Statistische Physik Teil 11 Fortführung

28/08/2010 - 11:48 von Aguirre | Report spam
Diese Nichtàquivalenz zeigt sich in Verbindung mit
dem für die Quantenmechanik grundlegenden Prozeß
der Wechselwirkung eines quantenmechanischen Objektes
mit einem System, das mit hinreichender Genauigkeit der
klassischen Mechanik genügt. Finden nàmlich mit dem
Quantenobjekt nacheinander zwei Wechselwirkunsprozesse
(wir nennen sie A und B) statt, dann kann die Behauptung, daß
die Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Resultats des Prozesses B
durch das Ergebnis des Prozesses A bestimmt ist, nur in dem
Fall richtig sein, wennder der Prozeß der Prozeß A früher
als der Prozeß B stattfand (siehe Band 3 QM §7).

In der Quantenmechanik sind also beide Zeitrichtungen nicht
àquivalent, und es ist möglich, daß die "makroskopische"
Beschreibung dieses Sachverhaltes das Gesetz über das
Anwachsen der Entropie ist. Es gelang aber bis heute noch nicht,
auf irgendeine überzeugende Weise diese Verbindung herzustellen
und zu zeigen, daß sie wirklich gültig ist. Ist der Urspung des
Gesetzes über das Anwachsen der wirklich von dieser Art, dann
muß eine die Quantenkonstante h enthaltende Ungleichung
existieren, die die Gültigkeit dieses Gesetzes gewàhrleistet
und die in der realen Welt erfüllt ist (wahrscheinlich mit einem
sehr großen Spielraum).
 

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#1 Helmut Leitner
28/08/2010 - 15:15 | Warnen spam
Am 28.08.10 11:48, schrieb Aguirre:
Diese Nichtàquivalenz zeigt sich in Verbindung mit
dem für die Quantenmechanik grundlegenden Prozeß
der Wechselwirkung eines quantenmechanischen Objektes
mit einem System, das mit hinreichender Genauigkeit der
klassischen Mechanik genügt. Finden nàmlich mit dem
Quantenobjekt nacheinander zwei Wechselwirkunsprozesse
(wir nennen sie A und B) statt, dann kann die Behauptung, daß
die Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Resultats des Prozesses B
durch das Ergebnis des Prozesses A bestimmt ist, nur in dem
Fall richtig sein, wennder der Prozeß der Prozeß A früher
als der Prozeß B stattfand (siehe Band 3 QM §7).

In der Quantenmechanik sind also beide Zeitrichtungen nicht
àquivalent, und es ist möglich, daß die "makroskopische"
Beschreibung dieses Sachverhaltes das Gesetz über das
Anwachsen der Entropie ist. Es gelang aber bis heute noch nicht,
auf irgendeine überzeugende Weise diese Verbindung herzustellen
und zu zeigen, daß sie wirklich gültig ist. Ist der Urspung des
Gesetzes über das Anwachsen der wirklich von dieser Art, dann
muß eine die Quantenkonstante h enthaltende Ungleichung
existieren, die die Gültigkeit dieses Gesetzes gewàhrleistet
und die in der realen Welt erfüllt ist (wahrscheinlich mit einem
sehr großen Spielraum).




Auch das ist aus mehreren Gründen ein sehr fragwürdiger
und schwacher Text.

Schwach ist, dass eine spekulative These des Autors trotz
fehlender Beweise fast wie ein Faktum ausgebreitet wird.

Dabei müsste jedem, der Erfahrung mit Entropie hat, klar
sein, dass dieser Zusammenhang unhaltbar ist: Würde nàmlich
das Anwachsen der Entropie auf einem quantenmechanischen
Fundament begründet sein, dann dürfte sich die Entropie
ohne quantenmechanisches Fundament nicht ergeben.
Nun sind aber gerade qm-freie Modellsysteme wie
"das ideale Gas" auch Mustersysteme für Entropie-
überlegungen, so dass sich die Möglichkeit dieses
Zusammenhangs ad-absurdum führt.

Ähnlich kritisch kann man mit der gegebenen Argumentation
auf Grund der Prozesse A und B umgehen. Dabei geht es im
übertragenen Sinn darum, dass das Quantensystem nach A
nicht mehr das gleiche ist, also quasi eine Erinnerung
an A in sich tràgt. Daraus wird nun ein Widerspruch
gebildet. Diese Argumentationskette ist jedoch nicht
qm-spezifisch, sondern könnte mit jedem System gebildet
werden, das zu einem "Memory-Effekt" in der Lage ist,
etwa einem Menschen beispielswiese oder einer Blechdose,
die in Verformungen einen memory-Effekt implementiert.
Der qm-Bezug müsste also Ockham zum Opfer fallen.

Insgesamt kann man sich nur wundern, was lehrbuchschreibende
Sàulenheilige so alles daherschwafeln, wenn ein kritisches
Feedback außer Kraft gesetzt ist.

lg Helmut

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