Statistik am Doppelspalt

04/08/2013 - 17:13 von Juergen Vogel | Report spam




Da dies oft sogar in der Fachliteratur falsch dargestellt wird, möchte ich
hier mal ein Klarstellung geben.




Öffnet man nur einen Spalt so erhàlt man dahinter als Ergebnis "eine
glatte Gauss'sche Glocke", bez. der Intensitàtsverteilung. Öffent man
dann den zweiten Spalt auch, so gehen rein zufàllig einige Elektronen
welche vorher durch den ersten Spalt gegangen wàren, nun durch den
zweiten geöffneten Spalt, so dass die Verteilung der Gauss'sche Glocke
bei nur einem geöffneten Spalt, durch den zweiten geöffneten Spalt,
gestört wird. Als Ergebnis erhàlt man "eine gewellte Gauss'sche
Glocke".




Das funktioniert natürlich nur dann, wenn die beiden Spalte so nahe
beieinander liegen, dass ein Elektron durch jeden der beiden Spalte
hindurch könnte und nur der Zufall in der Impuslverteilung, bestimmt
durch welchen Spalt es tatsàchlich durch geht. Dank der Unschàrferelation
existiert immer eine zufàllige Varianz in der Impulsverteilung.




Es ist also völlig unsinnig die Gesamtstatistik bei beiden geöffneten
Spalten, aus den beiden Einzelstatistiken bei nur einem geöffneten Spalt,
rekonstruieren zu wollen, da keine der beiden Einzelstatistiken jene
Störung enthàlt welche in der Gesamtstatistik wirksam ist, nàmlich die
Phasenstörung der einen Einzelstatistik durch die andere.




Leider wird sogar in der Fachliteratur suggeriert, dass eine solche
Rekonstruktion, der Statistik des Gesamtfalles beider geöffneten Spalte,
aus der Statistik der beiden Einzelfàllen bei nur einem geöffneten Spalt,
möglich sein müsste. Das Gegenteil ist richtig. Eine solche Rekonstruktion
ist prinzipiell nicht möglich.




Es ist daher klar, das die Summe der Wahrscheinlichkeitsverteilungen der
Einzelfàlle bei nur jeweils einem geöffneten Spalt, verschieden ist von der
Wahrscheinlichkeitsverteilung bei beiden geöffneten Spalten. Bei beiden
geöffneten Spalten ist eine statistische Störung vorhanden, welche im
Einzelfall nicht vorhanden ist.




Da die Wellenfunktion nur reine Statistik ist, funktioniert das ganze
genausogut mit Wellen physikalischer Felder wie auch mit diskreten massiven
Einzelteilchen.


 

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#1 Helmut Wabnig
04/08/2013 - 17:21 | Warnen spam
On 4 Aug 2013 15:13:29 GMT, Juergen Vogel wrote:




Da dies oft sogar in der Fachliteratur falsch dargestellt wird, möchte ich
hier mal ein Klarstellung geben.



Öffnet man nur einen Spalt so erhàlt man dahinter als Ergebnis "eine
glatte Gauss'sche Glocke", bez. der Intensitàtsverteilung. Öffent man
dann den zweiten Spalt auch, so gehen rein zufàllig einige Elektronen
welche vorher durch den ersten Spalt gegangen wàren, nun durch den
zweiten geöffneten Spalt, so dass die Verteilung der Gauss'sche Glocke
bei nur einem geöffneten Spalt, durch den zweiten geöffneten Spalt,
gestört wird. Als Ergebnis erhàlt man "eine gewellte Gauss'sche
Glocke".



Das funktioniert natürlich nur dann, wenn die beiden Spalte so nahe
beieinander liegen, dass ein Elektron durch jeden der beiden Spalte
hindurch könnte und nur der Zufall in der Impuslverteilung, bestimmt
durch welchen Spalt es tatsàchlich durch geht. Dank der Unschàrferelation
existiert immer eine zufàllige Varianz in der Impulsverteilung.



Es ist also völlig unsinnig die Gesamtstatistik bei beiden geöffneten
Spalten, aus den beiden Einzelstatistiken bei nur einem geöffneten Spalt,
rekonstruieren zu wollen, da keine der beiden Einzelstatistiken jene
Störung enthàlt welche in der Gesamtstatistik wirksam ist, nàmlich die
Phasenstörung der einen Einzelstatistik durch die andere.



Leider wird sogar in der Fachliteratur suggeriert, dass eine solche
Rekonstruktion, der Statistik des Gesamtfalles beider geöffneten Spalte,
aus der Statistik der beiden Einzelfàllen bei nur einem geöffneten Spalt,
möglich sein müsste. Das Gegenteil ist richtig. Eine solche Rekonstruktion
ist prinzipiell nicht möglich.



Es ist daher klar, das die Summe der Wahrscheinlichkeitsverteilungen der
Einzelfàlle bei nur jeweils einem geöffneten Spalt, verschieden ist von der
Wahrscheinlichkeitsverteilung bei beiden geöffneten Spalten. Bei beiden
geöffneten Spalten ist eine statistische Störung vorhanden, welche im
Einzelfall nicht vorhanden ist.



Da die Wellenfunktion nur reine Statistik ist, funktioniert das ganze
genausogut mit Wellen physikalischer Felder wie auch mit diskreten massiven
Einzelteilchen.






Schön hast das abgeschrieben.
Kannst schon Blindschreiben?
(Nur auf die Tasten schaun, nich auffm Bidschirm)

w.

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