Sohn des Hochverräters Hans Bethe läßt 1986 den russischen Stolz Tschernobyl hochgehen

16/07/2010 - 18:22 von Karl | Report spam
Hans Bethe war das erste von drei Kindern des Physiologen Albrecht
Bethe, der an der Universitàt Straßburg arbeitete. Seine Mutter war
jüdisch und sein Vater protestantisch. Er wuchs in Straßburg und
Frankfurt am Main auf, besuchte von 1915 bis 1924 in Frankfurt das
Goethe-Gymnasium und studierte Physik in Frankfurt am Main von 1924
bis 1926. Anschließend ging er für zweieinhalb Jahre nach München und
arbeitete unter anderem bei Arnold Sommerfeld, bei dem er im Juli 1928
promoviert wurde. Seine Doktorarbeit beschàftigte sich mit der Theorie
der Elektronenbeugung, sie hat bleibenden Wert für die Analyse von
experimentellen Daten. Mit Sommerfeld veröffentlichte er 1933 auch ein
Buch über die Elektronentheorie der Metalle, das heute noch Gültigkeit
hat.
Bis zum Jahre 1933 erhielt Bethe Lehrpositionen in Frankfurt am Main
und Stuttgart jeweils für ein Semester. Vom Herbst des Jahres 1929 an
bis Herbst 1933 war er wieder in München, ab Mai 1930 als
Privatdozent. In dieser Zeit unternahm er auch Reisen nach Cambridge
im Herbst 1930 und nach Rom im Frühjahr 1931 und 1932, wo er mit
Enrico Fermi zusammenarbeitete. Im Wintersemester 1932/33 war er
Assistenzprofessor an der Eberhard Karls Universitàt Tübingen. Diese
Stelle verlor er mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten, weil
seine Mutter Anna, Tochter des Medizinprofessors Abraham Kuhn,
jüdischer Abstammung war. Er emigrierte im Oktober 1933 nach
Großbritannien, wo er zeitweise die Position eines Dozenten an der
Universitàt Manchester in den Jahren 1933 und 1934 innehatte. Im
Herbst 1934 war Bethe Mitglied der Universitàt Bristol.

Im Februar 1935 erhielt Bethe eine Einladung in die USA, wurde
Assistenzprofessor an der Cornell-Universitàt in Ithaca und im Sommer
1937 Professor. Bis zu seinem Lebensende blieb er mit einigen
Unterbrechungen dort. Im Zweiten Weltkrieg ging er zuerst an das
Radiation Laboratory am Massachusetts Institute of Technology, um am
Mikrowellenradar zu arbeiten. Ein Sommersemester lang war Bethe an der
University of California in Berkeley auf Einladung von Robert
Oppenheimer. Anschließend ging Bethe an das Los Alamos Scientific
Laboratory, wo er, von Oppenheimer berufen, als Leiter der
Theoretischen Abteilung an der Entwicklung der ersten Atombombe
mitwirkte. 1941 wurde Bethe Staatsbürger der USA.
 

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#1 Aguirre
18/07/2010 - 22:45 | Warnen spam
On 16 Jul., 18:22, Karl wrote:
Hans Bethe war das erste von drei Kindern des Physiologen Albrecht
Bethe, der an der Universitàt Straßburg arbeitete. Seine Mutter war
jüdisch und sein Vater protestantisch. Er wuchs in Straßburg und
Frankfurt am Main auf, besuchte von 1915 bis 1924 in Frankfurt das
Goethe-Gymnasium und studierte Physik in Frankfurt am Main von 1924
bis 1926. Anschließend ging er für zweieinhalb Jahre nach München und
arbeitete unter anderem bei Arnold Sommerfeld, bei dem er im Juli 1928
promoviert wurde. Seine Doktorarbeit beschàftigte sich mit der Theorie
der Elektronenbeugung, sie hat bleibenden Wert für die Analyse von
experimentellen Daten. Mit Sommerfeld veröffentlichte er 1933 auch ein
Buch über die Elektronentheorie der Metalle, das heute noch Gültigkeit
hat.
Bis zum Jahre 1933 erhielt Bethe Lehrpositionen in Frankfurt am Main
und Stuttgart jeweils für ein Semester. Vom Herbst des Jahres 1929 an
bis Herbst 1933 war er wieder in München, ab Mai 1930 als
Privatdozent. In dieser Zeit unternahm er auch Reisen nach Cambridge
im Herbst 1930 und nach Rom im Frühjahr 1931 und 1932, wo er mit
Enrico Fermi zusammenarbeitete. Im Wintersemester 1932/33 war er
Assistenzprofessor an der Eberhard Karls Universitàt Tübingen. Diese
Stelle verlor er mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten, weil
seine Mutter Anna, Tochter des Medizinprofessors Abraham Kuhn,
jüdischer Abstammung war. Er emigrierte im Oktober 1933 nach
Großbritannien, wo er zeitweise die Position eines Dozenten an der
Universitàt Manchester in den Jahren 1933 und 1934 innehatte. Im
Herbst 1934 war Bethe Mitglied der Universitàt Bristol.

Im Februar 1935 erhielt Bethe eine Einladung in die USA, wurde
Assistenzprofessor an der Cornell-Universitàt in Ithaca und im Sommer
1937 Professor. Bis zu seinem Lebensende blieb er mit einigen
Unterbrechungen dort. Im Zweiten Weltkrieg ging er zuerst an das
Radiation Laboratory am Massachusetts Institute of Technology, um am
Mikrowellenradar zu arbeiten. Ein Sommersemester lang war Bethe an der
University of California in Berkeley auf Einladung von Robert
Oppenheimer. Anschließend ging Bethe an das Los Alamos Scientific
Laboratory, wo er, von Oppenheimer berufen, als Leiter der
Theoretischen Abteilung an der Entwicklung der ersten Atombombe
mitwirkte. 1941 wurde Bethe Staatsbürger der USA.



Ja und.
Wir knallen hier den Energieerhaltunngssatz durch!
Und wenn der weg ist?

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