Strahlenbelastung durch Blitzschlag?

04/06/2009 - 02:01 von Ralf . K u s m i e r z | Report spam
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Moin!

Radiologen anwesend? Es ist offenbar wenig bekannt, daß Blitze durch
ihre hohe Temperatur ziemlich intensive Röntgenstrahlung abgeben. (Ich
hatte anderweitig grob geschàtzt, daß ein stàrkerer Blitz (etwa 100
kA) ca. 1 ms lang eine Leistung von ungefàhr 1 GW/m hat und dabei
insgesamt eine Energie von ca. 1 MJ/m umsetzt - wenn nur ein kleiner
Teil davon Röntgenstrahlung ist, dann ist das trotzdem schon "richtig
viel".)

Macht nichts: Ist weit genug weg ...
... aber nur meistens: Wir haben in Deutschland jàhrlich ca. ein
Dutzend Tote durch Blitzschlag, evtl. die doppelte Anzahl überlebender
Verletzter. Und die waren sicher nicht "weit genug weg", sondern ganz
bestimmt "nahe dran".

Ist vielleicht schon einmal jemand auf die Idee gekommen, bei den
Betroffenen nach Symptomen von Röntgenexposition zu suchen? Gibt es
dazu vielleicht Erkenntnisse?

(Daß Blitze merkliche Beitràge zur allgemeinen Strahlenlastung
liefern, kann ich mir u. a. auch deswegen nicht vorstellen, weil die
Strahlungsintensitàt nicht nur aufgrund des zunehmenden Abstands
abnimmt - vermutlich wegen der Linienhaftigkeit der Quelle ungefàhr
linear, also nicht quadratisch -, sondern auch, weil ionisierende
Strahlung doch auch relativ stark von der Luft absorbiert wird. 1 km
Luft entsprechen grob 1 m Wasser hinsichtlich der Absorption.)


Gruß aus Bremen
Ralf
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphàre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hàltst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nàmlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
 

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#1 Joachim Boensch
04/06/2009 - 07:02 | Warnen spam
"Ralf . K u s m i e r z" schrieb im Newsbeitrag
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(Daß Blitze merkliche Beitràge zur allgemeinen Strahlenlastung
liefern, kann ich mir u. a. auch deswegen nicht vorstellen, weil die
Strahlungsintensitàt nicht nur aufgrund des zunehmenden Abstands
abnimmt - vermutlich wegen der Linienhaftigkeit der Quelle ungefàhr
linear, also nicht quadratisch



Der Kreisumfang ist r²Pi, also quadratische Abnahme. Bei einer punktförmigen
Quelle wàre die Abnahme mit der dritten Potenz.

Ansonsten ganz interessante Überlegung, aber ich glaube doch, bei einem
direkten Treffer werden andere Schàden bei weitem überwiegen.

Grüße

Joachim

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