Speicherscope mal anders

12/10/2007 - 17:38 von Wolfgang Draxinger | Report spam
Ein aktuelles Meßproblem (gelöst BTW) brachte es mit sich, ein
transientes Signal analog erfassen zu müssen, denn das Mistding
lag überlagert auf einem Rechtecksignal (genauer gesagt dem Takt
auf einem I2C in den es ordentlich reinspuckte, aber eben
transient) und im digitalen Speichermodus nur Aliasing zu sehen
war.

Die Frage war nur: Wie kriege ich den Signalverlauf gespeichert
obwohl das Oszi im Analogmodus ist? Der Blick fiel auf meine
Digi-SLR-Kamera. Schnell aus Karton eine lichtdichte Papphülse
gebaut, den Readout auf dem Oszilloskopschirm abgeschaltet, das
Teil in den Single-Shot Modus gestellt, Kamera in den
Langzeitbelichtungsmodus, mit der Papphülse auf den Schirm
geflanscht und Trigger freigegeben.

=> Funzt perfekt!

Das bringt mich auf die Idee für eine neue Klasse von
Speicherscopes: Man nehme ein analoges Scope, hànge an die Röhre
eine Optik mit einem CCD dahinter und lasse das damit erfasste
Bild von einem Computer digitalisieren und verarbeiten. Um einen
Pretrigger zu realisieren macht man die Röhre etwas breiter und
überlagert die Horizontalablenkung mit einer konstanten
Gleichspannung (0V Offset =^= 0% Pretrigger). Das ganze baut man
zusammen mit dem Computer und Bildschirm in ein formschönes
Gehàuse und verkauft das für $Kohle. Pro Kanal nimmt man eine
eigene Röhre. Eigentlich reicht ja eine Horizontalablenkung, die
Helligkeit entspràche dem Signalpegel.

Wenn man es ganz zu Ende denkt, dann baut man Röhren, an deren
Ende an hochauflösendes Array von Anoden sitzt, die anschließend
wie ein CCD ausgelesen werden.

Jetzt die Frage eines "Jungspunds", der erst seit Mitte der 90er
richtig dabei ist: Gab es sowas vielleicht sogar schon mal?

Wolfgang Draxinger
E-Mail address works, Jabber: hexarith@jabber.org, ICQ: 134682867
 

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#1 Michael Eggert
12/10/2007 - 18:11 | Warnen spam
Wolfgang Draxinger wrote:

Moin!

Schnell aus Karton eine lichtdichte Papphülse
gebaut, den Readout auf dem Oszilloskopschirm abgeschaltet, das
Teil in den Single-Shot Modus gestellt, Kamera in den
Langzeitbelichtungsmodus, mit der Papphülse auf den Schirm
geflanscht und Trigger freigegeben.

=> Funzt perfekt!



Tjoah, für solche Zwecke gabs auch schon Papphülsen aus Plastik. :-)
Mit Polaroid dran.

Um einen
Pretrigger zu realisieren macht man die Röhre etwas breiter und
überlagert die Horizontalablenkung mit einer konstanten
Gleichspannung (0V Offset =^= 0% Pretrigger).



HÎ Und woher soll das analoge Skop wissen, daß der Strahl jetzt
loslaufen soll, weil in 1ms ein Triggerpuls kommt? Bei periodischen
Signalen mag das gehen, aber da braucht man auch seltenst nen
Pretrigger.

Pro Kanal nimmt man eine
eigene Röhre. Eigentlich reicht ja eine Horizontalablenkung, die
Helligkeit entspràche dem Signalpegel.

Wenn man es ganz zu Ende denkt, dann baut man Röhren, an deren
Ende an hochauflösendes Array von Anoden sitzt, die anschließend
wie ein CCD ausgelesen werden.



Oder man bauts auf nen Chip und nennts CCD-Wandler. :-)

Gruß,
Michael.

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