Staubsauger reparieren

08/08/2011 - 19:33 von Hannes Kuhnert | Report spam
Hallo,

ich versuche gerade, einen Staubsauger zu reparieren.

Nachdem ich einen Kabelbruch identifiziert, repariert, durch einen Umbau für
die Zukunft die Gefahr àhnlicher Schàden minimiert und die Leitungen wieder
verbunden hatte, funktionierte er immer noch nicht.

Also hab ich mir mal nàher angesehen, wie er so funktioniert. Er hat einen
Reihenschlussmotor. Die Leistung kann über ein Potentiometer gesteuert
werden, das wiederum setzt das Potential der Basis eines Dingens, dass wie
ein Transistor aussieht – allerdings fragte ich mich wie das funktionieren
kann, da ja Wechselspannung anliegt.

Naja, auf jeden Fall schien offensichtlich, dass bei höchster Einstellung
auf Durchgang geschaltet wird. Also hab ich einfach mal den Motor direkt
angeschlossen, er funktioniert – Glück gehabt.

Wie komme ich weiter?

Das Potentiometer befindet sich auf einer Platine im Nutzer-Interaktions-
bereich und hat sinnvolle Widerstànde. Die restlichen Bauelemente auf dieser
Platine dienen anscheinend nur der Beutel-voll-Anzeige.

Wikipedia sagt, dass es sich bei dem transistoràhnlichen Halbleiterelement
um einen Triac handele. Er ist zusammen mit mit ein paar Widerstànden, einem
Kondensator und einer Induktivitàt (?) auf einer Platine am Motorgehàuse
verbaut. Diese Platine hat drei Anschlüsse, einen motorseitigen (nenne ich
mal „Emitter“), einen vom Potentiometer („Basis“) und einen vom Netz
(„Kollektor“). Angeschalteterweise làuft der Motor nicht. Dafür liegt
zwischen „Kollektor“ und „Emitter“ die volle Netzspannung an, die wie zu
erwarten vom Potentiometer zur „Basis“ hin aufgeteilt wird.

Ich vermute jetzt, dass der Triac kaputt ist. Kann der Triac durch fehlenden
„Kollektor“-Anschluss – desses Kabel war gebrochen, wàhrend die Versorgung
der „Basis“ intakt war – geschàdigt worden sein? Wie kann ich den Triac
testen? Mir steht ein einfaches Multimeter zur Verfügung.

Und wie wahrscheinlich ist ein Schaden an dem Kondensator, der vermuteten
Induktivitàt oder gar einem der Widerstànde?
Hannes Kuhnert, Chemnitz
 

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#1 Joerg
08/08/2011 - 19:46 | Warnen spam
Hannes Kuhnert wrote:
Hallo,

ich versuche gerade, einen Staubsauger zu reparieren.

Nachdem ich einen Kabelbruch identifiziert, repariert, durch einen Umbau für
die Zukunft die Gefahr àhnlicher Schàden minimiert und die Leitungen wieder
verbunden hatte, funktionierte er immer noch nicht.

Also hab ich mir mal nàher angesehen, wie er so funktioniert. Er hat einen
Reihenschlussmotor. Die Leistung kann über ein Potentiometer gesteuert
werden, das wiederum setzt das Potential der Basis eines Dingens, dass wie
ein Transistor aussieht – allerdings fragte ich mich wie das funktionieren
kann, da ja Wechselspannung anliegt.




Das Dingens ist normalerweise ein Triac. Bin lange und weit von Alemania
weg, aber frueher sassen da so aehnliche drin:

http://www.st.com/internet/com/TECH...002267.pdf

Ich nahm am liebsten welche die 800V dauerhaft abkonnten, bekam man aber
nicht immer. Wichtig: Versuche alles auf dem "Dingens" aufgedruckte
abzulesen und schreibe es hier in die NG. Denn der Gate Strom fuer
Triggerung muss halbwegs im gruenen Bereich liegen.

Irgendein Elektronikversand bei Euch nimmt auch bei Kleinstmengen kein
Porto, habe aber vergessen wer. Ich glaube Kai-Martin weiss es.

[...]


Ich vermute jetzt, dass der Triac kaputt ist. Kann der Triac durch fehlenden
„Kollektor“-Anschluss – desses Kabel war gebrochen, wàhrend die Versorgung
der „Basis“ intakt war – geschàdigt worden sein? Wie kann ich den Triac
testen? Mir steht ein einfaches Multimeter zur Verfügung.




Die gehen manchmal einfach so kaputt. Irgendeine Ueberspannungsspitze
oder so.


Und wie wahrscheinlich ist ein Schaden an dem Kondensator, der vermuteten
Induktivitàt oder gar einem der Widerstànde?




Sehr geringe Wahrscheinlichkeit.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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