SRT: Brett vorm Kopf[2]

20/02/2010 - 18:47 von Stephan Gerlach | Report spam
(Selber ausgedachte Aufgabe:)

Voraussetzungen:
- Inertialsystem S mit einem darin befindlichen Maler M
- Inertialsystem S' mit einem darin befindlichen Pianist P'
- S und S' bewegen sich relativ zueinander

Angenommen, der Maler M malt in der Zeit t_B = 1h (von M selbst
gemessen) ein Bild. Der Pianist P' beobachtet das Malen des Bildes und
mißt von S' aus gesehen aufgrund relativistischen Effekts t'_B = 2h.
Weil ihm das reine Beobachten aber nun zu langweilig ist, spielt P'
wàhrend der Beobachtungszeit t'_B Klavier; die dafür benötigte Zeit (aus
seiner Sicht) ist trivialerweise t'_K = 2h.
Die dumme Frage ist nun: Welche Zeit t_K mißt der Maler M für das
Klavierspielen?

Ich tippe mal auf t_K = 4h?!
(Der "Relativitàts-Faktor" zwischen S und S' ist 2 bzw. 1/2, und der
Vorgang "Klavierspielen" ist bezüglich S' in Ruhe (ich weiß, etwas
unglückliche Ausdrucksweise), bezüglich S aber in Bewegung.)


Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.


gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...
(...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)
 

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#1 ram
20/02/2010 - 19:32 | Warnen spam
Stephan Gerlach writes:
Ich tippe mal auf t_K = 4h?!



Tendenziell glaube ich das auch. Ein Widerspruch besteht
darin nicht, denn die Situation ist ja durch ihre
Konstruktion asymmetrisch.

Aber Du darfst die gemessene Zeit nicht mit der
Beobachtungszeit gleichsetzen. Bei der letzteren spielen
auch noch die Signallaufzeiten eine Rolle. Daher macht es
für sie einen Unterschied, ob die beiden sich beispielsweise
annàhern oder voneinander entfernen. Bei der Messung einer
Zeit zwischen zwei Ereignissen wird man die bekannten
Signallaufzeitunterschiede aber herausrechnen und nicht
einfach die Zeitdifferenz der Wahrnehmung der beiden
Ereignisse verwenden.

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