Teilerneuerung E-Installation / Netzform

25/10/2009 - 12:54 von Thorsten Klein | Report spam
Hallo,

ich wohne seit kurzem in einer neuen Wohnung, zuvor hatte ich einen
unmodernisierten Altbau (BJ 1956) mit "klassischer Nullung" (nehme ich
an, nirgendwo ein PE) - Schraubsicherungen im Keller und nicht in der
Wohnung, z.T. noch Steckdosen mit 6A abgesichert, 2 Sicherungen für die
ganze Wohnung.
Jetzt wohne ich in einem modernisierten Altbau. Gebaut in den 60ern,
totalsaniert in 1999. Die E-Installation wurde jedoch (nach Aussage
desVermieters) nur im Bad und in der Küche erneuert, da das
vorgeschrieben sei. In den anderen Ràumen hàngt noch die alte. Folglich
gibt es bei den Lampenanschlüssen keinen PE. Die Steckdosen haben aber,
zumindest nach meinen kurzen Stichproben, alle einen PE.
Immerhin gibts jetzt Sicherungen in der Wohnung und auch alles Automaten
sogar ein FI ist eingebaut ("Küche, Bad, Kind") - in der alten Wohnung
hatte ich mal das Problem dass eine Sicherung an einem So durchging und
keine neuen im Haus waren

Lange Rede, kurzer Sinn, kann einer erkàren, ob es möglich bzw. erlaubt
ist, eine alte E-Installation nur teilweise zu erneuern und wie man dann
aktuelle Lampen anbringt? Hier in CH gibt es eigentlich keine
SKII-Deckenlampen mehr zu kaufen da der Standard mit Schutzleiter ist.
Habe mehrere Geschàfte abge"klappert". SKI-Geràte "müssen unbedingt mit
dem Schutzleiter verbunden werden".

Interessant ist auch, dass der Vermieter die Wegbeleuchtung nachts, die
die ganze Nacht lang unnötig leuchtet (und bestimmt auf dem
Allgemeinstrom làuft) mit "Sicherheitsgründen" begründet. Die
Aussenlampen sind auf der strassenabgewandten Seite und da geht wirklich
nur lang wer da wohnt - ein Nàherungsschalter würde da definitiv reichen.

Gruss,
Thorsten
 

Lesen sie die antworten

#1 Carsten Kreft
25/10/2009 - 17:27 | Warnen spam
ich wohne seit kurzem in einer neuen Wohnung, zuvor hatte ich einen
unmodernisierten Altbau (BJ 1956) mit "klassischer Nullung" (nehme ich an,
nirgendwo ein PE) - Schraubsicherungen im Keller und nicht in der Wohnung,
z.T. noch Steckdosen mit 6A abgesichert, 2 Sicherungen für die ganze
Wohnung.



Klassische Nullung bedeutet nicht "kein PE", sondern PE und N in einer Ader
zusammengefasst mit Querschnitten <10mm² Cu.
Gnaz ohne PE nannte sich m.W. "Schutz durch isolierende Ràume" - was
spàtestens mit dem Einbau einer Zentralheizung erledigt ist und geàndert
werden musste.

Jetzt wohne ich in einem modernisierten Altbau. Gebaut in den 60ern,
totalsaniert in 1999. Die E-Installation wurde jedoch (nach Aussage
desVermieters) nur im Bad und in der Küche erneuert, da das vorgeschrieben
sei.



Nein, nicht vorgeschrieben. Niemand schreibt Änderungen vor. Erst wenn die
Anlage geàndert wird (weil z.B. eine Steckdose in der Küche sich als doch
nicht ausreichend heraus gestellt hat, oder weil in einem isolierenden Raum
der Kohleofen gegen einen Heizkörper der Zentralheizung ersetzt wurde) muss
immer der aktuelle Normenstand angewandt werden.
Vermutlich wurden Bad und Küch modernisiert, dabei zwangslàufig die
elektrische Anlage geàndert und somit widerum zwangslàufig auf denm
aktuellen Stand der Technik gebracht.
Warum man dabei nicht alle Ràume durchmodernisiert hat, wo man schon mal
dabei war?
Geiz.

In den anderen Ràumen hàngt noch die alte. Folglich gibt es bei den
Lampenanschlüssen keinen PE. Die Steckdosen haben aber, zumindest nach
meinen kurzen Stichproben, alle einen PE.



Gemessen? Löst der Schutzschalter aus?

Immerhin gibts jetzt Sicherungen in der Wohnung und auch alles Automaten
sogar ein FI ist eingebaut ("Küche, Bad, Kind") - in der alten Wohnung
hatte ich mal das Problem dass eine Sicherung an einem So durchging und
keine neuen im Haus waren



Ein RCD ist nicht ganz normgerecht, wenn darüber alles làuft.
Die TAB2007 sagt sinngemàß: Beim Auslösen einer Sicherheitseinrichtung darf
nicht die ganze Anlage abgeschaltet werden.

Lange Rede, kurzer Sinn, kann einer erkàren, ob es möglich bzw. erlaubt
ist, eine alte E-Installation nur teilweise zu erneuern und wie man dann
aktuelle Lampen anbringt?



Gar nicht. An eine 2adrige Leitung kann eine SKI Leuchte nicht angeschlossen
werden.
(früher gab es - glaub ich - mal die Ausnahme "außerhalb des Handbereichs")
Alternativen sind 12V Systeme (sofern ohne PE anschließbar) und SKII
Leuchten.


Habe mehrere Geschàfte abge"klappert". SKI-Geràte "müssen unbedingt mit
dem Schutzleiter verbunden werden".



Nun ja. So steht es geschrieben. Ich würde mich dran halten.
Was Du machst, ist Dir überlassen. Ich würde mal die Leuchten der SKI
anschauen und beurteilen, wie groß denn die Gefahr ist, dass da berührbare
leitfàhige Teile an Spannung geraten. Wen ich z.B. eine Leuchte sehe, bei
der der Trafo in einem geerdeten Blechnapf untergebracht ist, würde ich die
in Eigenregie auf SKII umbauen. Eine "doppelte oder verstàrkte Isolierung"
ist ja nun kein Hexenwerk.
Vorsicht für Gewerbetreibende: Dadurch wird man selber zum Hersteller.
Also für einen Kunden würde ich solche Basteleien NICHT machen.
Für mich selber vermutlich schon.

Interessant ist auch, dass der Vermieter die Wegbeleuchtung nachts, die
die ganze Nacht lang unnötig leuchtet (und bestimmt auf dem Allgemeinstrom
làuft) mit "Sicherheitsgründen" begründet. Die Aussenlampen sind auf
der strassenabgewandten Seite und da geht wirklich nur lang wer da wohnt -
ein Nàherungsschalter würde da definitiv reichen.



Das würde ich mal prüfen. Wie schnell dreht sich der Zàhler, wiviel Watt
sind da verbaut? Aber dieses Problem löst man dann doch besser in einer
Rechtsgruppe.
Aus technischer Sicht ist ein Bewegungsschalter i.V. mit schnellstartenden
Lampen (keine IKEA Energiesparlampen) optimal, alternativ sparsamste
Grundbeleuchtung zur Orientierung. Mehr als 1 Lux benötigt man nicht, eine
1-3W Led reicht da vielleicht sogar.

Ähnliche fragen