Syniverse-Untersuchung weist auf Datenschutz-Dilemma im Mobilbereich hin: Vertrauen der Verbraucher in Marken und Mobilfunkanbieter schwindet

22/02/2016 - 07:00 von Business Wire

Syniverse-Untersuchung weist auf Datenschutz-Dilemma im Mobilbereich hin: Vertrauen der Verbraucher in Marken und Mobilfunkanbieter schwindetMultinationale Umfrage unter 8.000 Verbrauchern: Drastisch abnehmendes Vertrauen mindert Potenzial für eine Personalisierung mobiler Services Das Vertrauen, dass Marken und Mobilfunkanbieter die Privatsphäre schützen, ist bei 50 Prozent der Verbraucher in den letzten drei Jahren gesunken: Heute haben über 70 Prozent Zweifel, wenn es um den Schutz ihrer Daten geht Bedenken hinsichtlich Sicherheit, Transparenz und Kontrolle sind der Grund für zunehmenden Vertrauensverlust Auf große Datenmengen für eine Personalisierung kann nur in Verbindung mit der Bereitschaft der Verbraucher zur Datenfreigabe zurückgegriffen werden.

Die Bedenken der Verbraucher in Bezug auf die Verwendung privater Daten bringt aufstrebende Geschäftsmodelle der Mobilbranche sowie Markenbindungsstrategien in Gefahr. Mehr als 50 Prozent aller Personen vertrauen Mobilfunkanbietern und Marken heute weniger als noch vor drei Jahren. Dabei zweifeln 70 Prozent der Verbraucher daran, dass ihre privaten Daten richtig geschützt werden. Dies ergab eine neue Umfrage, die von Syniverse in Auftrag gegeben wurde. Im Rahmen dieser Studie wurde die Einstellung von Verbrauchern gegenüber dem Datenschutz im Mobilbereich in acht Ländern untersucht.

„Die Nutzung großer Datenelemente – wie demografische Daten, Standort und Kontaktchronik – zur Personalisierung von Serviceleistungen und zielgruppenorientierten Promotion-Aktivitäten ist für aufstrebende Geschäftsmodelle im Mobilbereich und für ausgefeilte Markenbindungsstrategien äußerst wichtig“, sagte Mary Clark, Chief Marketing Officer bei Syniverse. „Ein Erfolg setzt voraus, dass die Verbraucher ihre Daten freiwillig herausgeben, um dafür bei der Nutzung ihrer Mobilgeräte individuellere Leistungen und passendere Angebote zu erhalten. Diese Annahme ist falsch: Die Verbraucher sind keineswegs dazu bereit. Die Umfrage hat viele faszinierende Aspekte ans Tageslicht gebracht, aus denen viel abgeleitet werden kann. Völlig klar wird vor allem, dass Marken und Mobilfunkanbieter vor einem Datenschutz-Dilemma stehen, das sie überwinden müssen. Erst dann kann der Mobilbereich weiter florieren.“

Bedenken der Verbraucher quantifiziert

Mit der ersten Umfrage, die im Januar 2016 durchgeführt wurde, sollte die Einstellung von mehr als 8.000 Personen aus acht Ländern gegenüber dem Datenschutz im Mobilbereich untersucht werden. Einige der Erkenntnisse sind sowohl für Marken als auch für Mobilfunkanbieter alarmierend: 75 Prozent der befragten Verbraucher gaben an, dass sie nicht an einen ausreichenden Schutz ihrer Daten durch die Marken glaubten. 71 Prozent der Befragten zweifelten daran, dass Mobilfunkanbieter ihre Daten vertraulich behandeln.

Die Untersuchung weist auf einige zentrale Bedenken hin, die bei der Weitergabe von persönlichen Daten an Marken und Mobilfunkanbieter bestehen und die das Vertrauen der Verbraucher erschüttern:

  • Sicherheit: 25 Prozent der befragten Verbraucher glauben nicht, dass ihre persönlichen Daten privat bleiben oder sicher sind.
  • Transparenz: 21 Prozent der befragten Verbraucher machen sich Sorgen darüber, wie ihre Daten in Zukunft genutzt werden könnten.
  • Kontrolle: 19 Prozent der befragten Verbraucher haben Bedenken, dass ihre Daten an Dritte weiterverkauft werden.

Datenschutz ist von zentraler Bedeutung für die überwältigende Mehrheit der Verbraucher (89 bis 94 Prozent), die angibt, zumindest leichte Bedenken bei der Weitergabe von Daten an Marken im Einzelhandel, im Finanzdienstleistungssektor, den vertikalen Märkten der Reise- und Hotelbranche sowie an Mobilfunkanbieter zu haben. 40 Prozent der Verbraucher würden grundlegende persönliche Daten (Alter, Geschlecht und Name) nur widerwillig weitergeben, um das Angebot ihrer Marken und Mobilfunkanbieter für sich zu verbessern. Nur weniger als 20 Prozent sind bereit, bedeutendere „Kontextinformationen“ wie Standort, Browsingchronik und Einkaufsgewohnheiten zu teilen.

