Strahlpumpe

04/03/2015 - 16:46 von Armin Voetter | Report spam
Hello,

ich hab eine italienische Espressomaschine zum auf den Herd stellen (Stückpreis 7 EUR)

Wer es nicht kennt: Wasser einfüllen, gemahlenen Kaffee in den Siebtràger, auf den Herd stellen, aufdrehen.

Einzige Challenge: Den Herd wieder abdrehen wenn der Kaffee fertig ist.

Billig, robust (praktisch unkaputtbar, Dichtung kostet 30 Cent), guter Geschmack

Problem: Der Kaffee raucht in der Dose aus, dh der Geschmack àndert sich leicht.

Die Idee: 1kg vakuumverpackte kaffee in 50g dosen füllen, evakuieren und bei Bedarf öffnen. DIY Kapselkaffee zum Wiederverwenden.

Ich hab eine Vakuumpumpe mit 2 Schiebern, der WAF (wife acceptance factor) als Küchengeràt liegt unter 10^⁻3

Idee:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstrahlpumpe

Ich habe grad eine Vakuumpumpe mit Gardenaanschluß gezeichnet (zum 3d Ausdrucken). An die Wasserleitung anstecken, pritscheln lassen, fertig. braucht nicht mal eine Batterie.

Zur Effizienzsteigerung ueberlege ich den Strahlquerschnitt pulsieren zu lassen, muß ich erst herumexperimentieren. Man könnte sogar eine Energierueckgewinnung mit einem kleinen Peltonrad dazubasteln (das zb eine Druckanzeige LED versorgt)

Alle Teile kommen aus dem 3d Drucker, 0,49 EUR pro cm3 Material, an den Entwicklungskosten wirds nicht scheitern.

Wenn ichs ausgedruckt habe messe ich den Druck mit dem Arduino UNO und einem BMP085 breakout board.

https://www.sparkfun.com/datasheets...000-05.pdf

Damit kommt man logischerweise nicht unter den Dampfdruck von Wasser. Dh bei ca 20mbar ist bei Raumtemperatur Schluss.

Was ich nicht bedacht habe: Man kühlt ja eigentlich sogar.

http://www.thur.de/philo/tanja/wasser.htm

Anmerkung: 100mbar reichen für mikroporöse Kieselsaeure um Wàrmeleitung effizient zu unterbinden ("Vakuumdàmmung"). Dh man bekommt thermische Verluste gut in den Griff. Damit kommt man dann bis zum Sublimationsdruck (8mbar). Spannend :)

Ich hab mal zum Dampfdruck überlegt: Was ist wenn man statt Wasser einfach Salatöl nimmt?

http://www.bunge-deutschland.de/fil...apsoel.pdf

Damit kommt problemlos unter 1 Millibar, dh. man hat schon ein Feinvakuum.

Konsequent weitergedacht: Eine ionische Flüssigkeit einfüllen.

http://arxiv.org/pdf/1006.2090.pdf

<10^⁻10 Pa bei Raumtemperatur?

Dh man spielt plötzlich in der Liga von Turbomolekularpumpen um xx.xxx EUR

Wo ist der Denkfehler?

Was ist denn das am wenigst toxische "Flüssigsalz" das man auch zu einem sinnvollen Preis bekommt? Hat wer einen Liter von dem Zeug herumstehen?

LG aus Wien
Armin
 

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#1 Carla Schneider
04/03/2015 - 20:49 | Warnen spam
Armin Voetter wrote:

Hello,

ich hab eine italienische Espressomaschine zum auf den Herd stellen (Stückpreis 7 EUR)

Wer es nicht kennt: Wasser einfüllen, gemahlenen Kaffee in den Siebtràger, auf den Herd stellen, aufdrehen.

Einzige Challenge: Den Herd wieder abdrehen wenn der Kaffee fertig ist.

Billig, robust (praktisch unkaputtbar, Dichtung kostet 30 Cent), guter Geschmack

Problem: Der Kaffee raucht in der Dose aus, dh der Geschmack àndert sich leicht.

Die Idee: 1kg vakuumverpackte kaffee in 50g dosen füllen, evakuieren und bei Bedarf öffnen. DIY Kapselkaffee zum Wiederverwenden.



Das geht mit Schraubglaesern, aber wie mit Dosen ?


Ich hab eine Vakuumpumpe mit 2 Schiebern, der WAF (wife acceptance factor) als Küchengeràt liegt unter 10^?3

Idee:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstrahlpumpe

Ich habe grad eine Vakuumpumpe mit Gardenaanschluß gezeichnet (zum 3d Ausdrucken). An die Wasserleitung anstecken, pritscheln lassen, fertig. braucht nicht mal eine Batterie.

Zur Effizienzsteigerung ueberlege ich den Strahlquerschnitt pulsieren zu lassen, muß ich erst herumexperimentieren. Man könnte sogar eine Energierueckgewinnung mit einem kleinen Peltonrad dazubasteln (das zb eine Druckanzeige LED versorgt)

Alle Teile kommen aus dem 3d Drucker, 0,49 EUR pro cm3 Material, an den Entwicklungskosten wirds nicht scheitern.

Wenn ichs ausgedruckt habe messe ich den Druck mit dem Arduino UNO und einem BMP085 breakout board.

https://www.sparkfun.com/datasheets...000-05.pdf



Ist leider nicht fuer Druecke unter 300mbar.


Damit kommt man logischerweise nicht unter den Dampfdruck von Wasser. Dh bei ca 20mbar ist bei Raumtemperatur Schluss.



Das Wasser aus dem Wasserhahn ist deutlich kaelter als 20°C - zumindest in Deutschland.


Was ich nicht bedacht habe: Man kühlt ja eigentlich sogar.

http://www.thur.de/philo/tanja/wasser.htm

Anmerkung: 100mbar reichen für mikroporöse Kieselsaeure um Wàrmeleitung effizient zu unterbinden ("Vakuumdàmmung"). Dh man bekommt thermische Verluste gut in den Griff. Damit kommt man dann bis zum Sublimationsdruck (8mbar). Spannend :)

Ich hab mal zum Dampfdruck überlegt: Was ist wenn man statt Wasser einfach Salatöl nimmt?

http://www.bunge-deutschland.de/fil...apsoel.pdf

Damit kommt problemlos unter 1 Millibar, dh. man hat schon ein Feinvakuum.

Konsequent weitergedacht: Eine ionische Flüssigkeit einfüllen.

http://arxiv.org/pdf/1006.2090.pdf

<10^?10 Pa bei Raumtemperatur?

Dh man spielt plötzlich in der Liga von Turbomolekularpumpen um xx.xxx EUR

Wo ist der Denkfehler?

Was ist denn das am wenigst toxische "Flüssigsalz" das man auch zu einem sinnvollen Preis bekommt? Hat wer einen Liter von dem Zeug herumstehen?



Gibt es ein Salz das bei niedrigen Temperaturen (unter 100°C ) fluessig ist
und kein Wasser enthaelt ?
Eine Fluessigkeit mit niedrigem Dampfdruck waere z.B. Gallium bei 30°C , oder Galinstan
bis unter 0°C.
Fluessiges Metall kann man auch elektromagnetisch pumpen - allerdings kommt fuer
die Kontakte nur Wolfram in Frage in da Gallium andere Metalle angreift.

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