Spass am Geraet

25/04/2009 - 12:51 von Bjoern Wunschik | Report spam
Moin,

Gestern schlug mir meine Aktualisierungsverwaltung vor, doch auf das neue
Ubuntu 9.04 umzusteigen, es wàre nun verfügbar. Gute Idee, wie ich fand,
warum auch nicht? Gedacht getan, der download làuft anstandslos durch und
dann bastelt sich das System zurecht und siehe da, es sieht genau aus wie
vorher und es funktioniert alles, wie es soll. Langweilig!

Aber egal, mal sehen, was es neues gibt. Da ist ein tool, was ich noch
nicht gesehen habe. Rechner-Hausmeister, aha. Klingt doch lustig. Was
macht das? Öhm, es will mir den Adobe-Reader, Handbrake, Truecrypt und
Zattoo ausbauen. Soso, also ein ganz ein schlaues Programm -> Tonne.

Was haben wir noch? Ein funkelniegelnagelneues Benachrichtigungssystem.
Hübsch. Aber wieso ein neues? Was war denn falsch mit dem alten? Egal.

Mehr scheint irgendwie nicht zu sein. Gut, Openoffice ist jetzt 3.0.
Keine Ahnung, was ich jetzt damit machen kann, was vorher nicht ging. Ich
habe die Funktionen des "alten" eh nicht ausgereizt, bin ja auch keine
Sekretàrin und daher kann mir das weitestgehend wurscht sein.

Aber da ich nun einmal am Basteln und Aufràumen bin, kommen auch die
Fotos dran. Ganz radikal. Alles weg und neu importieren in F-Spot ist der
Plan. Kein Problem, externe Platte drangehàngt und "Los, mach!" gesagt.
Die Maschine fàngt an zu rödeln und tut. Fein. Kann der Onkel ja Kaffee
trinken, das dauert schließlich eine Weile.

Zurück am Rechner ist F-Spot verschwunden. Offensichtlich abgestürzt.
Bitte? Neue Version und verschluckt sich an gerade mal dreißig GiB
Bildchen? Hmmm. Mal F-Spot neu starten und nachschauen, wie weit es
gekommen ist. F-Spot startet nicht. Was ist hier los? OK, also F-Spot von
der Konsole starten und schauen, was es zu meckern gibt.

Wie lautet der Befehl, um F-Spot-Fotoverwaltung zu starten? Keine Ahnung.
Steht aber im Menü und da findet man es Problemlos, wenn man Alacarte
öffnet und nachsieht. Alacarte schmiert sofort ab und anschließend habe
ich keine Applikationen mehr im Menü. WTF? Zerlegt sich hier gerade
systematisch das System?

Ok, also erst mal abmelden und wieder anmelden und mal schauen, ob sich
das wieder fàngt oder ob der Quatsch weitergeht. Neuanmeldung geht nicht,
da gdm mir irgendwas erzàhlt, von wegen er könne irgendwelche Dateien
nicht anlegen, weil der Plattenplatz nicht da sei oder er nicht schreiben
dürfe. Aha. Das ist doch mal aussagekràftig. Ab auf die Konsole und df -h
getippt. Stimmt, sda2 ist voll. Bis zum Bersten. Wieso verdammt?

Ich habe hier drei Partitionen, sda1 ist Windows, sda2 ist / und sda3
wird in ~/lager gemountet. Die von F-Spot importierten Fotos hàtten auf
sda3 landen sollen, sind sie aber offensichtlich nicht. Wieso nicht? In
meinem Home gibt es extra für F-Spot einen Link namens Photos, der auf ~/
lager/Photos zeigt. Das war nötig, weil man in F-Spot den Pfad nicht
verdrehen konnte, was ich schon Panne genug fand.

Wie auch immer, das Photos-Verzeichnis auf sda3 ist leer, stattdessen
finde ich in meinem Homeverzeichnis ein neues Verzeichnis namens Fotos
und das ist voll mit meinen Bildern. Aha. Also alles erst mal wieder
gelöscht und ab zurück in die graphische Umgebung. Anmelden bei gdm
funktioniert wieder, pràchtig. Meine Menüs sind immer noch futsch und
Alacarte verweigert den Start mit hinweisen auf irgendwelche Zeilen in
irgendwelchen Dateien in /usr/bin und an anderen Stellen. Mift.

Also rausfinden, wo Alacarte seine Config ablegt, scheinbar ist die nicht
mehr lesbar. Das Netz informiert mich darüber, daß ich in ~/.local/share
und in ~/.config/menus/ buddeln soll. Mach ich mal. Und in der Tat,
~/.config/menus/applications.menu hat null Bytes. Aha. Das ganze
Verzeichnis umbenennen und siehe da, Alacarte startet wieder und zaubert
mir ein schickes neues Menü. Wie schön. Scheinbar alles wieder ganz. Uff.

Aber unabhàngig davon, daß ich das wieder hinbekommen habe, was denken
sich die Spinner dabei, F-Spot das Standard-Verzeichnis zu verdrehen? Ich
mein, wer zur Hölle prüft sowas? Das merkt doch keiner, bevor er stumpf
dagegen làuft! Vorher konnte man es gar nicht verstellen und nun ein
anderer Standard-Pfad! Das ist doch Moppelkotze!

Und wieso zerstört Alacarte seine Config-Files, nur weil es nicht auf die
Platte schreiben kann? Ich mein ok, wenn es die Änderungen nicht
schreiben kann, verstehe ich das, dann gibt es eben ein Fehlermeldung und
man bleibt bei der alten Konfiguration. Aber den Inhalt der Datei schon
beim Starten zu zerstören und anschließend nicht mehr hochzukommen, weil
die Datei zwar existiert aber keine Daten enthàlt, ist schwach.

So, das mußte raus. Und jetzt geht es in den Park, das Wetter ist einfach
zu schön.

mfg
Björn Wunschik
 

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#1 eixman
26/04/2009 - 15:48 | Warnen spam
o Bjoern Wunschik :

Und wieso zerstört Alacarte seine Config-Files, nur weil es nicht auf die
Platte schreiben kann? Ich mein ok, wenn es die Änderungen nicht
schreiben kann, verstehe ich das, dann gibt es eben ein Fehlermeldung und
man bleibt bei der alten Konfiguration. Aber den Inhalt der Datei schon
beim Starten zu zerstören und anschließend nicht mehr hochzukommen, weil
die Datei zwar existiert aber keine Daten enthàlt, ist schwach.



Tja, slrnpull ist da auch so ein Vertreter. Schreibt bei
Platte voll .minmax Dateien mit 0 Byte Groesse. Argl.
Neulich hab ich die mal mit vim zurechtgebogen.
flori
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Vim-Hilfe auf Deutsch http://www.florianrehnisch.de/vimhelp/

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