Solarkraftwerke Speicherung von Energie?

29/07/2009 - 13:27 von Neuling001 | Report spam
Es wird international ein Project besprochen in welchem
Solarkraftwerke in der Wüste (Sahara) aufgestellt werden sollen.
Glaube die Deutsche Bank ist irgendwie involviert.
Und diese sollen dann in der Zukunft so um die 15% ?? unseres
(Deutschland oder Europa ?) Strombedarfs decken, für 400 Milliarden
Euro Investitionssumme wenn sich nichts verteuert ... ;-) . Würde sich
das überhaupt rechnen?

Mich würde folgendes interessieren:
Solarkraftwerke können ja nur bei Sonnenschein (Tag ) Energie
erzeugen, in der Nacht keine Erzeugung.
Welche Möglichkeiten gibt es Energie zwischen zu speichern, bis Sie
abgerufen wird? (Da gehts ja nicht um 1 oder 2 MegaWatt).
Wie kann man Sie dort zwischen speichern (Sahara)?
Weiß nicht ob es dort Möglichkeiten für Speicherkraftwerke gibt?

Lg,
Werner
 

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#1 Kai-Martin Knaak
29/07/2009 - 15:06 | Warnen spam
On Wed, 29 Jul 2009 04:27:14 -0700, Neuling001 wrote:

Solarkraftwerke können ja nur bei Sonnenschein (Tag ) Energie erzeugen,
in der Nacht keine Erzeugung. Welche Möglichkeiten gibt es Energie
zwischen zu speichern, bis Sie abgerufen wird?




Das gleiche Problem mit umgekehrten Vorzeichen haben Atomkraftwerke. Die
"müssen" kontinuierlich durchlaufen, obwohl der Verbrauch im Tagesverlauf
schwankt. Die technischen Ansàtze zur Lösung sind daher in beiden Fàllen
gleich. Man setzt eine gewisse Anzahl von teureren, aber variabel
steuerbaren Verbrennungskraftwerken ein. In geringerem Umfang dienen auch
Pumpspeicherwerke dazu, momentan nicht benötigte Energie zu speichern
und spàter wieder abzugeben.

Als weitere Maßnahme gibt es eine Beeinflussung des Verbrauchs über den
Preis (Nachtstrom). Manche industriellen Großverbraucher werden auch
direkt durch die Energieversorger gesteuert (z.B. Alu-Herstellung)

Zuletzt bleibt noch die Möglichkeit, überflüssige elektrische Energie in
Kühltürmen und anderen Anlagen zu verheizen. Dazu eignen sich unter
anderem die lokalen Lasten an Windkraftanlagen. Die sind eigentlich dazu
gedacht, um bei einer plötzlichen Trennung vom Netz die LEnergie lokal zu
verbraten. Sie lassen sich aber auch von außen nutzen.

Da der Verbrauch tagsüber deutlich höher als in der Nacht ist,
entschàrfen Solaranlagen mit ihrer àhnlichen Zeitverteilung zunàchst
einmals das Problem mit dem Tagesgang. Man braucht also weniger variable
Kraftwerke. Erst bei Solaranteilen im Bereich von einem Drittel, oder
muss man sich Gedanken über Maßnahmen jenseits des aktuellen Stands
machen. Als erstes würde man sicher den "Nachtstromtarif" in einen
"Tagstromtarif" umbenenen.

<(kaimartin)>
Kai-Martin Knaak
Öffentlicher PGP-Schlüssel:
http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?op=get&search=0x6C0B9F53

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