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Synchronmotor takten

17/08/2013 - 11:39 von M.Dinsch | Report spam
Hallo,
gleich das nàchste Problem, bei dem ich gerne um Rat fragen möchte.
Ich habe hier einen kleinen Synchronmotor in/aus einem Laminiergeràt,
dessen Drehzahl ich verringern möchte. Die professionelle Methode,
einen Versorgungsspannung mit variabler bzw. geringerer Frequenz
aufzubauen, ist mir zu aufwendig.
Ich dachte eher an eine q&d-Lösung, den Motor für nur z.B. 100ms mit
Spannung zu versorgen, gefolgt von z.B. 900ms Pause. Usw. Also den
Motor mit einer 1HZ-PWM und einem duty-cycle von 10% anzusteuern.
Erste Frage: Ist das funktional überhaupt sinnvoll, kann das
funktionieren? Oder ist die Pulszeit zu kurz für diesen Zweck?
Ich habe diese relativ kurze Pulszeit gewàhlt um eine vergleichsweise
gleichmàßige Geschwindigkeit zu bewirken. Je lànger der Puls destso
ruckartiger der Motorlauf. 50ms oder gar 10ms wàren mir lieber, aber
bei 50Hz Netzfrequenz wird das wohl nicht funktional sein.

Zur Realisierung wollte ich das auf der Platine befindliche 4093
(versorgt mit ca. 12V, gewonnen über Brückengleichrichter mit
vorgeschaltetem RC direkt aus der Netzspannung, danach Elko und
Z-Diode) mißbrauchen, von dem zwei NAND-ST-Gatter unbenutzt sind. Aus
dem ersten Gatter entsteht mit 2u2/1M2 (erste Anhaltswerte, ich weiß,
daß die maßgeblichen Parameter je nach Exemplar unterschiedlich sind)
ein astabiler MV mit 1 Hz (Ziel). Dessen Ausgang geht über C/R (nach
Plus) von 220n/220k (s.o.) an die Eingànge des zweiten Gatters, der
somit einen Plus-Puls von ca. 100ms (Ziel) generiert.
Soweit ist das nicht weiter prickelnd (auch wenn ich leider keine
Angaben zu den Grenzwerten der R/C gefunden habe).

Prickelnd wird für mich aber die direkte Ansteuerung des Motor - da
geht es um Netzspannung, da fehlt mir die Erfahrung.
Üblicherweise nimmt man für so etwas (bei diesen kurzen Schaltzeiten)
wohl einen Optokoppler und einen Triac. Im Netz habe ich dazu - eher
durch Zufall - auf
http://img62.imageshack.us/i/dimmer.png/
gestoßen: MOC3023-Optokopler für TRIAC steuert TIC216D (übrigens
entspricht dort die "Netzteil"beschaltung zufàlligerweise dem meines
Geràts).
Meint ihr, daß dies auch für den Synchronmotor tauglich ist? Der
Bezeichnung "Dimmer" nach scheint das wohl für Lampen gedacht zu sein;
müßte das für die Ansteuerung eines kleinen Synchronmotors geàndert
werden?
 

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#1 Marcel Müller
17/08/2013 - 13:26 | Warnen spam
Hallo,

On 17.08.13 11.39, M.Dinsch wrote:
Ich dachte eher an eine q&d-Lösung, den Motor für nur z.B. 100ms mit
Spannung zu versorgen, gefolgt von z.B. 900ms Pause.



was soll das bringen? In den 100ms zieht der Motor furchtbar viel Strom
und versucht dabei einzurasten. Entweder packt er es, oder nicht
(wahrscheinlich). Wenn nicht kommt es beim nàchsten Impuls auf die
Phasenlage an. Davon abhàngig wird er beschleunigen oder abbremsen. Und
in der nàchsten Runde beginnt das Spiel von vorne.

Usw. Also den
Motor mit einer 1HZ-PWM und einem duty-cycle von 10% anzusteuern.
Erste Frage: Ist das funktional überhaupt sinnvoll, kann das
funktionieren? Oder ist die Pulszeit zu kurz für diesen Zweck?
Ich habe diese relativ kurze Pulszeit gewàhlt um eine vergleichsweise
gleichmàßige Geschwindigkeit zu bewirken. Je lànger der Puls destso
ruckartiger der Motorlauf. 50ms oder gar 10ms wàren mir lieber, aber
bei 50Hz Netzfrequenz wird das wohl nicht funktional sein.



Bevor Du mit viel Aufwand einen (làrmenden) PWM erzeugst, kannst Du auch
einen zumindest weniger làrmenden, langsameren Synchrontakt erzeugen.
Bei q&d muss es ja kein Sinus sein.

Prickelnd wird für mich aber die direkte Ansteuerung des Motor - da
geht es um Netzspannung, da fehlt mir die Erfahrung.



Dann wiederum nimmt man ein Getriebe.

Üblicherweise nimmt man für so etwas (bei diesen kurzen Schaltzeiten)
wohl einen Optokoppler und einen Triac.



Der Triac knallt aber immer bis zum Ende der Halbwelle drauf. Das macht
die Ansteuerung noch instabiler, als sie ohnehin schon ist.


Meint ihr, daß dies auch für den Synchronmotor tauglich ist?



Nein. Du reduzierst nicht die Drehzahl, sondern das Drehmoment, Und wenn
es nicht mehr reicht, spinnt der Motor halt.

Der
Bezeichnung "Dimmer" nach scheint das wohl für Lampen gedacht zu sein;
müßte das für die Ansteuerung eines kleinen Synchronmotors geàndert
werden?



Ja, und zwar wegschmeißen, anders machen.


Marcel

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