Software-RAID oder was anderes mag mich nicht :-(

12/12/2014 - 21:27 von Bernd Hohmann | Report spam
Problem ist, dass ein frisch aufgesetzter Rechner nach der Installation
durchs BIOS geht um dann +5min mit blinkendem Cursor links oben stecken
zu bleiben.

Der Rechner hat 3x 1,5 TB (/dev/sda, /dev/sdb, /dev/sdc) und eine 30 GB
SSD (/dev/ssd)

sda/sdb/sdc sind logische partitionen und stecken in einem RAID-5. Die
SSD hat 2GB primary /boot und 30GB logical swap (ist nur für die
Memoryleaks)

Grub wurde nach /dev/sda geschrieben (müsste der nicht nach /dev/sdd ?)
und nach dem Reboot lief die Kiste durchs BIOS um dann mit einem
blinkenden Cursor links oben stehen zu bleiben.

Ich hab dann mal versucht sda..sdc jeweils konventionell zu
partitionieren (1x RAID-1 für /boot, 1x RAID-5 mit dem Rest und die SSD
als swap), gleiches Ergebnis

Kann es sein, dass ich auf den vollstàndigen Sync des RAID-5 warten muss?

Ich habs jetzt nochmal neu installiert und vor dem Reboot eine Konsole
gestartet.

:/target/etc/fstab (gekürzt)

# / was on /dev/md0 during installation
UUID=... / ext4 errors=remount-ro 0 1
# /boot was on /dev/sdd1 during installation
UUID=... /boot ext4 defaults 0 2
# swap was on /dev/sdd5 durcing installation
UUID=... none swap sw 0 0

:/target/etc/mtab (gekürzt)

/dev/md0 / ext4 rw .
/dev/sdd1 /boot ext4 rw

:/target/etc/mdadm/mdadm.conf (gekürzt)

ARRAY /dev/md/0 ... UUID
Sieht alles irgendwie "normal" aus.

Was kann ich noch prüfen ehe ich jetzt reboote und nix funktioniert?

Bernd
 

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#1 Heiko Rossmann
12/12/2014 - 22:10 | Warnen spam
On 12/12/2014 09:27 PM, Bernd Hohmann wrote:
Grub wurde nach /dev/sda geschrieben (müsste der nicht nach /dev/sdd ?)
und nach dem Reboot lief die Kiste durchs BIOS um dann mit einem
blinkenden Cursor links oben stehen zu bleiben.



Das bedeutet vermutlich, dass das BIOS versucht, von einer Festplatte zu
starten, auf der kein Bootloader liegt. Daran würde ich an deiner Stelle
zuerst zu drehen probieren - üblicherweise kannst du mit F11 oder F12
temporàr und im BIOS-Setup permanent auswàhlen, von welcher Festplatte
das BIOS den Rechner booten soll. Wenn nicht, dann hilft nur, grub auf
alle vier Festplatten zu installieren und zu hoffen, dass er schon von
der richtigen booten wird. Mit grub habe ich nur mittelpràchtige
Erfahrungen in Systemen mit mehreren Festplatten, die dann auch noch vom
USB-Stick booten sollten - ich bin ziemlich bald auf syslinux
umgestiegen, weil das mEn fehlertoleranter ist.

Ich hab dann mal versucht sda..sdc jeweils konventionell zu
partitionieren (1x RAID-1 für /boot, 1x RAID-5 mit dem Rest und die SSD
als swap), gleiches Ergebnis

Kann es sein, dass ich auf den vollstàndigen Sync des RAID-5 warten muss?



Bei deinem Problem nicht. Der Kernel liegt ja nicht im RAID, sondern auf
einer ganz normalen Partition, weder das BIOS noch grub interessieren
sich daher für das RAID. Auch sonst kenne ich keinen Fall, in dem ein
RAID vor dem vollstàndigen Sync nicht les- und schreibbar gewesen wàre.

Ausnahme: Wenn du mit einem Bootloader, der keine Dateisysteme und kein
RAID kennt (z.B. lilo) einen Kernel starten willst, der auf einem RAID1
liegt. Dann werden im MBR irgendwelche Adressen hart kodiert, an denen
u.U. der Kernel erst nach dem vollstàndigen Sync zu liegen kommt. Oder
es funktioniert gar nicht, war ja auch nie dafür gedacht ;)

Du musst in deinem Fall erstmal dem BIOS erklàren, dass es grub starten
soll, dann grub verklickern, wo er den Kernel (und vermutlich das
initramfs, s.u.) finden soll, dann dem Kernel, wo sein Root-Dateisystem
liegt. Vermutlich brauchst du ein initramfs, um das RAID zu starten, in
dem dein / liegt.

MfG, Heiko

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