Stromerzeuger, kein Sinus - Gefahr fuer Geraete?

06/02/2008 - 15:06 von Mirko Parthey | Report spam
Ich habe hier einen Inverter-Stromerzeuger (Wechselstrom)
dessen Ausgangsspannung so aussieht:

http://rtg.informatik.tu-chemnitz.de/~mpa/fotos/signal.gif

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Unter Last àndern sich weder U, f, noch der Kurvenverlauf wesentlich.

Können Geràte bei solcherart Stromversorgung Schaden nehmen?
Ich denke da besonders an:
- Computer und TV (Schaltnetzteil mit passiver oder aktiver PFC?)
- Kleingeràte mit Steckernetzteil (evtl. Schaltnetzteil ohne PFC?)
- Glühlampen-Dimmer

Danke für Eure Meinungen,
Mirko
 

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#1 Wiebus
06/02/2008 - 16:28 | Warnen spam
Hallo Mirko.

Leider hàngt das sehr von Details ab, was da passiert.
Aussagen bleiben eher unsicher.

Können Geràte bei solcherart Stromversorgung Schaden nehmen?
Ich denke da besonders an:
- Computer und TV (Schaltnetzteil mit passiver oder aktiver PFC?)



Passiver PFC ist eine Filterschaltung. Da dürfte eher noch das
wenigste passieren. Dein Stromerzeuger ist im Zweifel gefàrdeter als
Dein Verbraucher.

Aktiver PFC laut Lehrbuch greift sich einen Sollstrom aus der
Sollspannung durch geschickte Verrechnung heraus. Es hàngt dann von
Details in der Kurvenform ab, was passiert. Idealerweise folgt der
Sollstrom der Kurvenform der Sollspannung, die durch doppelweg
Gleichrichtung OHNE zu starke Siebung gewonnen wird (Man will ja noch
die Kurvenform sehen). Allerdings wird auch noch über Zeitràume
Integriert, dazu muss sauber ein Nulldurchgang bestimmt werden. Das
kann bei machen Kurvenveràufen danebengehen.
Das heist aber immer noch nicht, das zwangslàufig etwas kaputtgeht.
- Kleingeràte mit Steckernetzteil (evtl. Schaltnetzteil ohne PFC?)



Eher unkritischer Fall. Die Teile richten einfach gleich und setzten
einen Schaltregler dahinter, d.h. nach der Gleichrichtung hast Du eine
Gleichspannung in höhe der Spitzenspannung.
Der Rechteck kann u.U. zu unangenehm hohen Pulsströmen im
Eingangsgleichrichter führen.
Persönlich meine ich zwar, das sollte er abkönnen, also ausreichend
dicke Dioden rein, aber die Auswahl der Dioden liegt im
Ermessensspielraum des Entwicklers und seiner Auftraggeber. Die können
das anders gesehen haben.


- Glühlampen-Dimmer



Hàngt von Konstruktionsdetails ab, was passiert. Er wird auf jeden
Fall Probleme mit dem Regeln haben, wenn er eine "vertikale"
Ansteuerung macht. Eine "horizontale" ist deutlich besser, mit der
Einschrànkung, das wiederum der Nulldurchgang sauber erkannt werden
muss.
Erfahrungsgemàß klappt das mit dem Regeln nicht, es sei, die Dimmer
sind genau für den Zweck der Regelung an so verhackten Netzten
konstruiert worden.
Erfahrungsgemàß gehen "normale" Lichtdimmer sehr oft Kaputt. Die
kommen mit den steilen Flanken nicht klar.




Danke für Eure Meinungen,



Ich fürchte, da zu den meisten Dimmern keine Unterlagen vorhanden
sind, und zum Abschàtzen viel Erfahrung nötig ist, wirst Du um das
Ausprobieren nicht herum kommen. Das wird Dir mit sicherheit keine
befriedigende Antwort sein, aber immerhin hast Du nun eine Ahnung,
warum das passierte. :-)

Egal was Du machst: Beobachte, wenn es làuft, eine Weile die
Erwàrmung. Am besten vorher ein Test am Sinus Netz, um ein Gespür zu
bekommen, ob da was weglàuft.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic




http://www.darc.de/l02/


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Wirtschaft auf Schiebung.
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eine Hürde, zu dieser Welt zu gehören.
Ich will keine besseren Politiker, ich will ein besseres Volk.

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