Statistische Physik Teil 2 Fortführung

25/08/2010 - 21:13 von Aguirre | Report spam
Befindet sich also ein abgeschlossenes System in irgendeinem
Zeitpunkt in einem makroskopischen Nichtgleichgewichtszustand,
so wird die wahrscheinlichste Verànderung in den nachfolgenden
Zeitpunkten
eine monotone Zunahme der Entropie des Systems sein.
Das ist das sogenannte Gesetz über das Anwachsen der
Entropie oder der zweite Hauptsatz der Thermodynamik.
Er wurde von Clausius entdeckt, seine statistische Begründung wurde
von L. Boltzmann gegeben.
Wenn wir von der "wahrscheinlichsten" Verànderung sprechen, dann
müssen
wir bedenken, daß in Wirklichkeit die Wahrscheinlichkeit des
Übergangs in Zustànde mit größerer Entropie so überwàltigend
groß im Vergleich zur Wahrscheinlichkeit irgendeiner merklichen
Abnahme der Entropie ist, daß die letztere in der Natur
praktisch nicht beobachtet werden kann. Abgesehen
von Abnahmen der Entropie, die mit vollkommen vernachlàssigbaren
Fluktuationen zusammenhàngen, können wir deshalb den
Entropiesatz auf folgende Art formulieren:
Ist in irgendeinem Zeitpunkt die Entropie eines abgeschlossenen
Systems von ihrem Maximalwert verschieden, so nimmt
die Entropie in den folgenden Zeitpunkten nicht ab-
sie nimmt zu oder bleibt im Grenzfall konstant.

Es bestehen keine Zweifel, daß die dargestellten einfachen
Formulierungen der Wirklichkeit entsprechen; sie werden
von unseren alltàglichen Erfahrungen bestàtigt. Bei einer
sorgfàltigen Betrachtung der physikalischen Natur und des Ursprungs
dieser Gesetzmàßigkeiten bbeobachtet man aber wesentliche
Komplikationen, die in einem gewissen Maße bis zur heutigen
Zeit ungelöst sind.



O.K. Freunde der fröhlichen Wissenschaft
morgen mehr.
Gruß Sig
 

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#1 Matthias Rosenkranz
26/08/2010 - 12:29 | Warnen spam
Aguirre schrieb:

Es bestehen keine Zweifel, daß die dargestellten einfachen
Formulierungen der Wirklichkeit entsprechen; sie werden
von unseren alltàglichen Erfahrungen bestàtigt.



Quark. Die klassische Mechanik wird auch von unseren alltàglichen
Erfahrungen bestàtigt und ist trotzdem falsch (wenn auch eine
gute Nàherung für v << c).

Gruß Matthias

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