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Spannungsstabilisator zum Stromsparen

16/06/2009 - 21:25 von bernd | Report spam
In einer Zeitung ist heute zu lesen, daß man durch Einbau eines
Spannungsstabilisators in die Netzversorgung eines Schulzentrums einen
Haufen Geld einsparen will. Siehe http://www.erlanger-nachrichten.de/artikel.asp?art35085&kat
Beim genaueren Lesen findet man dann die Ursache für die Einsparung:
die Netzspannung wird für die angeschlossenen Verbraucher stabilisiert
und zwar auf den niedrigeren Wert von 212V. Damit sinkt natürlich die
verbrauchte Leistung merkbar und die Lampen leuchten wahrscheinlich
nur unmerklich dunkler.
Frage: warum kommen nicht mehr Leute auf so eine tolle Idee, oder ist
da irgenwo ein Haken dabei? Man könnte doch in jeder Trafostation
sowas einbauen und den Kunden nur noch 212V liefern.
 

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#1 Andy Rudolph
16/06/2009 - 23:34 | Warnen spam
bernd wrote:

In einer Zeitung ist heute zu lesen, daß man durch Einbau eines
Spannungsstabilisators in die Netzversorgung eines Schulzentrums einen
Haufen Geld einsparen will. Siehe
http://www.erlanger-nachrichten.de/artikel.asp?art35085&kat Beim
genaueren Lesen findet man dann die Ursache für die Einsparung: die
Netzspannung wird für die angeschlossenen Verbraucher stabilisiert und
zwar auf den niedrigeren Wert von 212V. Damit sinkt natürlich die
verbrauchte Leistung merkbar und die Lampen leuchten wahrscheinlich nur
unmerklich dunkler. Frage: warum kommen nicht mehr Leute auf so eine tolle
Idee, oder ist da irgenwo ein Haken dabei? Man könnte doch in jeder
Trafostation sowas einbauen und den Kunden nur noch 212V liefern.



Auf dem ersten Blick sieht es aus wie eine tolle Idee, aber das hat einen
gewaltigen Haken. Aber im Allgemeine nützt die Spannung an der Steckdose
alleine nichts, sondern ich will eine gewisse Energie oder Leistung.

Zum Beispiel, wenn ich einen Topf Wasser auf dem Herd zum Kochen bringen
will. Dafür benötigt man eine gewisse Energie und wenn die Spannung
niedriger ist, brauche ich mehr Zeit oder ich drehe auf die nàchste Stufe
und nehme mehr Strom. Ersparnis ist dabei Null.

Weiters Beispiel:
Mein PC braucht 100W. Die benötigt er bei 220V genauso wie bei 212V. Die
niedrigere Spannung wird durch einen höheren Strom ausgeglichen. Das
verursacht zusàtzlich noch Leitungsverluste, die quadratisch mit dem Strom
ansteigen. Ersparnis auch hier Null.

Bei Glühlampen sinkt die Helligkeit nur minimal bei 212V, aber dafür kann
man auch einen ganz gewöhnlichen Dimmer nehmen. Bei diesen kann zusàtzliche
die Helligkeit angepasst werden. Ersparnis ist möglich, aber ich glaub
nicht, dass die 40000€ wieder rein kommen.

Viele Grüße

Andy

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