Synchronmaschine im Generatormode

23/03/2010 - 15:06 von Wolfgang Weinmann | Report spam
Hallo,

ich habe ein Verstàndnisproblem. Es geht um den Generatormode einer
Synchronmaschine. Um es einfacher zu machen, bleibe ich bei einer
Einphasenmaschine, die an einem Wechselstrom betrieben wird. Nehmen
wir an, es ist Motorbetrieb. Die außenliegende Wechselspannung habe
eine Amplitude von 10V. Wenn der Motor làuft, wird eine Gegenspannung
induziert. Da die außenliegende Klemmenspannung höher ist, wird die
Maschine im Motorbetrieb betrieben. Das Stànder-Magnetfeld ist vor dem
Rotor. Wenn jetzt die Maschine angetrieben wird, daß der Rotor dem
Wechselfeld vorauseilt, dann liegt ja Generatorbetrieb an. Die
Generatorspannung ist aber immer noch kleiner als die externe
Klemmenspannung. Ich bekomms gedanklich nicht auf die Reihe. Im
Generatorbetrieb muß bei einer positiven Generatorspannung ein Strom
in Gegenrichtung der Generatorspannung fließen, damit Energie
abgegeben wird. Die àußere Spannung ist aber größer.

Hat jemand einen Link, oder ein PDF-dokument, wo mir auf die Sprünge
geholfen werden kann?

Wolfgang
 

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#1 MaWin
23/03/2010 - 15:15 | Warnen spam
"Wolfgang Weinmann" schrieb im Newsbeitrag
news:

Die Generatorspannung ist aber immer noch kleiner als die externe
Klemmenspannung.



Nö.

Denk mal an einen Rotor, der sich im Magnetfeld frei dreht,
genau so schnell wie das Magnetfeld, also weder als Motor
noch als Generator, sondern als "Mitlàufer".

Es gibt keine elektromotorischen Kràfte, es fliesst kein Strom,
weil die Spannung der Wicklung genau zum kompensierenden
Magnetfeld passt.

Wenn nun der Roter langsamer wird, schiebt ihn das rotierende
Magnetfeld, weil die magnetische Kraft in diese Richtung wirkt,
um so stàrker, um so weiter die Phase auseinanderliegt.

Dreht der Rotor schneller, eilt die Phase voraus, und Strom
wird ins Netz eingespeist (letzlich weil effektiv eine
Spannung in die Wiklcung indizuert wird).

Es sind einfach 2 (gegeneinander gepolte Permanent-)Magnete,
die (auf einer Schiene, in Kreisbahn) hintereinander her
geschoben werden. Der hintere schiebt den vorderen mit der
Magnetkraft weg. Je nach Situation (Motor/Generator) ist
der hintere Magnet Kraft des Stromnetzes oder die Kraft der
Antriebwelle.
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://freenet-homepage.de/mawin/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
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