systemd als ntp-Client

10/12/2014 - 13:10 von Matthias Böttcher | Report spam
Hallo an alle,

in einem anderen Thread kam die Frage auf: "Und warum muss sich dieses
Teil überall einmischen, auch da, wo es nichts zu suchen hat?"

Mein System: "Debian GNU/Linux 8.0 (jessie) amd64"

Ich habe mich mit den Zeiteinstellungen des systemd befasst und
festgestellt, dass systemd einen ntp-Client mitbringt. Wem das also
reicht, wer keine ntp-Server-Dienste anbieten möchte, braucht kein
Zusatzpaket installieren.

timedatectl status

zeigt den Status der Systemzeit (incl. Zeitzone) und der Hardwareclock
sowie wann die nàchste Sommer-/Winter-Zeit-Umstellung ansteht.

Mit "timedatectl set-ntp true" wird die Zeitsynchronisation über ntp
aktiviert und ist persistent über einen reboot aktiv.

Die Config-Datei ist /etc/systemd/timesyncd.conf, enthalten sind dort
als auskommentierte Definition für Servers die vier üblich ntp-Server
{0,1,2,3}.debian.pool.ntp.org. Offensichtlich sind diese im systemd
unter Debian als default hardcodiert, denn genau diese vier werden
angefragt, obwohl auskommentiert, um ntp-Zeitsynchronisation
durchzuführen. Wird "Servers=" tatsàchlich definiert, dann werden die
so definierten Server verwendet. Dazu ist ein "kill -HUP $( pidof
systemd-timesyncd )" oder ein "timedatectl set-ntp false &&
timedatectl set-ntp true" notwendig, damit die geànderte Definition
eingelesen wird.
In der Prozessliste erscheint der Prozess mit "systemd-timesyncd" und
im syslog dementsprechend mit dem tag "systemd-timesyncd[PID]".

Irgendwie macht das einen sehr konsistenten Eindruck auf mich. Gefàllt mir.

Matthias Böttcher


Zum AUSTRAGEN schicken Sie eine Mail an debian-user-german-REQUEST@lists.debian.org
mit dem Subject "unsubscribe". Probleme? Mail an listmaster@lists.debian.org (engl)
Archive: https://lists.debian.org/CAFBm81pPu...xNL9H2bcHw@mail.gmail.com
 

Lesen sie die antworten

#1 Jan Kappler
10/12/2014 - 22:20 | Warnen spam
This is an OpenPGP/MIME signed message (RFC 2440 and 3156)

Hallo Leute,

Am 10.12.2014 12:50, schrieb Matthias Böttcher:
Hallo an alle,

in einem anderen Thread kam die Frage auf: "Und warum muss sich dieses
Teil à¼berall einmischen, auch da, wo es nichts zu suchen hat?"

Mein System: "Debian GNU/Linux 8.0 (jessie) amd64"

Ich habe mich mit den Zeiteinstellungen des systemd befasst und
festgestellt, dass systemd einen ntp-Client mitbringt. Wem das also
reicht, wer keine ntp-Server-Dienste anbieten möchte, braucht kein
Zusatzpaket installieren.



...
Irgendwie macht das einen sehr konsistenten Eindruck auf mich. Gefà¤llt mir.

Matthias Böttcher




Ganz ehrlich - was macht systemd besser als ntp bzw. ntpdate? Meine
Frage ist ernst gemeint, denn ich wà¼rde gern verstehen, warum manche
Programmierer das Rad neu erfinden mà¼ssen.

Alternativen sind immer gut, das stimmt schon, aber was macht ein
ntp-Client in einem Start-Dienst? Richtig, ihn vergröàŸern und seine
Komplexità¤t erhöhen. Ich bin kein Programmierer, aber ist der Vorteil
der auch Linux inne wohnenden Unix-Philosophie nicht, alles möglichst
einfach zu halten?

Bezà¼glich systemd bin ich skeptisch. Es mag sein, das es Vorteile
bietet, wenn ich aber lese, was da noch alles mit eingebaut ist, frage
ich mich, wohin das fà¼hren soll und ob das wirklich vorteilhaft ist.
Letztendlich mà¼ssen die systemd-Entwickler immer mehr Code pflegen,
immer mehr Funktionen absichern.

/Polemik an
Ich warte drauf, das systemd einen Ersatz fà¼r den X-Server mitbringt. So
alt und mit "Mà¼ll" voll gestopft wie der ist, wà¤re es doch mal Zeit fà¼r
was Neues...
/Polemik aus



Mit freundlichem GruàŸ
Jan Kappler







Zum AUSTRAGEN schicken Sie eine Mail an
mit dem Subject "unsubscribe". Probleme? Mail an (engl)
Archive: https://lists.debian.org/

Ähnliche fragen