Sony ist ein Meister kalter Lötstellen

09/08/2015 - 20:27 von Holger | Report spam
Da habe ich doch versucht, einen Receiver mit Verstàrker von Sony
wiederzubeleben. Das gute Stück produziert "protected" im Display, und
danach ist die Kiste tot. Beim Blick ins innere fielen die vielen kalten
Lötstellen auf.

Sony ist also unfàhig, einseitige Leiterplatten maschinell zu verlöten,
was für eine Krüppelbude!

Dann das nàchste: Natürlich muß so ein Ding Surround können, is klar.
Also braucht es einen Wandler für die Eingànge, und der ist gleich mal
digital. Natürlich will solch ein Wandler eine stabile
Versorgungsspannung, sonst stirbt das Ding, sollte klar sein. Sony mag
es masselos: Ein Trafo mit Mittelabgriff soll es sein, damit man sich
einen Gleichrichter einspart, könnte pro Diode ja 5 Cent mehr kosten.
Nun wird der Mittelabgriff aber nicht mit Masse verbunden. Kostet ja
Geld, das überflüssige Kupfer. Also "schwimmen" zwei Spannungsregler auf
Plus und Minus und geben sich über ihre GND-Beine jeweils eine
Referenzspannung, so das man ohne Masseanschluß plus und minus 12 Volt
hat. Damit wird ein LC78212 gespeist, der mal funktioniert, mal nicht,
und der am Ende kaputt ist. Nun ist auch klar, was "protect" heißt: Wenn
das Geràt altert, geht die Sache schief, weil die Elkos an den Beinen
der Spannungsregler auch nicht jünger werden. Also teilen sich die 24
Volt aus den Reglern beliebig auf und töten den Wandler. Dann die
Masseführung: Masseanschlüsse auf der Leiterplatte werden mit Schrauben
über das Metallgehàuse verbunden. Das soll dann reichen. Ich halte das
für abenteuerlich.

Holger
 

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#1 Manuel Reimer
10/08/2015 - 16:57 | Warnen spam
On 08/09/2015 08:27 PM, Holger wrote:
Sony ist also unfàhig, einseitige Leiterplatten maschinell zu verlöten,



Das kommt bei vielen Herstellern vor.

Grundig war, soweit ich an anderer Stelle aufgeschnappt habe, mal dafür
berüchtigt:

G ründlich
R undum
U mfangreich
N achlöten
D ann
I st
G ut

Kann ich zumindest in einem Fall bestàtigen. Kleine Grundig-Hifi-Anlage
vom Bauhof mitgenommen und dort war eine einzige kalte Löstelle die
Fehlerquelle. Ich habe bei der Gelegenheit das ganze betroffene Board
nachgelötet.

Gleiches bei meinem JVC-Subwoofer. Teilweiser Totalausfall. Ein neuer
hàtte schnell ein paar Hunderter gekostet. Etliche "abenteuerliche"
Lötstellen nachgelötet und seitdem ist das Ding zuverlàssig wie am
ersten Tag.

Ein halbwegs geschultes Auge und ein guter Lötkolben können viel Geld
sparen!

Gruß

Manuel

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