SSD in Thinkpad Laptop mit Linux -- Details

23/05/2009 - 12:40 von Jürgen Harter | Report spam
Hallo,

Ich plane, mein ein Jahr altes Lenovo Thinkpad T61p mit einer SSD
aufzurüsten. Ich denke nàmlich, dass die Kiste mit ihren 4 GB RAM, dem
T9500 und seinem 9 Zellen Akku doch mehr in puncto Geschwindigkeit und
Laufzeit (im Moment leider nur 2,5 h Akku) leisten könnte.

Im Moment habe ich eine Hitachi 5K500 HTS545050KTA300 500 GB Platte
(5400 U/min) eingebaut. Den Platz brauche ich auch, denn ich stehe
einfach drauf, dass wenn ich nen Laptop habe, dass ich dann auch immer
überall alles, ohne zusàtzliche Verrenkungen, wie zu Hause laufenden
übers Internet zugreifbaren Server oder externe Platten, dabei habe.
Die Platte ist schön leise und kühl. Hat leider aber eine 12,5 mm
Bauhöhe, so dass ich sie nur mit Mühe in den Festplattenplatz quetschen
konnte. Ins Ultrabay passt sie allerdings nicht.

Nach lesen diverser Tests denke ich, dass ich mir wohl eine 160 GB Intel
X25-M zulegen werde. Darauf sollen dann Betriebssysteme (produktiv ist
hauptsàchlich Ubuntu im Einsatz, ich spiele aber auch immer gerne mit
anderen rum), verschiedene Einstellungsdaten, Quellcode und die hàufig
genutzten "Produktiv-Dokumente".

Dazu bràuchte ich dann aber (s.o.) noch eine große weitere Festplatte,
die ich gedenke im Ultrabay des Thinkpads zu verstauen. Es soll eine 500
GB-Datengrab-Platte sein. Und ich stelle mir vor, dass diese auch die
meiste Zeit abgeschaltet ist, bzw. nicht "dreht", weil sie nicht genutzt
wird und so "Làrm" vermindert und auch vor allem Strom spart.

Die im normalen HDD-Schacht eingebaute SSD würde dann mit mit 4*20 GB
Partitionen für die Spielereien und das Produktivsystem (homes halte ich
übrigens nicht getrennt und symlinke einfach die gemeinsam zu nutzenden
Daten aus einem "homes-shared" in die in den genannten 20 GB-Partitionen
liegenden /home, die zu dem jeweiligen OS gehören). Die Übrigen 80 GB
wàren für die Produktiv-Dokumente, eben jenes homes-shared, Dateien zum
kompilieren (bspw. einen Mozilla-Tree) etc.

So hoffe ich also o.g. Erwartungen zu erfüllen: Das System sollte
deutlich deutlich schneller werden (Systemstart, erster Start von
Programmen, Kompilieren), etwas leiser (wobei ich mit der Lautstàrke der
Hitachi sehr zufrieden bin im Gegensatz zu der ursprünglich eingebauten
160 GB 7200er Seagate) und die Akkulaufzeit sollte auch endlich mal die
3 h überschreiten.

Grundsàtzlich gefragt also: Habe ich einen groben Denkfehler gemacht?

Und detailliert gefragt:
Welche Dateisysteme bieten sich denn wirklich für die SSD an? Ich dachte
an EXT3 mit noatime. Die letzte ct schrieb ja, dass das ginge. Das
journal belaste die SSD nicht so sehr, wie man denken könnte. Irgendwo
im Netz hatte ich das übrigens auch gelesen. Da hat einer relativ seriös
aussehende Testserien durchgeführt.

Wie làuft das eigentlich wirklich mit dem runterdrehen der Festplatte?
hdparm dürfte wohl der Schlüssel sein. Aber wie geht das en detail?

Wie mach ich das mit der swap? Im Moment ist es so, dass sich dank der 4
GB RAM die Swap eigentlich nie füllt (nix drin :-) ). Swap will man ja
eigentlich nicht auf ner SSD haben. Wie sàhe es aus, wenn man die swap
auf die HDD im Ultrabay packt? Würde die HDD dort dann, auch wenn die
swap wie gesagt nicht gefüllt wird, trotzdem runterdrehen?

Welche 500 GB Platte mit normaler Bauhöhe ist zu empfehlen? Eigentlich
tendiere ich ja aus Geschwindigkeitsgründen eher zu einer 7200er, wie
der Seagate Momentus 7200.4 500GB, SATA II (ST9500420AS). Allerdings ist
die Geschwindigkeit für eine Datengrab eher zweitrangig. Die Lautstàrke
der Platte, wenn sie dann mal làuft, wàre mir wichtiger. Laut Datenblatt
hat die jetzige 5400er Hitachi, mit deren Lautstàrke ich sehr zufrieden
bin, 2,2 dBA (Idle) und 2,4 dBA (Seek). Die o.g. 500 GB Seagate 7200.4
2,3 dBA (Idle) und 2,5 dBA (Seek). Interessanterweise hat die neue
Variante meiner Hitachi, nun mit normaler Bauhöhe, die 5K500.B
(HTS545050B9A300), 2,4 dBA (Idle) und 2,6 dBA (Seek).
So wie ich das sehe, gibt es übrigens nur noch 3 Jahre Garantie und in
der Zuverlàssigkeit gibt es im Moment keine wirklichen Ausreißer auf dem
Markt, oder?
Abgesehen von diesen Daten würden mich nun also sehr persönliche
Erfahrungen und Empfehlungen (nicht nur zum Thema Lautstàrke) zu 2,5"
500 GB Platten interessieren.


Grüße,
Jürgen


X-Post und Fup beachten.
 

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#1 Marcus Jodorf
23/05/2009 - 18:18 | Warnen spam
Jürgen Harter schrieb:

Grundsàtzlich gefragt also: Habe ich einen groben Denkfehler gemacht?



Ich denke nicht, daß Du da eine wirklich riesigen Geschwindigkeitsgewinn
spüren wirst. Das Loch in der Geldbörse wird allerdings fühlbar sein.

Und mal ganz nebenbei: Wen interessieren die Startzeiten des Systems?
Das letzte mal hab ich mein uraltes TP so ungefàhr vor zwei Jahren
mal gebootet. Ansonsten Suspend to RAM und bei làngeren Pausen Suspend to
Disk (hibernation in Big-Blue-Speak).

Welche 500 GB Platte mit normaler Bauhöhe ist zu empfehlen?
Eigentlich tendiere ich ja aus Geschwindigkeitsgründen eher zu einer
7200er, wie der Seagate Momentus 7200.4 500GB, SATA II
(ST9500420AS). Allerdings ist die Geschwindigkeit für eine Datengrab
eher zweitrangig. Die Lautstàrke der Platte, wenn sie dann mal làuft,
wàre mir wichtiger.



Ich hab vor eine paar Wochen in meinen Mac Mini eine 500er WD5000BEVT
Scorpio Blue gepackt. Und ich mit der bisher sehr zufrieden. Ist ganz
flott und auch noch recht leise. Wenn sich das Teil auch noch als haltbar
erweist, war es sein Geld locker wert.
Der Mini ist normal völlig lautlos, so daß man da wirklich alles andere
hört - aber die Platte tritt akustisch kaum in Erscheinung. Für
Notebookeinsatz speziell noch interessant: Die Platte ist bezogen auf
ihre Kapazitàt verhàltnismàßig sparsam im Stromverbrauch.


Gruß,

Marcus

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