Statistische Physik Teil 3 Fortführung

26/08/2010 - 09:41 von Aguirre | Report spam
Versuchen wir vor allem, die Statistik auf die
gesamte Welt anzuwenden und sie dabei als
ein einheitliches abgeschlossenes System zu
betrachten, so stoßen wir sofort auf einen
auffallenden Widerspruch zwischen der Theorie
und dem Experiment. Nach den Resultaten der
Statistik müßte sich das Weltall im Zustand des
vollstàndigen statistischen Gleichgewichts befinden.
Genauer gesagt, jedes beliebig große, aber endliche Gebiet
des Weltalls, dessen Relaxationszeit in jedem Falle
endlich ist, müßte sich im Gleichgewicht befinden.
Die tàgliche Erfahrung überzeugt uns indessen davon, daß
die Eigenschaften der Natur mit den Eigenschaften eines
Gleichgewichtssystems gemeinsam haben, und die
astronomischen Daten zeigen, daß das gleiche auch
für für das unserer Beobachtung zugàngliche riesige
Gebiet des Weltalls gilt.
Man könnte versuchen, diesen Widerspruch zu beseitigen,
indem man annimmt, daß der von uns beobachtete Teil
des Weltalls nichts anderes ist als eine riesige Fluktiation
des ingesamt im Gleichgewicht befindlichen Systems.
Die Tatsache, daß wir in der Lage wàren, eine solche
kolossale Fluktuation zu beobachten, könnte man dadurch erklàren,
daß die Existenz einer solchen Fluktuation eine notwendige Bedingung
für die Existenz eines Beobachters ist (eine Bedingung, die die
biologische Entwicklung der Organismen ermöglicht).
Dieses Argument hàlt aber keiner Kritik stand, weil eine
Fluktuation, sagen wir, im Volumen nur eines Sonnensystems,
das in jedem Falle hinreichend wàre, um die Existenz eines
Beobachters zu sichern, eine unmeßbare große Wahrscheinlichkeit
besitzen würde.

O.K. Freunde es wird weitergehen
Sig
 

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#1 Carla Schneider
26/08/2010 - 13:47 | Warnen spam
Aguirre wrote:

Versuchen wir vor allem, die Statistik auf die
gesamte Welt anzuwenden und sie dabei als
ein einheitliches abgeschlossenes System zu
betrachten, so stoßen wir sofort auf einen
auffallenden Widerspruch zwischen der Theorie
und dem Experiment. Nach den Resultaten der
Statistik müßte sich das Weltall im Zustand des
vollstàndigen statistischen Gleichgewichts befinden.
Genauer gesagt, jedes beliebig große, aber endliche Gebiet
des Weltalls, dessen Relaxationszeit in jedem Falle
endlich ist, müßte sich im Gleichgewicht befinden.
Die tàgliche Erfahrung überzeugt uns indessen davon, daß
die Eigenschaften der Natur mit den Eigenschaften eines
Gleichgewichtssystems gemeinsam haben, und die
astronomischen Daten zeigen, daß das gleiche auch
für für das unserer Beobachtung zugàngliche riesige
Gebiet des Weltalls gilt.
Man könnte versuchen, diesen Widerspruch zu beseitigen,
indem man annimmt, daß der von uns beobachtete Teil
des Weltalls nichts anderes ist als eine riesige Fluktiation
des ingesamt im Gleichgewicht befindlichen Systems.
Die Tatsache, daß wir in der Lage wàren, eine solche
kolossale Fluktuation zu beobachten, könnte man dadurch erklàren,
daß die Existenz einer solchen Fluktuation eine notwendige Bedingung
für die Existenz eines Beobachters ist (eine Bedingung, die die
biologische Entwicklung der Organismen ermöglicht).
Dieses Argument hàlt aber keiner Kritik stand, weil eine
Fluktuation, sagen wir, im Volumen nur eines Sonnensystems,
das in jedem Falle hinreichend wàre, um die Existenz eines
Beobachters zu sichern, eine unmeßbare große Wahrscheinlichkeit
besitzen würde.



Wir koennten aber auch ganz einfach annehmen dass das Weltall noch jung
ist gegenueber der Relaxationszeit und daher noch sehr weit weg
vom Gleichgewicht. Das mit der Ewigkeit kommt doch aus der Bibel,
dann kannst du aber auch gleich glauben dass Gott alles geschaffen hat
vor soundsoviel Jahren...

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