Stromverbrauch von optischen Computern

21/06/2013 - 13:22 von Manuel Rodriguez | Report spam
[1] schreibt auf Seite 32, dass der Lenslet EnLight256 bei 8000 Gigaflops nur 40 Watt Strom verbrauchen würde. Das sind umgerechnet 200 Gigaflops je Watt. Zum Vergleich: die Spitzenklasse aus der Green500 Liste schafft derzeit nur 2,5 Gigaflops je Watt [2].

Verwunderlich sind solche Angaben jedoch nicht, wird doch schon seit Jahren davon gesprochen, dass man mit optischen Computern (nanophotonics) die Energieaufnahme um das 1000 fache senken könne. Und in einer Intel Roadmap zum Exascale Computing wurde ebenfalls davon gesprochen, dass man dieses Ziel nur über eine drastische Reduzierung des Stromverbrauches erreichen könne.

Mein Problem ist jetzt folgendes: zum genannten Rechner (Lenslet Enlight) war außer einigen PDF Folien nichts weiter in Erfahrung zu bringen. Weder gibt es ein Youtube-Video noch werden die Angaben über den Stromverbrauch irgendwo bestàtigt. Hat jemand nàhrere Informationen zu dieser Technologie?

Der alleinige Fokus auf den Stromverbrauch làsst neuerdings den Menschen als Rechner wieder etwas besser erscheinen. Bekanntermaßen hat damals Kasparov gegen Deep Blue zwar in ELO Punkten verloren, aber in der Einheit ELO-Punktzahl je Watt dürfte Kasparov doch um einiges besser gewesen sein. Menschen verbrauchen pro Stunde nur rund 80 Watt an Energie, Deep Blue hingegen brauchte einen Starkstromanschluss. Es geht nicht wirklich darum den schnellsten Computer zu bauen, sondern den billigsten.

QUELLEN
[1] Optical Signal Processing, Practical Implementation and Applications, http://www.thirdwave.de/3w/tech/opt...OE2003.pdf
[2] The Green500 List - November 2012, http://www.green500.org/lists/green201211
 

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#1 Rolf Bombach
21/06/2013 - 22:35 | Warnen spam
Manuel Rodriguez schrieb:
[1] schreibt auf Seite 32, dass der Lenslet EnLight256 bei 8000 Gigaflops nur 40 Watt Strom verbrauchen würde. Das sind umgerechnet 200 Gigaflops je Watt. Zum Vergleich: die Spitzenklasse aus der Green500 Liste schafft derzeit nur 2,5 Gigaflops je Watt [2].

Verwunderlich sind solche Angaben jedoch nicht, wird doch schon seit Jahren davon gesprochen, dass man mit optischen Computern (nanophotonics) die Energieaufnahme um das 1000 fache senken könne. Und in einer Intel Roadmap zum Exascale Computing wurde ebenfalls davon gesprochen, dass man dieses Ziel nur über eine drastische Reduzierung des Stromverbrauches erreichen könne.

Mein Problem ist jetzt folgendes: zum genannten Rechner (Lenslet Enlight) war außer einigen PDF Folien nichts weiter in Erfahrung zu bringen. Weder gibt es ein Youtube-Video noch werden die Angaben über den Stromverbrauch irgendwo bestàtigt. Hat jemand nàhrere Informationen zu dieser Technologie?



Irgendwie fehlt in dem pdf eine grundlegende thermodynamische Analyse zum möglichen
Energieverbrauch. Mir kommt das alles sehr merkwürdig vor. Man braucht doch deutlich
von Null verschiedene Mengen Licht, um a) 8 bit genügend genau /amplitudenmoduliert/
zu senden und b) mit mindestens 8 bit ditto wieder einzulesen, nach einigem optischen
Weg und, wie im Fall der Multiplikation, nach Abschwàchern. Und dann das noch mit
betràchtlicher Geschwindigkeit.
Nun, das Personal scheint ja, man gibt es zu, aus jeder Menge Marketingspezialisten
zu bestehen.
Ich tippe mal, eine Verleumdung riskierend, auf eine der vielen Anlagebetrugsfirmen
in den USA. Siehe Blacklight etc.

[1] Optical Signal Processing, Practical Implementation and Applications, http://www.thirdwave.de/3w/tech/opt...OE2003.pdf



Sehr nett auch die Grafik auf Seite 30. Ich liebe alte Prognosen, da kann sich
so mancher zum Affen machen. Nach der hochwissenschaftlichen Extrapolation schafft
der Pentium dieses Jahr die 1 THz-Grenze, ein paar Jahre spàter 10 THz. Abgesehen
davon, dass das Quark ist, wàre das ja auch das Ende des vorgestellten Produkts ;-]

mfg Rolf Bombach

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