Software-RAID1 vergroessern

26/08/2014 - 23:10 von Christian Schmidt | Report spam
Hallo zusammen,

zu meiner Frage ("Problem" möchte ich es noch nicht nennen) habe ich
bereits die Lektüre auf
http://www.debian-administration.or..._rebooting
studiert.

Konkret geht es darum, mit einem Server auf größere Platten umzuziehen.
Die Platten sind identisch partitioniert:
sdX1 4 GB swap
sdX2 2 GB Linux-RAID
sdX3 Rest Linux-RAID

Ich möchte nur sichergehen, dass ch die o.g. Anleitung richtig
verstanden habe:
Die dritte Partition - also letztenendes /dev/md1 - soll nachher samt
Dateisystem vergrößert werden. Ist es nun korrekt, dass ich
- die 3. Partition der neuen Platten gleich in der richtigen Größe
anlegen kann,
- nach Rebuild des Arrays mit "mdadm --grow..." das RAID-Device
vergrößere und schließlich
- mit resize2fs *online* das Dateisystem anpasse?

Für Eure Unterstützung und/oder Erfahrungsberichte wàre ich dankbar.

Gruss,
Christian


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#1 Sven Hartge
27/08/2014 - 00:30 | Warnen spam
Christian Schmidt wrote:

zu meiner Frage ("Problem" möchte ich es noch nicht nennen) habe ich
bereits die Lektüre auf
http://www.debian-administration.or..._rebooting
studiert.

Konkret geht es darum, mit einem Server auf größere Platten umzuziehen.
Die Platten sind identisch partitioniert:
sdX1 4 GB swap
sdX2 2 GB Linux-RAID
sdX3 Rest Linux-RAID

Ich möchte nur sichergehen, dass ch die o.g. Anleitung richtig
verstanden habe:
Die dritte Partition - also letztenendes /dev/md1 - soll nachher samt
Dateisystem vergrößert werden. Ist es nun korrekt, dass ich
- die 3. Partition der neuen Platten gleich in der richtigen Größe
anlegen kann,
- nach Rebuild des Arrays mit "mdadm --grow..." das RAID-Device
vergrößere und schließlich
- mit resize2fs *online* das Dateisystem anpasse?



Das hast du korrekt verstanden.

Ich vermute, du wirst, statt die Platte nur Umzupartitionieren, die alte
jeweils aus dem RAID herausnehmen und durch eine größere tauschen,
korrekt? Dann am Ende nicht vergessen, den Bootloader wieder zu
installieren. Sonst gibt es beim nàchsten Kernel-Update mit Reboot ein
langes Gesicht ;)

Beim resize2fs kann es dir passieren, je nachdem wie alt dein ext3 auf
/dev/md1 ist, dass dieses mit einer Version der extutils angelegt wurde,
welche nicht genug Platz in den internen Strukturen für eine
Vergrößerung vorgesehen hat und du somit das Dateisystem nicht so weit
vergrößeren kannst, wie du gehofft hast.

Ich habe hier z.B. so ein Dateisystem in einer logischen Volume, welche
ich Online nicht größer wie 32GB machen kann. Offline geht dann
natürlich mehr.

Zwei Tipps noch:

1) Die 2GB /dev/md0 sind wohl für /, richtig? Wenn du schon dabei ist,
dann vergrößere diese auch. Es wandert immer mehr Zeug nach / und
/lib/modules wird mit der Zeit richtig groß. Bei Kernel 3.14-2 sind es
derzeit 166MB _pro Version_, wenn man also noch einen 3.14-1 installiert
haben will, dann sind dort schon 330MB weg. Jeder
Kernel+initrd+System.map frisst noch einal 20MB in /boot.

Ich würde dir raten, das /dev/md0 für / auf 10GiB zu vergrößern, um
Schmerzen in der Zukunft zu vermeiden.

2) Swap würde ich auch in ein RAID packen. Wenn dir im Betrieb eine
Platte verstirbt, auf den vom Kernel Speicherseiten ausgelagert
wurden, ergibt das sehr sehr komische Effekt. Also besser den Swap
auch redundant in ein RAID packen.

Früher (öh, Kernel 2.4.x oder so) gab es mal Probleme damit, weswegen
viele Anleitungen noch davon abraten, aber das ist überholt.

Ich selbst habe eine dreistellige Zahl an Servern, die alle Swap auf
RAID haben, seit Jahren nie Probleme damit gehabt.

Grüße,
Sven.

Sigmentation fault. Core dumped.


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