Staatsbürgerschaft eines nicht anerkannten "Staates"?

01/02/2009 - 20:19 von Daniel AJ Sokolov | Report spam
Hallo!

Ich hab da eine knifflige Frage zur Auslegung des
Staatsbürgerschaftsgesetzes. Kennt jemand von Euch zufàllig die
Auslegungspraxis zu § 27 (1)?

Dieser lautet:
§ 27. (1) Die Staatsbürgerschaft verliert, wer auf Grund seines
Antrages, seiner Erklàrung oder seiner ausdrücklichen Zustimmung eine
fremde Staatsangehörigkeit erwirbt, sofern ihm nicht vorher die
Beibehaltung der Staatsbürgerschaft bewilligt worden ist.

Wenn nun ein österreichischer Staatsbürger bei Behörden eines von
Österreich NICHT anerkannten Staates um die Verleihung der Bürgerschaft
dieses NICHT anerkannten Staates ansucht und diesem Ansuchen entsprochen
wird - ist das dann ein Erwerb einer fremden Staatsangehörigkeit im
Sinne des §27 StaatsbürgerschaftsG?

Meines Erachtens nein, da man ja einem Staat, der aus Sicht der
österreichischen Rechtsordnung gar nicht existiert, auch nicht angehören
kann...

Aber möglicherweise übersehe ich etwas oder ist die Auslegungspraxis
eine andere?

Konkret geht es um Taiwan. In der Judikatur habe ich zu Taiwan nichts
einschlàgiges gefunden.

MfG
Daniel AJ

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#1 stefan
01/02/2009 - 21:42 | Warnen spam
Daniel AJ Sokolov wrote:
Ich hab da eine knifflige Frage zur Auslegung des
Staatsbürgerschaftsgesetzes.



Klar, du bist in at.telekomm.mobil quasi daheim, aber das gehört wohl
nach at.gesellschaft.recht

lg

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