Standby TFT

10/07/2011 - 18:52 von Mark Busch | Report spam
Seit kurzem verrichtet ein etwa 5 Jahre alter, geerbter TFT seinen
Dienst, welcher meinen betagten, ausgebrannten CRT ersetzt.
In Windows ist eingestellt, das nach 10 Minuten Inaktivitàt der
Bildschirmschoner (schwarz) aktiviert wird, und nach 15 Minuten
Standby. Dadurch wollte ich den Zeilentrafo/Elektrik etwas schonen,
da der Standy-Modus _sehr_ _oft_ für mindestens eine Stunde aktiv
blieb, es also selten zu Situationen kam, wo der Standby früher
verlassen werden musste.

Beim TFT frage ich mich, ob ich den Bildschirmschoner überhaupt
benötige, und das Display stattdessen nach 10 Minuten sofort in den
Standby schicke. Sind hàufige Wechsel zwischen Aktiv und Standby der
Elektronik des TFT abtràglich oder schàdlich? Ist in so einem Fall
mit einer kürzeren Lebensdauer zu rechnen?
 

Lesen sie die antworten

#1 Marcel Müller
17/07/2011 - 10:05 | Warnen spam
Hallo!

On 10.07.11 18.52, Mark Busch wrote:
Beim TFT frage ich mich, ob ich den Bildschirmschoner überhaupt
benötige, und das Display stattdessen nach 10 Minuten sofort in den
Standby schicke.



Treffer versenkt! So ist es. Der dunkle Bildschirm interessiert den TFT
keinen Meter.
Und bei den CRTs bringt es auch nicht sehr viel. Das kommt noch aus der
Zeit, da man CRTs nur über den Schalter am Geràt schlafen schicken
konnte. Verglichen mit 24/7-Einbrennbild, ist ein schwarzes Bild bei
einem CRT besser und spart auch ca. 30% Strom. Stand-By spart aber beim
CRT >90% und ist damit zu bevorzugen.

Sind hàufige Wechsel zwischen Aktiv und Standby der
Elektronik des TFT abtràglich oder schàdlich? Ist in so einem Fall
mit einer kürzeren Lebensdauer zu rechnen?



Definiere Lebensdauer.
Lebensdauer = Betriebsstunden mit Bild?
Lebensdauer = Bertiebsstunden mit Bild oder Stand-By?
Lebensdauer = Zeitraum vom Kauf bis zum Ableben?

Je nach Definition ist die Antwort abweichend.
Die Betriebsstunden mit Bild werden sicher weniger, wenn noch welche im
Stand-By oder Schaltvorgànge dazu kommen.
Die Gesamtbetriebsstunden incl. Stand-By werden sicher mehr, wenn viele
davon im Stand-By erfolgen. Und sie werden weniger, wenn viele
Schaltvorgànge dazu kommen.
Naja, und die letzte Angabe, nach wieviel Jahren es die Kiste dann
zerlegt, hàngt von allen Nutzungsparametern zusammen ab. Auch
umgebungstemperaturen und Lagerzeiten spielen eine Rolle. Das ist kaum
mehr absehbar.
Und das alles sind natürlich statistische Erwartungswerte, die für den
Einzelfall und ein einzelnes Geràt genau gar nichts bedeuten müssen.

Abgesehen von Extremfàllen, wie z.B. der Monitor làuft rund um die Uhr
mit maximaler Helligkeit (Schaufenster) oder er wird jede viertel Stunde
einmal ein und wieder ausgeschaltet, und das rund um die Uhr, wird man
kaum einen signifikanten Zusammenhang zur Lebensdauer herstellen können.
Und wenn, dann gilt er für ein Modell und ist beim nàchsten schon wieder
anders.

Fazit: benutze den Minitor /bestimmungsgemàß/, also so, dass er den
maximalen Nutzen stiftet. Macht man es anders, reduziert sich der Nutzen
und damit verschlechtert sich das Preis-/Leistungsverhàltnis.

Zudem muss man beachten, dass ein nicht unerheblicher Teil der Monitore
nicht wegen technischer Defekte ausgemustert werden, sondern wegen
gestiegener Ansprüche oder einfach nur dem
Öfter-mal-was-neues-Bedürfnis. Gerade viele CRTs sind letzterem zum
Opfer gefallen, denn die Bildqualitàt der TFTs ist keieswegs immer
besser. Ein guter TFT ist i.A. besser als ein schlechter CRT, und
andersherum genauso. Die Farbdarstellung der heute meistverkauften,
billigen TN-Panels ist z.T. so jàmmerlich, dass man sie überhaupt nur
verkaufen kann, weil kein uralter CRT zum Vergleich irgendwo in der Nàhe
steht.

Berücksichtigt man das alles, werden die /beeinflussbaren/ Faktoren des
Nutzungsszenarios nebensàchlich. Man sollte besondere Extreme vermeiden,
das war's dann aber auch.


Marcel

Ähnliche fragen