbar, wenn ein Befehl eingegeben
wird, dauert es bis zu fünf Minuten, bis er darauf reagiert.
Ein cat /proc/mdstat gibt folgendes aus:

Personalities: [raidl]
md0 : active raidl hda3[2] hdb3[1]
28888576 blocks [2/1] [_U]
[>...] recovery = 0.1% (34432/28888576) finish 3498.7min speed=137K/sec
unused devices: <none>



Die Zeit und der Fortschritt geht mal hoch und mal runter, der
Fortschritt kommt aber nicht über 34496 hinaus, auch wenn ich es die
gesamte Nacht durchlaufen lasse.

mdadm --detail /dev/md0 sagt:

[...]
State: active, degraded, recovering
[...]
Rebuild Status: 0% complete
[...]
Number Major Minor RaidDevice State
2 3 3 0 sparse rebuilding /dev/hda3
1 3 67 1 active sync /dev/hdb3



Und, wie schon gesagt, der Rechner reagiert ganz schlecht auf Befehle.
Der ssh-Login braucht Ewigkeiten.

Kann mir jemand sagen, was hier nicht in Ordnung ist und wie ich das
Raid dennoch in Gang bekomme?

Vielen Dank schon mal im Voraus

Jens




 

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#1 L. Kliemann
01/05/2008 - 14:43 | Warnen spam
* Jens Meißner :

ich habe unter Debian mit Hilfe von mdadm ein Software-Raid 1
(Mirroring) mit einer Fehlplatte angelegt, dann /dev/md0 formatiert und
die Daten rüber kopiert. Anschließend den Kernel neugebaut und dabei
Raid fest einkompiliert und zum Schluss den Boot-Manager so
eingerichtet, dass er von dem Raid bootet. Anschließend habe ich den
Rechner neugestartet, er bootet auch von dem Raid.

Jetzt, brauche ich die Ursprungspartition /dev/hda3 nicht mehr, und kann
die Fehlplatte mit dieser ersetzen.
mdadm --manage /dev/md0 --add /dev/hda


Ab jetzt ist der Rechner kaum noch bedienbar, wenn ein Befehl eingegeben
wird, dauert es bis zu fünf Minuten, bis er darauf reagiert.



Vielleicht hilft dir:
http://groups.google.de/group/de.co...23d9fe3e41 ff.

Um die Pointe vorwegzunehmen: das war wohl ein Kernel-Problem, daher könntest
du erstmal schauen, ob du vielleicht einen betroffenen Kernel verwendest.

Als Workaround, auch mit altem Kernel, habe ich damals folgendes
herausgefunden:

echo 50000 > /proc/sys/dev/raid/speed_limit_max


Lasse

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