Stromversorgung aus 12V - was darf man von den Spannungskonvertern eigentlich erwarten?

28/06/2008 - 14:11 von Wolfgang Uhr | Report spam
Einen wunderschönen guten Tag

Auf einer Webeseite eines Hàndlers wird man darüber informiert, dass man
- so man aus 12V eben 240V Hausstrom machen möchte - man auf
Verwendungszweck und Verbraucher zu achten hat. Einen Kühlschrank mit
vielleicht 100 Dauerleistung für den Kompressor müsste man mit einer
Kapazitàt versorgen von 800 bis 1.000 Watt, weil der Kompressor einen
Anlaufstrom hat und der eben ein vielfaches des Dauerstromes ausmacht
und bei Unterkapazitàt sowohl der Kühlschrank als auch der Wandler
gefàhrdet seien.

Diese Ausführung wundert mich eigentlich. Normalerweise würde ich bein
einer angefragen Überkapazitàt von einem guten Spannungsregler erwarten,
dass dieser einfach die Spannung herunterregelt. Ich hàtte also einen
Kühlschrank mit spitzenstrom von 1.000 Watt und Dauerlast von 100 Watt
und einen Wandler von 300 Watt, dann würde der einfach die Spannung auf
130 Volt runterfahren und gut wàre es. Und wenn dann der Kompressor
nicht anlàuft, würde der Wandler vielleicht warm werden, ggf. zu warm
und abschalten.

Wo da etws bei einem guten Geràt kaputt gehen kann, das entzieht sich
meiner Kenntniss.

Denke ich da richtig oder ist da ein Knoten drin in meiner Denkweise.
Also kann ich erwarten, dass bei einem 300 Watt-Wandler, der an einem
solchen Kühlschrank angeschlossen ist, dass hier nichts kaputt gehen darf?

Herzlichen Dank für jeden Hinweis
Wolfgang
 

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#1 Jan Becker
28/06/2008 - 15:22 | Warnen spam
Wolfgang Uhr schrieb am 28.06.2008 14:11:
Auf einer Webeseite eines Hàndlers wird man darüber informiert, dass man
- so man aus 12V eben 240V Hausstrom machen möchte - man auf
Verwendungszweck und Verbraucher zu achten hat.


So sollte das auch sein.

Einen Kühlschrank mit
vielleicht 100 Dauerleistung für den Kompressor müsste man mit einer
Kapazitàt versorgen von 800 bis 1.000 Watt, weil der Kompressor einen
Anlaufstrom hat und der eben ein vielfaches des Dauerstromes ausmacht
und bei Unterkapazitàt sowohl der Kühlschrank als auch der Wandler
gefàhrdet seien.



Das hat weniger mit dem Anlaufstrom zu tun, als mit der Tatsache, dass
der Kompressor in einer Stunde nicht 60 Minuten làuft. Wenn der
Kompressor vielleicht 10 Minuten pro Stunde làuft hat er sicherlich in
dieser Zeit eine Leistungsaufnahme von 800W. Diese 800W müssen vom
Umrichter geliefert werden können. In den restlichen 50 Minuten ist er
der Kompressor aus und Du könntest eigentlich den Stecker vom
Kühlschrank abziehen (Leistungsaufnahme 0W). Damit ergibt sich dann ein
gemittelter Wert.


Diese Ausführung wundert mich eigentlich. Normalerweise würde ich bein
einer angefragen Überkapazitàt von einem guten Spannungsregler erwarten,
dass dieser einfach die Spannung herunterregelt.



Erstmal würde ich dann erwarten, dass die Frequenz (50Hz) sinkt, da die
Abnahme größer ist als die Einspeiseleistung.

Ich hàtte also einen
Kühlschrank mit spitzenstrom von 1.000 Watt und Dauerlast von 100 Watt
und einen Wandler von 300 Watt, dann würde der einfach die Spannung auf
130 Volt runterfahren und gut wàre es.


Womit Du dann wahrscheinlich nicht wirklich mehr Geràte, welche für 230V
ausgelegt sind, betreiben kannst!

Und wenn dann der Kompressor
nicht anlàuft, würde der Wandler vielleicht warm werden, ggf. zu warm
und abschalten.


Das würde er schon in den 10 Minuten, in denen dein Kühlschrank versucht
800W aus deinem Wandler "zu saugen".

Wo da etws bei einem guten Geràt kaputt gehen kann, das entzieht sich
meiner Kenntniss.



Kommt sehr auf die angeschlossenen Geràte an. Was bedeutet für dich ein
"gutes Geràt". Wenn ich in meinen Fernseher einen Becher Wasser kippe,
wird er sicherlich kaputt gehen. Obwohl er zum Fernsehehn sehr gut ist,
kann man leider damit keinen Kaffee kochen ;-)
Wenn also Geràte außerhalb ihrer Spezifikationen betrieben werden,
braucht man sich ggf. nicht zu wundern, wenn diese das nicht mitmachen.
Gründe kann es viele geben: z.B. Ansteigen von Verlustleistungen in
elektronischen Geràten, da durch due geringe Spannung ein ungünstiges
Taktverhàltnis bei Halbleiter-Schaltern entstehen kann,...

Denke ich da richtig oder ist da ein Knoten drin in meiner Denkweise.
Also kann ich erwarten, dass bei einem 300 Watt-Wandler, der an einem
solchen Kühlschrank angeschlossen ist, dass hier nichts kaputt gehen darf?


Bei einem einfachen Kühlschrank kann sicherlich nichts kaputt gehen, da
im Wesentlichen nur Mechanik vorhanden ist. Wenn der Spannungswandler
einen Schutz gegen Überlast hat, sollte auch dieser gehen. Ob dein
Kühlschrank aber kalt wird, wage ich zu bezweifeln.


Bitte nur in die NG antworten, nicht per Email.

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