Spannungsabfall auswerten und ausgleichen

24/08/2008 - 13:56 von Peter Kern | Report spam
Hallo,

gegeben ist eine 10 adrige Leitung, über die 8x 10V + 1x Masse geführt
werden, die am anderen Ende 8 analoge Laststufen einer Lichttraverse
ansteuern. Dabei stehen 10V am Eingang einer Vollaussteuerung gleich und
bei abnehmender Eingangsspannung wirds am Ausgang entsprechend dunkler.

Auf der Senderseite sind das auch noch 10V, aber auf der Empfàngerseite
würde 0,5V Spannungsabfall bereits 5% ausmachen und es gibt verrückte,
die meinen unbedingt 40-50 Meter Steuerkabel hauchdünn zu machen.

Nun ist meine Idee:
Auf einer weiteren Ader nimmt man einfach die maximale mögliche
Ausgangsspannung und führt sie einem Auswertesystem in der Laststufe zu.
Dieses System widerum setzt den ankommenden Spannungswert ins
Verhàltnis und hebt die Eingangsspannung der Steuerkanàle dementprechend an.
Das man dazu eine eigene Versorgung im Lastteil braucht, steht ausser
Frage, ist aber auch vorhanden.

Wenn also nur noch 9V ankommen, dann werden diese um 10,x% erhöht und
schon stehen wieder 10V am Eingang des Lastteils.

Hat wer für sowas ne Idee?
Bitte nicht auf DMX, oder riesige Microprocessorsteuerungen verweisen.
Das muss doch auch einfacher gehen...

Peter
 

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#1 Frank Buss
24/08/2008 - 14:09 | Warnen spam
Peter Kern wrote:

Bitte nicht auf DMX, oder riesige Microprocessorsteuerungen verweisen.
Das muss doch auch einfacher gehen...



Ich würde keine riesige Microprozessorsteuerung nehmen, ein kleiner PIC,
Atmel, MSP430 oder was du sonst so da hast, zusammen mit einem
RS485-Treiber, reicht auch aus :-) Hat auch den Vorteil, daß du nur drei
Leitungen für z.B. RS485 brauchst, wenn du an Sender- und Empfànger-Seite
bereits Versorgungsspannung hast.

Wenn du es tatsàchlich analog machen willst, dann nimm Strom zum Übertragen
der Information statt Spannung (z.B. 4-20mA Standard), oder z.B. PWM (gibt
für beides fertige Chips), denn wenn du den Spannungsabfall bei den 10V
durch einen höheren Eingangswiderstand ausgleichst, dann gibt es mehr
Störungen und das mit der Zusatzleitung klingt auch nicht besonders gut.

Am besten ist aber die Lösung per Microcontroller, was Preis,
Störsicherheit, Erweiterbarkeit, Genauigkeit, Einfachheit des Aufbaus usw.
angeht.

Frank Buss,
http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de

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