„Die Personalisierung hängt ab von der Bereitschaft der Verbraucher, persönliche und kontextbezogene Informationen weiterzugeben, um ihr mobiles Erlebnis zu verbessern. Diese Bereitschaft ist im Moment überhaupt nicht in Sicht“, erklärte Mary Clark. „Die Verbraucher sind eindeutig nicht davon überzeugt, dass ihre mobilen Erlebnisse sich durch die Bereitstellung ihrer persönlichen Daten erheblich verbessert haben. Der Einsatz ist jedoch zu hoch, um die Personalisierung aufzugeben. Zu viele Geschäftsmodelle und Bindungsstrategien stehen auf dem Spiel.“

Marken und Mobilfunkanbieter sind für die Lösung dieses Problems verantwortlich, sie haben die Möglichkeiten und die Macht dazu. Die Verbraucher machen sie dafür verantwortlich, bei der Personalisierung für Sicherheit, Transparenz und Kontrolle zu sorgen:

  • 55 Prozent der befragten Verbraucher machen die Marken direkt für den Schutz ihrer Daten verantwortlich.
  • 30 Prozent der befragten Verbraucher machen die Mobilfunkanbieter direkt für den Schutz ihrer Daten verantwortlich.
  • Nur 15 Prozent der befragten Verbraucher waren der Ansicht, dass die Verantwortung für den Schutz ihrer privaten Daten bei einer Aufsichtsbehörde liegt.

Für die Marken und Mobilfunkanbieter ist diese vom Kunden zugewiesene Verantwortung de facto der „Datenschutzpakt für den Mobilbereich“ zwischen Ihnen und den Verbrauchern.

„Der Einfluss der Marken mit Zugriff auf Kontextdaten hat zum jetzigen Zeitpunkt das Vertrauen und das Erleben der Verbraucher negativ beeinflusst“, ergänzte Mary Clark. „Marken und Anbieter müssen jetzt Nutzen und Vertrauen im Mobilbereich wieder ins Gleichgewicht bringen.“

Ein entscheidender Faktor ist die wachsende Erwartungshaltung unter den Verbrauchern dahingehend, dass Marken in der Lage sein sollten, infolge der Erfassung persönlicher Daten verbesserte personalisierte Services und Angebote bereitzustellen (38 Prozent stimmten dem zu).

„Alle Anbieter in der mobilen Wertschöpfungskette müssen ihre Ansätze im Hinblick auf die Erfassung, Verwaltung und Nutzung persönlicher Daten überdenken. Sie müssen die Personalisierung transparenter gestalten und so mehr Kontrolle, Datensicherheit, und Datenschutz garantieren. Auf dieser Grundlage kann ein neuer „Datenschutzpakt für den Mobilbereich“ geschlossen werden. Nur so ist sicherzustellen, dass Geschäftsmodelle und Bindungsstrategien in Zukunft umfassend realisiert werden können“, resümierte Mary Clark.

Den vollständigen Syniverse-Bericht ‘The Mobile Privacy Predicament’ (etwa: „Datenschutz-Dilemma im Mobilbereich“ können Sie hier herunterladen.

Syniverse arbeitet seit über 25 Jahren an der Lösung technischer Probleme im mobilen Umfeld. Das Unternehmen unterstützt die weltweit größten Marken und Anbieter dabei, bei der Erbringung personalisierterer Leistungen direkt auf die Mobilgeräte der Kunden transparenter zu werden. Syniverse verfügt über eine Reihe von Lösungen, die Marken und Anbieter helfen, personalisierte Services mittels einer sicheren Infrastruktur anzubieten, sowie Lösungen, die den Kunden die Kontrolle über ihre Mobilerlebnisse ermöglichen. Syniverse hat vor kurzem einige Ankündigungen gemacht: Mehrere Betreiber werden demnächst dank Syniverses Lösungen den Nutzern die Kontrolle über die Datennutzung übergeben, das Unternehmen hilft Western Union, die Teilnahme an seinem Treueprogramm zu verstärken, es unterstützt Bigo, Abonnenten zu verifizieren und es ermöglicht Amazon China die Verbesserung des e-Commerce-Erlebnisses.

Forschungsmethode

Die Untersuchung wurde von On Device Research im Januar 2016 in acht Ländern durchgeführt: Großbritannien, USA, Brasilien, Indien, China, Südkorea, Deutschland und Frankreich. In jedem Land wurden 1.000 Verbraucher befragt. Die Gruppe war national repräsentativ im Hinblick auf den Anteil von Männern und Frauen und umfasste die Altersgruppen 18 bis 24, 25 bis 34, und 35 bis 44 Jahre.

Über Syniverse

Syniverse, der führende globale Abwicklungsdienstleister, ermöglicht mobile Zusammenarbeit für die gesamte Mobilfunklandschaft, darunter mehr als 1.500 Mobilfunkanbieter, Unternehmen, ISPs und OTTs in mehr als 200 Ländern und Territorien, und bietet nahtlose Mobilfunkverbindungen quer durch verschiedenartige und sich schnell entwickelnde Netze, Geräte und Applikationen. Wir bieten innovative Lösungen mit Clouds, die durch ständig verfügbare Angebote und Aktivitäten in Echtzeit ein besseres Erlebnis für Endnutzer gewährleisten. Seit mehr als 25 Jahren hat Syniverse das Komplizierte einfach gemacht, um das Versprechen wahrer Mobilität einzuhalten – einfache und nahtlos zusammenarbeitende Services immer und überall. Für weitere Informationen besuchen Sie www.syniverse.com, folgen Sie Syniverse auf Twitter oder treten Sie mit Syniverse auf Facebook in Verbindung.

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Source(s) : Syniverse