Starterbatterie Traktionsbatterie?

14/09/2011 - 23:28 von Paul Schmitz-Josten | Report spam
Hallo miteinander,

mein kleiner Karren, d.h. sein Antrieb (2x 350 W Motoren im
Teillastbetrieb), beschàftigen mich immer noch.
Der Original-Akku (Blei-Sàure chinesisch, wartungsfrei) hatte schnell
den Geist aufgegeben, und mit einer soliden Starterbatterie (ebenfalls
Blei-Sàure, wartungsfrei) hoffte ich auf Besserung.

Vergeblich, nach 8 Wochen und ca. 30 Lastzyklen machte sie die Gràtsche.
Bei ca. den letzten fünf "Ausfahrten" war die nachlassende Leistung
deutlich zu bemerken, zum Schluss nur noch 40 % der Fahrstrecke.

Batterie: 12 V, 35 Ah von *TU, làngere Lagerung nicht auszuschließen
Ladegeràt: Aldi, mit Ladelogik und Erhaltungsladung, sehr bauàhnlich mit
Ctek XS 4003.

Die Betriebs-Endspannung war normalerweise 12,5 V, zum Schluss 12,2 V.
Ladeschlussspannung 13,1 V, zum Schluss absinkend auf 12,9 V.

Nach Aussage eines Fachverkàufers war es "Missbrauch" an der
Starterbatterie, die sei für Traktionsbetrieb gar nicht geeignet.
Die verbliebene Kapazitàt bestimmte er in der Werkstatt zu 7 Ah
(Nennwert 35 Ah).
Er verkaufte mir eine Blei-Gel-Batterie.

Was ist dazu zu sagen?

- Ist eine Starterbatterie tatsàchlich so ungeeignet?
(das Geràt wurde schließlich mit einem solchen Bleiakku verkauft)

- Was passiert in dem Akku, wenn die Ladeschlussspannung so absinkt?

- Hàlt der Blei-Gel-Akku seinem Preis entsprechend lànger?

Neugierige Grüße,

Paul
 

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#1 Werner Holtfreter
15/09/2011 - 00:22 | Warnen spam
Paul Schmitz-Josten wrote:

Ladegeràt: Aldi, mit Ladelogik und Erhaltungsladung



Ein Bleiakku wird nicht mit Ladelogik sondern im Idealfall mit
strombegrenzter Konstantspannung geladen. Nimm ein einstellbares
Labornetzgeràt, wenn du so was hast. Die Leistung ist zweitrangig, es
dauert bei kleinen Geràten nur lànger.

Man làdt bis 14,5 V, wenn man bald nach erreichen der Spannung abschaltet.

Oder mit 13,4 V (2,23 V pro Zelle) wenn man das Ladegeràt unbegrenzt
angeschaltet lassen will. Das ist unterhalb der Gasungsspannung, es geht
dabei kein Wasser verloren und es gibt keine Schàden. Die letzten Prozente
Ladezustand erreicht man so aber erst nach langer Zeit oder gar nicht.

Die Betriebs-Endspannung war normalerweise 12,5 V, zum Schluss 12,2 V.
Ladeschlussspannung 13,1 V, zum Schluss absinkend auf 12,9 V.



Offenbar hast du nicht voll geladen.

Entladeschlussspannung ist 10,8 V, du hast also auch nicht alle Ladung
ausgenutzt!

Unter diesen Umstànden ist die mangelnde Leistung erklàrlich.

Nach Aussage eines Fachverkàufers war es "Missbrauch" an der
Starterbatterie, die sei für Traktionsbetrieb gar nicht geeignet.



Naja, optimiert sind die Starterakkus für den Zyklenbetrieb natürlich
nicht, aber eine Weile sollte es schon gehen.

Die verbliebene Kapazitàt bestimmte er in der Werkstatt zu 7 Ah
(Nennwert 35 Ah).



Das machst du besser selbst: Eine Scheinwerferglühlampe oder so etwas und
dann schauen, wie lang sie brennt, bis 10,8 V erreicht sind. Anschließend
sofort wieder laden.

Er verkaufte mir eine Blei-Gel-Batterie.

Was ist dazu zu sagen?

- Ist eine Starterbatterie tatsàchlich so ungeeignet?
(das Geràt wurde schließlich mit einem solchen Bleiakku verkauft)



Sollte schon eine Weile funktionieren, speziell wenn man sie nicht ganz
entlàdt und dann bald wieder làdt, was für Blei immer richtig ist.

- Was passiert in dem Akku, wenn die Ladeschlussspannung so absinkt?



Das kann nur passieren, wenn der Akku zu heiß wird oder wenn eine Zelle
Kurzschluss hat. Ansonsten ist das Ladegeràt ungeeignet.

- Hàlt der Blei-Gel-Akku seinem Preis entsprechend lànger?



Damit kenne ich mich nicht aus, ich vermute aber, dass der Auslaufschutz
der einzige Vorteil des Blei-Gel-Akkus ist.
Gruß Werner
http://www.youtube.com/watch?v=tCOPjB8BDK0
http://www.youtube.com/watch?v=uZ_CppNnNuE

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