Software-RAID auf modernen Systemen

28/06/2008 - 12:39 von Marc Haber | Report spam
Hallo,

ich komme gerade nach einigen Jahren der Abstinenz wieder in die
Verlegenheit, ein Software-RAID1 aus zwei Platten bauen zu müssen. Ich
hab damals gerade noch den Wechsel von den raidtools zu mdadm
mitgemacht und frage mich, ob das immer noch die Methode der Wahl ist.

Im Debian-Repository finde ich eine dmraid-Package, was ich sexy finde
da auf dem System sowieso ein LVM installiert wird und mir der
Linux-LVM extrem gut gefàllt. Funktioniert das halbwegs stabil, oder
raide ich mir am besten die physikalischen Partitionen zusammen um
darauf dann die PVs für den LVM anzulegen?

Wie sind die Vor- und Nachteile zwischen den beiden Methoden?

Grüße
Marc

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#1 Sven Hartge
28/06/2008 - 14:39 | Warnen spam
Marc Haber <mh+ wrote:> Hallo,

ich komme gerade nach einigen Jahren der Abstinenz wieder in die
Verlegenheit, ein Software-RAID1 aus zwei Platten bauen zu müssen. Ich
hab damals gerade noch den Wechsel von den raidtools zu mdadm
mitgemacht und frage mich, ob das immer noch die Methode der Wahl ist.



mdadm, ja.

Im Debian-Repository finde ich eine dmraid-Package, was ich sexy finde
da auf dem System sowieso ein LVM installiert wird und mir der
Linux-LVM extrem gut gefàllt. Funktioniert das halbwegs stabil, oder
raide ich mir am besten die physikalischen Partitionen zusammen um
darauf dann die PVs für den LVM anzulegen?



Ähem:

,-
| dmraid discovers, activates, deactivates and displays properties
| of software RAID sets (eg, ATARAID) and contained DOS partitions.
|
| dmraid uses the Linux device-mapper to create devices with respective
| mappings for the ATARAID sets discovered.
|
| The following formats are supported:
| Highpoint HPT37X/HPT45X
| Intel Software RAID
| LSI Logic MegaRAID
| NVidia NForce RAID (nvraid)
| Promise FastTrack
| Silicon Image(tm) Medley(tm)
| VIA Software RAID
|
| Please read the documentation in /usr/share/doc/dmraid BEFORE attempting
| any use of this software. Improper use can cause data loss!
`-

Das sind eise Pseudo-RAID-Controller. Ich würde darauf verzichten und
klassisches SoftRAID aus dem Kernel benutzen. Geschwindigkeit ist meiner
Erfahrung und Messung nach identisch.

Mein System-Setup sieht meist so aus:

,-
| Disk /dev/hda: 9733 cylinders, 255 heads, 63 sectors/track
| Units = cylinders of 8225280 bytes, blocks of 1024 bytes, counting from 0
|
| Device Boot Start End #cyls #blocks Id System
| /dev/hda1 * 0+ 248 249- 2000061 fd Linux raid autodetect
| /dev/hda2 249 372 124 996030 82 Linux swap / Solaris
| /dev/hda3 373 9732 9360 75184200 fd Linux raid autodetect
| /dev/hda4 0 - 0 0 0 Empty
|
| Disk /dev/hde: 9733 cylinders, 255 heads, 63 sectors/track
| Units = cylinders of 8225280 bytes, blocks of 1024 bytes, counting from 0
|
| Device Boot Start End #cyls #blocks Id System
| /dev/hde1 * 0+ 248 249- 2000061 fd Linux raid autodetect
| /dev/hde2 249 372 124 996030 82 Linux swap / Solaris
| /dev/hde3 373 9732 9360 75184200 fd Linux raid autodetect
| /dev/hde4 0 - 0 0 0 Empty
`-

,-
| Personalities : [raid1]
| md1 : active raid1 hde3[1] hda3[0]
| 75184128 blocks [2/2] [UU]
|
| md0 : active raid1 hde1[1] hda1[0]
| 1999936 blocks [2/2] [UU]
`-

,-
| ds9:/root # pvscan
| PV /dev/md1 VG vg01 lvm1 [71.66 GB / 192.00 MB free]
| Total: 1 [71.66 GB] / in use: 1 [71.66 GB] / in no VG: 0 [0 ]
`-

/dev/md0 ist dann für /
/dev/md1 für LVM



Sven Hartge -- professioneller Unix-Geek
Meine Gedanken im Netz: http://www.svenhartge.de/

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