Tanken für zwei

26/01/2010 - 16:36 von Markus Wichmann | Report spam
Hi all,

ich suche einen Algorithmus, der folgendes leistet:

Zwei Fahrer (in diesem Fall meine Schwester und ich) fahren abwechselnd
das gleiche Auto. Dabei gilt: Jeder tankt für sich. Beispielsweise kann
ich den Tank vollknallen und dann mit dem Benzin nach Rom und zurück
fahren - wenn meine Schwester genug getankt hatte, um in die Stadt zu
fahren, sollte auch nach der Fahrt noch genug drin sein.

Bisher haben wir das so gemacht: Es wurde angenommen, dass der Verbrauch
bei 8 l / 100 km konstant ist, und dann beim Tanken das getankte Volumen
in eine Strecke umgerechnet. Anschließend wurden die Teilstreckenwerte,
die das Auto mitzàhlt, summiert, und wenn sich die Summe dem Zielwert
nàhert, wurde nachgetankt.

Nun ist aber das Problem, dass es zu Unstimmigkeiten gekommen ist. Meine
Vermutung ist einfach der Verbrauch: Mit dieser Rechnung wird sparsame
Fahrweise nicht belohnt und verschwenderische nicht bestraft. Außerdem
verbraucht ein Auto im Winter nun einmal mehr Sprit als im Sommer, weil
der Motor stàrker zu erwàrmen ist, oder man hat sich festgefahren, dann
verbraucht man viel Benzin beim Versuch, aus dem Dreck wieder
herauszukommen, aber legt so gut wie keine Strecke zurück.

Ich habe mal darüber nachgedacht: Wir haben mehr oder weniger nur die
Gleichung:

Zielwert = getankt / Verbrauch

und die Ungleichung: Nachtanken, wenn

Sum(gefahren) >= Zielwert

oder auch

Sum(gefahren) >= getankt / Verbrauch

Wieviel getankt wurde, kann jeder Fahrer leicht ermitteln, wieviel er
gefahren ist, auch. Der Verbrauch ist nicht so leicht zu ermitteln.

Nun soll der Verbrauch als nicht-konstant angenommen werden. Hat jemand
eine Ahnung, wie man nun das Verfahren so àndern kann, dass:

- es immer noch leicht durchzuführen ist (im Kopf durch 8 zu teilen,
geht immer noch. Ne Integralgleichung würde ich nur ungern Im Kopf
lösen), aber
- das Problem mit dem nicht-konstanten Verbrauch gelöst wird (sprich,
dass der Verbrauch in die Rechnung mit einfließt, ohne ermittelt
werden zu müssen)

Das Auto hat keinen Bordcomputer, und die Einteilung der Tankanzeige
betràgt Viertel. Und man kann ihr nicht unbedingt trauen (ich bin auch
schon mit weniger als 0 im Tank gefahren).

TIA,
Markus

Progress (n.): Process through which USENET evolved from smart people in
front of dumb terminals to dumb people in front of smart
terminals.

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#1 ram
26/01/2010 - 18:36 | Warnen spam
Markus Wichmann writes:
Nun ist aber das Problem, dass es zu Unstimmigkeiten gekommen ist.



Ich sehe keine bessere Lösung als das bisherige Verfahren
und Akzeptieren der Unstimmigkeiten, weil alles andere zu
kompliziert wàre und genauso Unstimmigkeiten zeigen könnte.

Vergleiche dies mit der Umlage von Betriebskosten in manchen
Mietshàusern, wo auch nicht der tatsàchliche Verbrauch in Rechnung
gestellt wird, sondern ein Umlageschlüssel verwendet wird,
etwa nach der Quadratmeterzahl.

Schön wàre eine Lösung mit einem auswechselbaren Tank, so daß
jeder Fahrer seinen Tank einsetzt, bevor er losfàhrt - was aber
technisch wohl nicht praktikabel ist. Bequem wàre ein Kraftwagen
mit zwei Tanks und Zundschlössern, so daß Fahrer i mit dem
Schlüssel i den Tank i freigibt.

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