[systemd] Fehlende Service-Einträge

17/11/2014 - 00:56 von Andreas Kohlbach | Report spam
Seit der Umstellung (Debian/Testing) fehlen einige Eintràge in
/lib/systemd/system/ , um Services zu kontrollieren (Starten, Stoppen
etc). So habe ich z.B. isc-dhcp-server, es fehlt aber ein Eintrag in
besagtem Verzeichnis, so dass ich den über das "service" Kommando
starte. Auch anderes fehlt.

Da ich vermute, dass mein System das nicht irgendwann korrigiert; gibt es
ein Kommando für systemd, was mal testet, ob alle Eintràge in
/lib/systemd/system/ vorhanden sind, sonst diese erstellt? Oder muss ich
das doch selbst machen (Template eines anderen Eintrages nehmen und
diesen anpassen)?
Andreas

I wish my grass was emo. Then it would cut itself.
 

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#1 Sven Hartge
17/11/2014 - 01:10 | Warnen spam
Andreas Kohlbach wrote:

Seit der Umstellung (Debian/Testing) fehlen einige Eintràge in
/lib/systemd/system/ , um Services zu kontrollieren (Starten, Stoppen
etc). So habe ich z.B. isc-dhcp-server, es fehlt aber ein Eintrag in
besagtem Verzeichnis, so dass ich den über das "service" Kommando
starte. Auch anderes fehlt.



Korrekt. "service $servicename start/stop" ist auch immer noch der
kanonische Weg, egal ob nun systemd oder sysv-init benutzt wird.
Die Verwendung von "systemctl start/stop $servicename" brauchst du
aktuell (und in Zukunft) nicht lernen.

Da ich vermute, dass mein System das nicht irgendwann korrigiert;



Falsch.

gibt es ein Kommando für systemd, was mal testet, ob alle Eintràge in
/lib/systemd/system/ vorhanden sind, sonst diese erstellt?



Nein, gibt es nicht, braucht es auch nicht.

Oder muss ich das doch selbst machen (Template eines anderen Eintrages
nehmen und diesen anpassen)?



Nein, braucht es nicht.

systemd benutzt unit-Files in folgenderweise:

1) /etc/system/systemd
2) /lib/systemd/system/
3) interner automatischer unit Generator mit Dateien aus /etc/init.d/

D.h. wenn keine Unit da ist, dann wird das legacy LSB-Init-Script
benutzt.

Im Grunde ist es vollkommen egal, ob ich ein Debian Jessie System
mit sysv-init oder systemd habe.

Solange du nicht spezielle Ansprüche an das Init-System hast oder
manuell eine Reihenfolge in der Start-Logik àndern musst, braucht der
"normale" Anwender oder auch Admin nicht zu wissen, was benutzt wird.

Das System bootet in jedem Fall.

Ich habe $hier zu Demo-Zwecken einmal eine VM mit Debian Jessie mit
sysv-init und eine mit systemd aufgesetzt, apache2, mysql und exim4
installiert und eine simple PHP-Webseite auf das System gepackt, welche
ein Datum aus einer Datenbank ausliest und ausgibt sowie seine
System-Mails über den internen Smart-Host verschickt.

Effektiv macht es _überhaupt_ keinen Unterschied, welches Init-System
verwendet wird. Gar keinen. Nada.



Sigmentation fault. Core dumped.

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