Supercap laden/entladen

22/03/2010 - 09:06 von claudio ehringer | Report spam
Hallo,
ich suche nach einer möglichst einfachen Schaltung, die folgendes tun soll:
Über eine Solarzelle wird ein Supercap geladen, alle paar Minuten
(können auch 15 sein, ist nicht sehr kritisch) soll der Supercap seine
Ladung dann in einen kleinen Motor abgeben, der stark untersetzt mit
maximal 250 Milliampere bei 5 Volt kurz etwas antreibt, wobei auch die
Entladedauer nicht kritisch ist (zwei, drei Sekunden reichen).
Zur Verfügung stehen 2 Supercaps (einer mit 1F 5,5V, der andre mit 0,1F
5,5V), Widerstànde, _kein_ 555, div. OPs, Transistoren, Elkos, Dioden.

Das ganze soll einfach so vor sich hin werkeln, bei wenig Sonne darf das
ganze auch lànger brauchen bis es sich entlàdt, in der Nacht
braucht/soll es nichts zu tun, am Morgen soll es einfach selbstàndig
wieder anfangen.

Ich dachte an eine Schaltung mit OP als Komperator, der einen Transistor
treibt um den Supercap in den Motor zu entladen. Verglichen werden soll
der Ladezustand eines Elkos mit einem Spannungsteiler, der OP wird vom
kleinen Supercap versorgt, der hinter einer Schottky (damit er nicht
auch in den Motor entladen wird) ebenso aus der Solarzelle versorgt
wird. Nur; wie mache ich das so, dass die Entladung dann auch wirklich
passiert und dann wieder alles von vorn beginnt?

Bitte um Ideen,

Danke!

Claudio
 

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#1 MaWin
22/03/2010 - 10:44 | Warnen spam
"claudio ehringer" schrieb im Newsbeitrag
news:4c1f1$4ba724fa$557f266f$

Ich dachte an eine Schaltung mit OP als Komperator, der einen Transistor
treibt um den Supercap in den Motor zu entladen. Verglichen werden soll der
Ladezustand eines Elkos mit einem Spannungsteiler, der OP wird vom kleinen
Supercap versorgt, der hinter einer Schottky (damit er nicht auch in den Motor
entladen wird) ebenso aus der Solarzelle versorgt wird. Nur; wie mache ich das
so, dass die Entladung dann auch wirklich passiert und dann wieder alles von
vorn beginnt?




Hysterese.

Du schaltest ein, wenn die Spannung an 5.5V heran geht,
dann entlàdt der Motor den Elko und die Spannung fàllt,
und du schaltest aus, wenn die Spannung unter die sinnvolle
Betriebsspannung des Motors fàllt, sagen wir 1.5V.

Als geeignter IC (2 Schaltschwellen, FlipFlip, Leistungstreiber)
tut es der NE555, aber der will wohl nicht so gern mit
schwankender Betriebsspannung und eine extra Batterie für ihn
wirst du nicht investieren wollen (den Kram mit der Schottky
vergiss mal, versorge direkt aus dem SuperCAP).

Daher kann ein ICL7665 sinnvoll sein, dessen Ausgang du aber
wohl mit einem Transistor verstàrken musst, um den Motor zu
versorgen.

Letztlich wird man das auch mit einem OpAmp als Schmitt-Trigger
mit Hyterese bauen können.

Etwas problematisch beim Experimentieren wird der Motor sein,
der mit seinem Störfeuer (Spannungsimpulse) jede logische
Schaltung verwirren wird. Man wird die Störungen, die der
Motor verursacht, ordentlich wegfiltern müssen, z.B. in dem
die Zuleitzung zum IC jeweils mit einem Vorwiderstand
(220 Ohm) und einem Kondensator nach Masse des IC (100uF)
abgeblockt werden. Sonst schaltet der erste Impuls nach unten,
den der Motor beim Einschalten verursacht, deine Steuerung wieder
ab.

Wenn's also mit einem Belastungswiderstand an stelle des Motors
funktioniert, aber nicht mit dem Motor, hast du noch ein Störproblem.
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://freenet-homepage.de/mawin/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

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