Spannungswandler stoert

17/08/2015 - 20:15 von Rolf Bombach | Report spam
Hallo NG

Ich bràuchte eine Theromelement-Vorverstàrker. Als geübter Sucher
hab ich prompt bei den Leerlingen eine nette Platine mit vier
AD595 gefunden. Sinnvollerweise ist auch ein kleiner Trennwandler
Traco TMA2415D mit drauf. Sieht alles ultra-professionell aus.

Am Ausgang kommt allerdings nur Konfusion raus :-)
Auf der Fehlersuche, hab schon 3 kapitale Bockschüsse gefunden,
ist mir u.A. der enorme Störnebel dieses Sch****-Wandlers
aufgefallen. Eingangsseitig stelle ich 1 Vss Nadelimpulse
mit Wiederholfrequenz 160 kHz fest (Frequenz nicht verwunderlich,
innen ist ein 80 kHz Gegentaktwandler). Das Signal liegt
zwischen GND und GND :-]. Also Erdkabelchen von Oszitastkopf
direkt an Tastkopfspitze und die beiden zusammen an den Pin.

Mir ist schon klar, dass die 10cm oder dergleichen dieses
Leiters eine Induktivitàt darstellen. Andererseits war ich
bis jetzt der Meinung, selbst bei einer Induktivitàt braucht
es etwas Strom, damit Spannung da ist. Trafo mal aussen vor.

Der Rest der Schaltung "schwimmt", hab extra ein eigenes
Steckernetzteil (med-grade, von dort keine messbaren Störungen)
und Ringkerndrosseln in der Zuleitung. Also ist es ziemlich
mysteriös, woher sich die Spannung das zweite Bein holt.

Interessanter Test ist auch, beim Massekabelchen vom Oszi
einen Ferritring anzulegen. Sowohl beim Signal direkt wie
auch in der FFT sieht man, wie die niederfrequenten Anteile
massiv ansteigen. War zu erwarten. Die àrgerlichen Pulse
nehmen merkwürdigerweise nicht zu. Oszi ein 200 MHz Agilent,
(auch nicht àrgerfrei).

Egal. Die Erbauer der Platine hàtten gescheiter in die Appnotes zu dem
Murksteil von Spannungwandler geschaut. Dort ist erwàhnt, dass man mehrere
fette Kondensatoren an den Eingang hàngen muss, damit gewisse Vorschriften
erfüllt werden. Sagt so einiges. Auch dass dieser Hinweis so irgendwie
zufàllig auf Seite 73 von 77 steht.

Mittlerweile hab ich noch weitere Opfer hier am Insti gefunden.
Deren Schaltung funzt jetzt, hat aber mit dem Original nichts
mehr gemeinsam ;-).

Ich werde jetzt mal juxeshalber den 3W-Wandler testen, von dem behauptet
der Hersteller, dass er die EN55022 class A ohne Zutaten erfüllt.

Sehr verdàchtig ist ja auch, dass nach Installation eines 10nF-
Hünerfutterkörnchens am Eingang parallel zum Thermoelement die
angezeigte Temperatur um 5 Grad zurückging, vermutlich wegen
vorher gleichgerichteter HF.

Unnötig zu erwàhnen, dass ich Hersteller liebe, auf deren Homepage
die interne Suche nach "TMA2415" keinen Treffer gibt, da es ja
"TMA 2415" heisst, Pestalozziseelen, elende.

mfg Rolf Bombach
 

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#1 Joerg
17/08/2015 - 21:57 | Warnen spam
On 2015-08-17 11:15 AM, Rolf Bombach wrote:
Hallo NG

Ich bràuchte eine Theromelement-Vorverstàrker. Als geübter Sucher
hab ich prompt bei den Leerlingen eine nette Platine mit vier
AD595 gefunden. Sinnvollerweise ist auch ein kleiner Trennwandler
Traco TMA2415D mit drauf. Sieht alles ultra-professionell aus.

Am Ausgang kommt allerdings nur Konfusion raus :-)
Auf der Fehlersuche, hab schon 3 kapitale Bockschüsse gefunden,
ist mir u.A. der enorme Störnebel dieses Sch****-Wandlers
aufgefallen. Eingangsseitig stelle ich 1 Vss Nadelimpulse
mit Wiederholfrequenz 160 kHz fest (Frequenz nicht verwunderlich,
innen ist ein 80 kHz Gegentaktwandler). Das Signal liegt
zwischen GND und GND :-]. Also Erdkabelchen von Oszitastkopf
direkt an Tastkopfspitze und die beiden zusammen an den Pin.

Mir ist schon klar, dass die 10cm oder dergleichen dieses
Leiters eine Induktivitàt darstellen. Andererseits war ich
bis jetzt der Meinung, selbst bei einer Induktivitàt braucht
es etwas Strom, damit Spannung da ist. Trafo mal aussen vor.

Der Rest der Schaltung "schwimmt", hab extra ein eigenes
Steckernetzteil (med-grade, von dort keine messbaren Störungen)
und Ringkerndrosseln in der Zuleitung. Also ist es ziemlich
mysteriös, woher sich die Spannung das zweite Bein holt.




Ground Planes gibt es vermutlich wie ueblich auch nicht. Damit faengt
das meiste Uebel an.


Interessanter Test ist auch, beim Massekabelchen vom Oszi
einen Ferritring anzulegen. Sowohl beim Signal direkt wie
auch in der FFT sieht man, wie die niederfrequenten Anteile
massiv ansteigen. War zu erwarten. Die àrgerlichen Pulse
nehmen merkwürdigerweise nicht zu. Oszi ein 200 MHz Agilent,
(auch nicht àrgerfrei).

Egal. Die Erbauer der Platine hàtten gescheiter in die Appnotes zu dem
Murksteil von Spannungwandler geschaut. Dort ist erwàhnt, dass man mehrere
fette Kondensatoren an den Eingang hàngen muss, damit gewisse Vorschriften
erfüllt werden. Sagt so einiges. Auch dass dieser Hinweis so irgendwie
zufàllig auf Seite 73 von 77 steht.

Mittlerweile hab ich noch weitere Opfer hier am Insti gefunden.
Deren Schaltung funzt jetzt, hat aber mit dem Original nichts
mehr gemeinsam ;-).

Ich werde jetzt mal juxeshalber den 3W-Wandler testen, von dem behauptet
der Hersteller, dass er die EN55022 class A ohne Zutaten erfüllt.




Class A heisst meist "Sorry, aber wir haben Class B nicht geschafft".


Sehr verdàchtig ist ja auch, dass nach Installation eines 10nF-
Hünerfutterkörnchens am Eingang parallel zum Thermoelement die
angezeigte Temperatur um 5 Grad zurückging, vermutlich wegen
vorher gleichgerichteter HF.

Unnötig zu erwàhnen, dass ich Hersteller liebe, auf deren Homepage
die interne Suche nach "TMA2415" keinen Treffer gibt, da es ja
"TMA 2415" heisst, Pestalozziseelen, elende.




Wenn man echt Ruhe im Karton braucht, muss man isolierte
Spannungsversorgungen ab weissem Blatt selbstbauen. Betrieb auf einer
ISM Frequenz waere auch ganz guenstig, wenn man sich nicht als
HF-Umweltsau "outen" moechte.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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