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Supraflüssigkeit - die Theorie

23/10/2012 - 15:30 von Black Rioter | Report spam
Das Zwei-Fluid-Modell (auch Zwei-Flüssigkeiten-Modell) zur Erklàrung der Suprafluiditàt geht zurück auf László Tisza und Lew Landau. Da im Temperaturbereich von 1 K bis zum Lambda-Punkt Helium sowohl suprafluide als auch viskose Eigenschaften zeigt, nimmt man an, dass sich die Gesamtdichte der Flüssigkeit aus einem normalen Anteil, der bei sinkender Temperatur zunehmend kleiner wird, und einem suprafluiden Anteil zusammensetzt. Jedoch lassen sich auch Anregungen im suprafluiden Anteil erzeugen, die wie eine Viskositàt von suprafluidem Helium wirken. Zieht man z. B. einen schwimmenden Körper über suprafluides Helium, so verspürt dieser bis zu einer gewissen Grenzgeschwindigkeit (das sogenannte Landau-Kriterium) keinerlei Reibung. Oberhalb dieser Geschwindigkeit können jedoch Rotonen und bei noch höheren Geschwindigkeiten Phononen angeregt werden, was auf den Körper wie Reibung wirkt. Rechnerisch ergibt sich hierbei eine Grenzgeschwindigkeit von ca. 60 m/s. In der Tat stellt man in Durchfluss Experimenten fest, dass die Grenzgeschwindigkeit deutlich unter 1 cm/s liegt, jedoch bei Ionen die sich durch supraflüssiges Helium bewegen werden Geschwindigkeiten bis knapp an die 60 m/s gemessen. Die Ursache ist die Anregung quantisierter Wirbel in der Supraflüssigkeit, sogenannter Vortizes. Dieses Phànomen ist vergleichbar mit der Anregung quantisierter Kreisströme in Supraleitern. Die Vortizes dürfen dabei nicht mit den Rotonen verwechselt werden, da letztere eine makroskopische Anregung der Supraflüssigkeit darstellen.
 

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#1 AGUIRRE
23/10/2012 - 17:53 | Warnen spam
Am Dienstag, 23. Oktober 2012 15:30:24 UTC+2 schrieb Black Rioter:
Das Zwei-Fluid-Modell (auch Zwei-Flüssigkeiten-Modell) zur Erklàrung der Suprafluiditàt geht zurück auf László Tisza und Lew Landau. Da im Temperaturbereich von 1 K bis zum Lambda-Punkt Helium sowohl suprafluide als auch viskose Eigenschaften zeigt, nimmt man an, dass sich die Gesamtdichte der Flüssigkeit aus einem normalen Anteil, der bei sinkender Temperatur zunehmend kleiner wird, und einem suprafluiden Anteil zusammensetzt. Jedoch lassen sich auch Anregungen im suprafluiden Anteil erzeugen, die wie eine Viskositàt von suprafluidem Helium wirken. Zieht man z. B. einen schwimmenden Körper über suprafluides Helium, so verspürt dieser bis zu einer gewissen Grenzgeschwindigkeit (das sogenannte Landau-Kriterium) keinerlei Reibung. Oberhalb dieser Geschwindigkeit können jedoch Rotonen und bei noch höheren Geschwindigkeiten Phononen angeregt werden, was auf den Körper wie Reibung wirkt. Rechnerisch ergibt sich hierbei eine Grenzgeschwindigkeit von ca. 60 m/s. In der Tat stellt man in Durchfluss Experimenten fest, dass die Grenzgeschwindigkeit deutlich unter 1 cm/s liegt, jedoch bei Ionen die sich durch supraflüssiges Helium bewegen werden Geschwindigkeiten bis knapp an die 60 m/s gemessen. Die Ursache ist die Anregung quantisierter Wirbel in der Supraflüssigkeit, sogenannter Vortizes. Dieses Phànomen ist vergleichbar mit der Anregung quantisierter Kreisströme in Supraleitern. Die Vortizes dürfen dabei nicht mit den Rotonen verwechselt werden, da letztere eine makroskopische Anregung der Supraflüssigkeit darstellen.



Hey PUSSY CAT das erinnert mich ganz stark an die Wasserbrücke
die ich letzte Woche gesehen habe.
Da waren zwei Wassersàulen nebeneinander aufgestellt
die durch eine Wasserbrücke verbunden waren.
Das Wasser hatte seine eigene Brücke gebildet durch anlegen
von...?
Die Wassersàulen hatten je nach Entfernung einen tieferen Durchhànger
(nach unten gekrümmt) bis sie irgendwann bei d=max zusammenbrach.
I saw it with my one eyes!
Aguirre

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