Forums Neueste Beiträge
 

sysctrl Einstellungen wo?

12/02/2014 - 15:58 von Andreas Kohlbach | Report spam
Neulich war ein Update für System-Teile fàllig, was auch fragte, ob es
die Default Konfiguration für ? (ja, das ist die Frage, und ich kann im
aptitude Log nicht finden, was bezüglich des Systems geupdatet wurde,
meine aber, dass es sysctrl.conf war) updaten soll. Was ich verneinte, so
dass er die von mir mal vorgegeben Werte, vor allem ip_forward und nicht
auf der Konsole zu loggen, behalten soll.

Nach einem Neustart loggt er aber auf der Konsole, und hat auch
ip_forward deaktiviert, was ich aber in der Datei aber mit einer "1"
versah.

Die sysctrl.conf sagt auch, dass noch alles so ist, wie von mir
vorgegeben. Auch das Datei-Datum ist schon recht alt, also nicht vom Tag
des Updates.

So hatte ich systemd in Verdacht. Aber auch nach Wàlzen dessen man Page
und Durchsehen von Dateien in /etc/systemd/ (keine hier oder in
Unterverzeichnissen hat das Datum vom Tag des Updates oder auch nur in
dessen Nàhe) stehe ich auf dem Schlauch.

Wie sage ich Debian (Jessie), dass es meine Einstellungen nehmen soll?
Andreas

Linux - The choice of a GNU generation
 

Lesen sie die antworten

#1 Thomas PointedEars Lahn
12/02/2014 - 23:04 | Warnen spam
Andreas Kohlbach wrote:

Neulich war ein Update für System-Teile fàllig, was auch fragte, ob es
die Default Konfiguration für ? (ja, das ist die Frage, und ich kann im
aptitude Log nicht finden, was bezüglich des Systems geupdatet wurde,



/var/log/aptitude*

meine aber, dass es sysctrl.conf war) updaten soll. Was ich verneinte, so


^^^^^^^^^^^^[1]
dass er die von mir mal vorgegeben Werte, vor allem ip_forward und nicht
auf der Konsole zu loggen, behalten soll.

Nach einem Neustart loggt er aber auf der Konsole, und hat auch
ip_forward deaktiviert, was ich aber in der Datei aber mit einer "1"
versah.

Die sysctrl.conf sagt auch, dass noch alles so ist, wie von mir


^^^^^^^^^^^^[1]
vorgegeben. Auch das Datei-Datum ist schon recht alt, also nicht vom Tag
des Updates.

So hatte ich systemd in Verdacht. Aber auch nach Wàlzen dessen man Page
und Durchsehen von Dateien in /etc/systemd/ (keine hier oder in
Unterverzeichnissen hat das Datum vom Tag des Updates oder auch nur in
dessen Nàhe) stehe ich auf dem Schlauch.



systemd(1) hat damit *direkt* nichts zu tun:

# grep sysctl /etc/init.d/*
/etc/init.d/keymap.sh: [ -x /sbin/sysctl ] || return
/etc/init.d/keymap.sh: [ -r /etc/sysctl.conf ] || return
/etc/init.d/keymap.sh: grep -v '^\#' /etc/sysctl.conf | grep -q keycodes
/etc/init.d/keymap.sh: grep keycodes /etc/sysctl.conf | grep -v "^#" |
while read d ; do
/etc/init.d/keymap.sh: /sbin/sysctl -w $d 2> /dev/null || true
/etc/init.d/networking: log_warning_msg "/etc/network/options still
exists and it will be IGNORED! Please use /etc/sysctl.conf instead."
/etc/init.d/openvpn: sysctl -w net.ipv4.conf.all.send_redirects=0
/dev/null


/etc/init.d/openvpn: SAVED_DEFAULT_SEND_REDIRECTS=$(sysctl -n
net.ipv4.conf.default.send_redirects)
/etc/init.d/openvpn: sysctl -w
net.ipv4.conf.default.send_redirects=0 > /dev/null
/etc/init.d/openvpn: sysctl -w
net.ipv4.conf.default.send_redirects=$SAVED_DEFAULT_SEND_REDIRECTS >
/dev/null
/etc/init.d/procps:# /etc/init.d/procps: Set kernel variables from
/etc/sysctl.conf
/etc/init.d/procps:# Description: Loads kernel parameters that are
specified in /etc/sysctl.conf
/etc/init.d/procps:SYSCTL=/sbin/sysctl
/etc/init.d/procps:# Comment this out for sysctl to print every item changed

Wie sage ich Debian (Jessie), dass es meine Einstellungen nehmen soll?



[1] Das Programm heisst sysctl(8), _nicht_ sysctrl. Die Einstellungen sind
entsprechend in /etc/sysctl.conf zu finden, jedoch:

,-[ /etc/sysctl.conf ]
| #
| # /etc/sysctl.conf - Configuration file for setting system variables
| # See /etc/sysctl.d/ for additional system variables.
| # See sysctl.conf (5) for information.
| #
| […]
`-

Unter anderem das erklàrt, weshalb sich Deine /etc/sysctl.conf nicht àndern
muss, damit sich Deine Kernel-Parameter àndern. In /etc/sysctl.d/ gibt es
bei mir eine Datei local.conf, wo ich meine Anpassungen eintrage, derzeit

,-[ /etc/sysctl.d/local.conf ]
| # allow DOS/Win apps (Wine) to access first megabytes of memory
| vm.mmap_min_addr = 0
|
| kernel.sysrq = 1
`-

Bei Debian geht man AFAICS schrittweise dazu über, für jedes Systemprogramm
statt oder zusàtzlich zu einer Konfigurationsdatei ein Verzeichnis
bereitzustellen, in dem sich dann einzelne Konfigurationsdateien für dieses
eine Programm befinden können. Angefangen hat das AFAIK mit
/etc/apt/sources.list.d/, welches /etc/apt/sources.list mehr oder weniger
ersetzt (und besonders intensiv bei Ubuntu für PPAs benutzt wird).

Der Vorteil davon ist unter anderem anscheinend, dass beim Paketupgrade
benutzerspezifische Einstellungen nicht so leicht versehentlich
überschrieben werden können bzw. dass das Upgrade auch bei Anpassungen der
Konfiguration durch den Benutzer ohne grössere Pausen durchlàuft.

PointedEars

Twitter: @PointedEars2
Please do not Cc: me. / Bitte keine Kopien per E-Mail.

Ähnliche fragen